• Würzburg entdecken: Unsere Empfehlungen für eine Städtereise
  • Sehenswürdigkeiten: Residenz, Hofgarten, Kirchen, Alte Mainbrücke
  • Baden, wandern, Aussicht genießen - Natur in der Stadt
  • Diese Cafés, Restaurants und Biergärten laden zum Verweilen ein

Ein lauer Sommerabend, ein Gläschen Wein in der Hand, im Hintergrund das sachte Rauschen des Mains, ringsherum grüne, mit Wein bewachsene Hänge, nach oben der Blick auf die fast tausendjährige Festung. Dieses Gefühl dürfen Urlauber*innen in der unterfränkischen Weinstadt genießen. Würzburg ist mit seinen 130.000 Einwohner*innen, von denen 25.000 Studierende sind, nicht nur ein geeignetes Ausflugsziel für einen Wochenendtrip, sondern auch jung und pulsierend. Wir haben uns Rankings angeschaut und bei Würzburger*innen nachgefragt, was du in dieser Stadt auf jeden Fall unternehmen solltest. Von den klassischen Sehenswürdigkeiten bis zu wahren Geheimtipps ist alles mit dabei. Auf eine entspannte Zeit an der Perle am Main!

Sehenswertes in Würzburgs Altstadt

Würzburg ist gerade noch so überschaulich, dass du es am besten zu Fuß erkundest. Gerade die Sehenswürdigkeiten lassen sich so gut erreichen. Aber auch auf dem Rad ist man sicher unterwegs. Eine der ersten Anlaufstellen ist sicherlich die Würzburger Residenz. Sie war das dritte deutsche Bauwerk, das zum UNESCO-Weltkulturerbe erklärt wurde. Obwohl Würzburg während des Zweiten Weltkrieges im März 1945 zu großen Teilen zerstört wurde, blieben das beeindruckende Treppenhaus, der Weiße Saal, der Kaiser- und der Gartensaal der Residenz erhalten. Über 40 Räume sind hier noch zu besichtigen. Für Besucher*innen ist die Residenz täglich von 9 bis 18 Uhr geöffnet. Der Eintritt kostet 9 Euro. Gerade im Sommer, wenn sich die volle Blumenpracht entfaltet, lohnt sich außerdem ein Spaziergang durch den zugehörigen Hofgarten.

Als Sitz des Bistums Würzburg kann die Stadt einige Kirchen bieten. Die Kirchtürme vom Dom St. Kilian, der Wallfahrtskirche Käppele und der Marienkapelle ragen über die Stadt. Ein Besuch lohnt sich im eindrucksvollen Stift Haug. Die Kirche in der Nähe des Bahnhofs zählt zu den Meisterstücken des fränkischen Barocks. Von außen erkennt man sie bereits an ihren zwei hohen Türmen und der großen Kuppel. Kunstliebhaber*innen ist das Kreuzigungsbild von Jacopo Tintoretto über dem Choraltar bekannt.

Niemand verlässt die Stadt, ohne ein Glas Wein auf der Alten Mainbrücke verkostet zu haben. Die oben beschriebene Tradition nennt sich Brückenschoppen. Die Alte Mainbrücke ist wohl der bekannteste und geselligste Treffpunkt in der Weinstadt. Diese Brücke in der heutigen Form besteht etwa seit dem 16. Jahrhundert. Aber schon 1120 soll hier die erste Steinbrücke über den Main geführt haben und war damit die erste Steinbrücke in ganz Deutschland. Wenn du Glück hast, wird die malerische Atmosphäre beim Brückenschoppen auch noch durch Straßenmusik begleitet. Hier findest du die Top 10 Sehenswürdigkeiten in Würzburg.

Das kannst du in Würzburg unternehmen

Neben einem Stadtrundgang hat Würzburg noch zahlreiche weitere Aktivitäten zu bieten. Wird es richtig warm, zieht es viele Bewohner*innen in die Sanderau ans Wasser. Das meist besiedelte Stadtviertel hat einige Zugangsstellen zum Fluss, die zum Baden einladen. Generell solltest du hier aber nur schwimmen, wenn du fit bist. Dort, wo auch andere Menschen baden, sollte es relativ sicher sein.

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Für Naturbegeisterte, die es eher aus dem Stadttrubel hinauszieht, ist ein Spaziergang durch die Weinberge empfehlenswert. Der Stein-Wein-Pfad oberhalb der Stadt hält auf verschiedenen Schautafeln Informationen über Würzburg und seine Geschichte bereit. Der Wanderweg führt dich auf vier Kilometern quer durch das Weinkulturerbe, den Würzburger Stein. Wer nicht weit gehen, aber trotzdem einen tollen Ausblick genießen will, kann den kürzeren Panoramaweg wählen. Ein Abstecher in die Weinberge lässt sich hervorragend mit einer Weinprobe verbinden. Ein Glas Wein ist beispielsweise auch bei einer öffentlichen Führung enthalten, die man online buchen kann. Für 15 Euro pro Person kannst du dich dabei über den Weinanbau schlaumachen.

Ein anderer toller Aussichtspunkt ist die Festung Marienberg. Wie wär es mit einem abendlichen Spaziergang hinauf, um den Sonnenuntergang anzuschauen? Wenn du schon eine Weile in Würzburg unterwegs warst, kannst du die Festung an der linken Mainuferseite nicht übersehen haben. Die Burg wurde 1201 gegründet und diente bis 1719 als Residenz der Würzburger Fürstbischöfe. Heute enthält sie das Museum für Franken, das über eine Sammlung fränkischer Kunstwerke und Zeugnisse fränkischer Weinkultur verfügt. Auch alte Wohnräume aus Zeiten der Fürstbischöfe können hier noch betrachtet werden. Wenn du mehr über die Festung erfahren willst, kannst du sonntags um 11 Uhr an einer 90-minütigen Führung durch ihre Außenanlage teilnehmen. Tickets können für 12 Euro hier erworben werden.

Trinken & Essen: kulinarische Empfehlungen

Braucht man zwischen den vielen Eindrücken und zurückgelegten Kilometern mal eine Pause, laden zahlreiche Cafés zum Verweilen ein. Mit 4,5 Sternen glänzt das Café Wunschlos Glücklich auf Trip-Advisor. Hier lässt es sich in einem gemütlichen Hinterhof bei Kaffee und Kuchen zur Ruhe kommen. Das liebevoll im Vintage-Stil eingerichtete Café hat von 9 Uhr bis 22 Uhr geöffnet und bietet neben süßen Waffeln auch vielfältige herzhafte Speisen an. Das Angebot ist für Vegetarier*innen und Veganer*innen geeignet.

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Gegen einen knurrenden Magen stehen in Würzburg vielfältige Restaurants zur Auswahl. Das Vrohstoff in der Theaterstraße bietet schnelle Küche vor allem für Veganer*innen und Menschen mit Glutenallergie an. Wer auf Tacos, Burritos, Fajitas oder Quesadillas steht, ist im Habanero's gleich um die Ecke gut aufgehoben. Fans von italienischer Küche werden in der Osteria Trio Gastronomie in der Spitalgasse oder bei La Piazetta in der Büttnerstraße fündig. Beide Restaurants sind aber sehr klein. Hier empfiehlt sich eine Reservierung. Alternativ kannst du dich auch mit deiner Pizza runter an den Fluss setzen. Fast Italien-Feeling.

Auch wenn Wein in Würzburg eine große Rolle spielt, gibt es in der Stadt natürlich auch Biergärten. Mit zünftiger Wirtshaustradition wartet nahe der Alten Mainbrücke der Biergarten Goldene Gans auf. Wer etwas alternativer unterwegs sein will, kann einen Besuch in der Waldschänke Dornheim wagen. Der Biergarten, der zu einer Diskothek gehört, ist unter der Woche ab 16 Uhr geöffnet. Samstag öffnet er ab 14 Uhr seine Pforten, sonntags schon ab 12 Uhr. Unter Kastanienbäumen findet man hier auch bei hohen Temperaturen einen schattigen Sitzplatz. Weitere Bars, um den Abend ausklingen zu lassen, findest du zur Genüge in der Sanderstraße und an der Juliuspromenade

Fazit: Lohnt sich die Fahrt nach Würzburg?

Man kann sagen, dass Würzburg wirklich alles hat, was man für einen Wochenendtrip braucht. Kunstliebhaber*innen werden in der Festung Marienberg oder im Stift Haug fündig, entspannte Urlauber*innen lädt die Altstadt zum Trödeln ein. Aktiv werden kann man nur wenige Meter aus dem Stadtkern heraus bei Wanderungen durch die Weinberge. Selbst im Hochsommer lässt es sich mit einem Bad im Main und einem kühlen Getränk im schattigen Hinterhof-Café gut aushalten. Und das war sicherlich noch nicht alles, was die Weinstadt zu bieten hat.

Übrigens: Wem die Füße nach drei Tagen irgendwann wehtun, der kann auch aufs Schiff umsteigen. Vom Alten Kranen aus fahren in der Hauptsaison mehrmals täglich Dampfer nach Veitshöchheim. Hier lädt der einstige Sommersitz der Würzburger Fürstbischöfe mit seinem schönen Rokokogarten zum Verweilen ein. Die Strecke hin und zurück kostet für Erwachsene 14 Euro. Eine Strecke dauert etwa 40 Minuten.

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