Franken
Tourismusbilanz 2018

Tourismus-Boom in Franken: Erstmals mehr als 10 Millionen Urlauber - Fürth legt massiv zu

Die Attraktivität Frankens als Urlaubsregion wächst und wächst: Bereits zum sechsten Mal in Folge präsentierte der Tourismusverband Franken eine Bilanz, mit der das Rekordergebnis aus dem Vorjahr übertroffen wurde.
Artikel drucken Artikel einbetten
Die Beliebtheit von Franken als Urlaubsregion wächst und wächst: Für 2018 wurde erneut ein Rekordergebnis bei Übernachtungen und Gästeankunften registriert. Foto: vieri-michlaa/infrankenpix
Die Beliebtheit von Franken als Urlaubsregion wächst und wächst: Für 2018 wurde erneut ein Rekordergebnis bei Übernachtungen und Gästeankunften registriert. Foto: vieri-michlaa/infrankenpix
+1 Bild

Im Vergleich zum Vorjahr stiegen 2018 die Übernachtungen in Franken um 4,1 Prozent auf insgesamt 22,7 Millionen. Dies teilte der Vorsitzende des Tourismusverbandes Franken, Bayerns Innenminister Joachim Herrmann, in Nürnberg mit. Die Ergebnisse aus den Mitgliedsorten des Tourismusverbandes in Baden-Württemberg, Hessen und Thüringen liegen zwar noch nicht vor - Herrmann geht aber davon aus, dass damit der fränkische Tourismus zum ersten Mal die Marke von 25 Millionen Übernachtungen pro Jahr übertreffen wird.

Boom beim Franken-Tourismus: 10-Millionen-Marke bei Urlaubern geknackt

Mit 10,2 Millionen Gästeankünften, einem Plus von 4,4 Prozent, hat die Zahl der Urlauber in Franken erstmals die 10-Millionen-Marke übertroffen.

Die positive Entwicklung spiegelt sich auch in den fränkischen Urlaubsgebieten wider. Überproportional hohe Zuwächse bei den Ankünften verzeichnete das Romantische Franken mit 8,3 Prozent und die Städteregion Nürnberg mit 7,3 Prozent. Diese beiden Regionen führen bei der prozentualen Steigerung auch bei den Übernachtungen. Hier liegt die Städteregion mit einem Plus von 8,7 Prozent vorne, gefolgt vom Romantischen Franken mit 7,2 Prozent.

Lesen Sie auch: Bayerns meist besuchte Schlösser und Burgen - drei fränkische Ausflugsziele unter den Top 10

Tourismusentwicklung 2018 der Tourismusgebiete in Franken

  • Naturpark Altmühltal: Übernachtungen 2018: 1.518.060, Veränderung im Vergleich zum Jahr 2017: +3,3 Prozent, durchschnittliche Aufenthaltsdauer in Tagen: 2,0
  • Fichtelgebirge: 1.379.960, + 3,4 Prozent, 2,4
  • Fränkische Schweiz: 1.040.530, +1,8 Prozent, 2,3
  • Fränkisches Seenland: 1.054.570, (liegt nicht vor), 3,0
  • Fränkisches Weinland: 2.519.379, +4,0 Prozent, 1,8
  • Frankenwald: 806.852, +3,9 Prozent, 3,1
  • Haßberge: 346.406, +4,3 Prozent, 2,3
  • Nürnberger Land: 512.899, +5,5 Prozent, 2,0
  • Obermain·Jura: 672.074, +1,1 Prozent, 3,2
  • Coburg.Rennsteig: 448.386, -2,3 Prozent, 2,9
  • Rhön: 2.882.450, +0,4 Prozent, 4,6
  • Romantisches Franken: 1.574.029, +7,2 Prozent, 1,8
  • Spessart-Mainland: 1.396.282, +4,0 Prozent, 1,9
  • Städteregion Nürnberg: 4.523.831, +8,7 Prozent, 1,8
  • Steigerwald: 2.041.621, +4,7 Prozent, 2,2

"Stark zeigen sich in der Bilanz 2018 die fränkischen Städte", führte Herrmann weiter aus. "Besonders Fürth sticht hier mit einem Plus von 26,1 Prozent bei den Ankünften und 34,6 Prozent bei den Übernachtungen heraus". Erfolgreich war das Jahr ebenfalls für Rothenburg ob der Tauber (564.146 Übernachtungen, + 10,5 %) und Nürnberg (3.610.613 Übernachtungen, + 8,5 %).

Tourismusentwicklung 2018 der Städte (Arbeitsgemeinschaft "Die Fränkischen Städte")

  • Eichstätt: Übernachtungen 2018: 103.535, Veränderung im Vergleich zum Jahr 2017: -0,3 Prozent, durchschnittliche Aufenthaltsdauer in Tagen: 1,6
  • Bamberg: 708.202, +3,5 Prozent, 1,8
  • Bayreuth: 402.209, +5,4 Prozent, 2,1
  • Coburg: 135.618, -4,5 Prozent, 1,9
  • Kulmbach: 74.790, +11,4 Prozent, 1,9
  • Ansbach: 105.364, +0,2 Prozent, 2,6
  • Erlangen: 506.917, -0,5 Prozent, 2,0
  • Fürth: 322.318, +34,6 Prozent, 2,1
  • Nürnberg: 3.610.613, +8,5 Prozent, 1,8
  • Dinkelsbühl: 181.204, +7,4 Prozent, 2,1
  • Rothenburg o. d. Tauber: 564.146, +10,5 Prozent, 1,5
  • Aschaffenburg: 196.083, +3,9 Prozent, 1,9
  • Schweinfurt: 233.793, +2,2 Prozent, 1,9
  • Würzburg: 965.700, +3,9 Prozent, 1,6

Sie suchen nach einer Übernachtung in der Boomstadt Fürth: Hier sind Tipps von uns

Erfreulich ist auch die Entwicklung im "Gesundheitspark Franken", darunter beispielsweise Weißenstadt mit einem Zuwachs von 6,6 Prozent bei den Übernachtungen. "Die gute Entwicklung ist auch eine Folge der enormen Investitionen, die in den vergangenen Jahren in der touristischen Infrastruktur getätigt wurden", betonte Herrmann. Er nannte hier als Beispiele die Eröffnungen des Gesundheitsresorts "Siebenquell" in Weißenstadt und des "Alexbads" in Bad Alexandersbad, die Erweiterung der Therme Bad Steben oder die "Floating Houses" im Fränkischen Seenland.

Tourismusentwicklung 2018 der Kurorte (Arbeitsgemeinschaft "Heilbäder und Kurorte")

  • Bad Berneck: Übernachtungen 2018: 22.517, Veränderung im Vergleich zum Jahr 2017: +26,1 Prozent, durchschnittliche Aufenthaltsdauer in Tagen: 1,8
  • Bischofsgrün: 149.534, -3,3 Prozent, 5,9
  • Bad Rodach: 210.183, +0,1 Prozent, 7,5
  • Bad Steben: 346.259, +3,0 Prozent, 7,6
  • Bad Staffelstein: 475.416, -1,3 Prozent, 3,7
  • Bad Alexandersbad: 55.309, +4,0 Prozent, 2,5
  • Weißenstadt: 151.897, +6,6 Prozent, 3,7
  • Bad Windsheim: 372.285, +6,5 Prozent, 4,5
  • Treuchtlingen: 50.282, -1,6 Prozent, 2,5
  • Bad Bocklet: 182.697, +1,5 Prozent, 8,5
  • Bad Brückenau: 288.625, +5,7 Prozent, 4,5
  • Bad Kissingen: 1.506.063, -0,5 Prozent, 6,5
  • Bad Neustadt a.d.Saale: 319.457, -0,9 Prozent, 7,9
  • Bad Königshofen: 90.276, +1,9 Prozent, 3,8

Weltweit längste Fußgänger-Hängebrücke entsteht im Frankenwald

Herrmann verwies auf die nächsten touristischen Großprojekte, die bereits in Planung sind: darunter die Modernisierung der Franken-Therme in Bad Windsheim, die Sanierung der Ochsenkopf-Bahnen im Fichtelgebirge oder der Bau der weltweit längsten Fußgänger-Hängebrücke im Frankenwald.

Auch interessant: Kleinstadt-Ranking: Oberfränkische Kleinstadt auf dem Weg zum Instagram-Hotspot - vier fränkische Städte in Top 20

Als Höhepunkte für das Jahr 2019 nannte er das Jubiläum "50 Jahre Naturpark Altmühltal" sowie die Gartenschau "Natur in der Stadt", die vom 24. Mai bis 8. September 2019 in Wassertrüdingen stattfindet. In Rothenburg ob der Tauber beginnen die Themenjahre "Pittoresk - Rothenburg ob der Tauber als Landschaftsgarten". Bis einschließlich 2021 zeigen Ausstellungen, Führungen und musikalische Veranstaltungen, wie die Stadt um 1900 Künstler und Architekten beeinflusste. Zudem stehen noch runde Geburtstage wie "1.200 Jahre Feuchtwangen" oder "800 Jahre Deutscher Orden in Bad Mergentheim" im Kalender.

Im Frankenwald und im Fichtelgebirge wandelt man 2019 auf den Spuren des Naturforschers Alexander von Humboldt, der vor 250 Jahren geboren wurde. Bevor Humboldt zu seinen berühmten Forschungsreisen aufbrach, verhalf er dem fränkischen Bergbau zu neuer Blüte. Ein romantisches

Jubiläum feiert Coburg: Prinz Albert zu Sachsen-Coburg und Gotha, der vor 200 Jahren zur Welt kam, wurde an der Seite der britischen Königin Victoria zu einem der wichtigsten Männer des 19. Jahrhunderts. 100 Jahre ist es hingegen her, dass die "Bamberger Verfassung" und damit die erste demokratische Verfassung der noch jungen Republik Bayern verabschiedet wurde. Vorträge, Führungen und Ausstellungen erklären, warum Bamberg 1919 kurzzeitig zum bayerischen Regierungssitz wurde.

Neben den Jahresschwerpunkten werden laut Herrmann auch die Aktivitäten zu den fränkischen Themen Aktivurlaub, Kultur, Städte und Kulinarik in bewährter Form fortgeführt. Er betonte zudem, dass "die Digitalisierung immer mehr Raum in unserer Arbeit einnimmt". Hier habe es sich der Verband zur Aufgabe gemacht, möglichst viele Kleinbetriebe für das Thema "Online-Buchbarkeit" zu sensibilisieren: "Durch zahlreiche Informationsveranstaltungen ist es uns gelungen, die online buchbaren Kleinbetriebe in Franken innerhalb eines Jahres von 291 auf 619 zu erhöhen."

Die fränkischen Reiseziele: So schön ist Urlaub in Franken - Das sind unsere Reisetipps

 

Verwandte Artikel

Kommentare (0)

was sagen sie zu diesem Thema?
jetzt anmelden jetzt registrieren