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Pottenstein
Ausflug

Größte Schau-Tropfsteinhöhle Deutschlands: Die Teufelshöhle Pottenstein im Herzen der Fränkischen Schweiz

Pottenstein ist für seine Tropfsteinhöhle "Teufelshöhle" berühmt. Nicht umsonst: Denn die Teufelshöhle ist die Größte unter den rund 1000 Höhlen in der Fränkischen Schweiz.
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Die Fränkische Schweiz überzeugt nicht nur mit ihrer Landschaft, sondern verzaubert auch mit ihrer "Unterwelt", zum Beispiel in der der Teufelshöhle in Pottenstein. Foto: SilvanaGodoy/pixabay.com
Die Fränkische Schweiz überzeugt nicht nur mit ihrer Landschaft, sondern verzaubert auch mit ihrer "Unterwelt", zum Beispiel in der der Teufelshöhle in Pottenstein. Foto: SilvanaGodoy/pixabay.com

Wer die Teufelshöhle in Pottenstein (Landkreis Bayreuth) noch nicht kennt, sollte das Erlebnis unbedingt bald nachholen. Eine Besichtigung gehört zum Pflichtprogramm bei einem Urlaub in der Fränkischen Schweiz.

Aufgrund des zahlreichen und gut erhalten gebliebenen Tropfsteinschmucks mit eindrucksvollen Stalagmiten und Stalaktiten gilt diese Tropfsteinhöhle als eine der schönsten Schauhöhlen in Deutschland. Wir haben die wichtigsten Infos für einen Ausflug zur Teufelshöhle zusammengestellt.

1. Tropfsteinhöhlen

Wie der Name schon vermuten lässt, handelt es sich um Höhlen in denen sich natürliche Tropfsteine befinden. Dabei gibt es zwei bekannte Arten von Tropfsteinen. Zum einen die Stalaktiten, die von der Höhlendecke in Richtung Boden wachsen.

(Dieser Beitrag erschien zuerst in der Sendung "Heimat der Rekorde" im BR Fernsehen)

Zum anderen die Stalagmiten, welche vom Boden zur Decke wachsen. Es kann vorkommen, dass sich über lange Zeit hinweg, ein Stalagmit und ein Stalaktit verbinden. Dann wird von einem Stalagnaten gesprochen.

Damit sich solche Gesteine bilden können, muss sich in diesen Höhlen ein im Wasser hoher Gehalt an gelösten Mineralien, oft handelt es sich dabei um Kalk, über die Zeit hinweg ablagern.

2. Die Teufelshöhle

Bei der Teufelshöhle in Pottenstein handelt es sich um eine natürliche Karsthöhle (Entstehung durch die Lösung von Kalkgestein). Sie ist etwa 100 Millionen Jahre alt. Das sogenannte "Höhlenportal" befindet sich circa 400 Meter über dem Normalnullpunkt und wird auch das "Tor zur Unterwelt" genannt. Denn der Höhleneingang ist 25 Meter breit und 14 Meter hoch und ist damit der größte Höhleneingang in Deutschland.

Durch die Erschließung der Höhle besteht diese nun aus mehreren großen Hallen, die durch stollenartige Gänge verbunden sind. Die Länge der Höhle beläuft sich insgesamt auf etwa 3 Kilometer. 800 Meter dieser Höhle können bei einer Führung erkundet werden.

Mit 140.000 Besuchern im Jahr gehört die Teufelshöhle zu den besucherstärksten Schauhöhlen in Europa. Zwar ist die Atta-Höhle in Attendorn (Nordrhein-Westfalen) noch wesentlich größer als Teufelshöhle. Von ihr können aber nur 500 Meter besichtigt werden, weshalb die Pottensteiner Teufelshöhle als die größte Schau-Tropfsteinhöhle Deutschlands gilt.

Vor kurzem wurde ein neuen Raum in der Teufelshöhle entdeckt. Er wird nun von Experten untersucht.

3. Wissenswertes für einen Besuch der Teufelshöhle

  • Adresse: Schüttersmühle 5, 91278 Pottenstein
  • Eintrittspreise (mit Führung): Erwachsene (ab 16 Jahren) 5 Euro, Kinder (4-15 Jahren) 3 Euro, Familienkarte (Eltern mit bis zu drei Kindern) 13,50 Euro
  • Dauer der Führung: Circa 45 Minuten
  • Öffnungszeiten: Sommersaison (30.03. - 3.11.) täglich von 09:00 Uhr bis 17:00 Uhr
  • Öffnungszeiten: Wintersaison (4.11. - 28.03.) sonntags von 11:00 Uhr bis 15:00 Uhr, Führungen um 11:00, 12:20, 13:40 und 15:00 Uhr

Zu beachten ist außerdem: Bei der Teufelshöhle handelt es sich um einen sensiblen Lebensraum, weswegen gewisse Verhaltensregeln verordnet werden. Es sollen weder Sachen liegen gelassen, noch Gestein mitgenommen oder zerstört werden. Auch jede Art von Lebewesen sollen in Ruhe gelassen werden.

Die Fränkische Schweiz bietet eine Vielzahl an Ausflugszielen an, wie zum Beispiel der Aufstieg auf den Berg Walberla.

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