Durch die erneuten Verschärfungen der Bundesregierung zur Eindämmung des Coronavirus wurde seit Anfang November die Zahl der möglichen Freizeitaktivitäten wieder drastisch eingeschränkt. Leider kann man nun nicht mehr abends mit Freunden in ein Restaurant oder in eine Bar gehen und auch der Kino- oder Fitnessstudiobesuch muss in nächster Zeit leider ausfallen. 

Doch gerade in Franken gibt es noch einige schöne Möglichkeiten das kulturelle Angebot coronagerecht zu nutzen. In der Region gibt es viele Wallfahrtskirchen, die sowohl von außen als auch von innen ein ganz besonderes Erlebnis sind. Ursprünglich wurden sie gebaut, da an ihrem Standort in den vergangenen Jahrhunderten wundersame Phänomene beobachtet wurden. Die Kirchen zu besuchen lohnt sich sowohl für Christen als auch für Menschen, die mit Religion wenig anfangen können, denn die Bauwerke an sich sind meist sehr prachtvoll und imposant und liegen inmitten der schönen Natur Frankens, die anschließend zu einem Spaziergang einlädt. inFranken.de hat die neun schönsten Wallfahrtskirchen in der Region für Sie zusammengestellt. 

1. Basilika Vierzehnheiligen in Bad Staffelstein 

Nahe des oberfränkischen Bad Staffelstein im Landkreis Lichtenfels befindet sich die Basilika Vierzehnheiligen. Die im Jahr 1772 eingeweihte Wallfahrtskirche verbindet sowohl bauliche Elemente aus dem Rokoko als auch aus dem Barock und wurde von dem bedeutendem Architekten Balthasar Neumann entworfen. Auf dem heutigen Gelände der Basilika gab es im 15. Jahrhundert zwei wundersame Ereignisse: in den Jahren 1445 und 1446 sind einem Schäfer an dieser Stelle 14 Kinder erschienen. Gemäß der Legende sagten sie ihm, sie seien Helfer in der Not, die an diesem Ort gerne einen Ort zur Rast hätten. Anschließend verschwanden sie ganz plötzlich. Der Mann errichtete daraufhin an der Stelle dieser Begegnung ein Kreuz. Als kurz darauf eine erkrankte Frau an diesem Kreuz betete und plötzlich gesund wurde, pilgerten immer mehr Menschen an diesen heiligen Ort.

In den darauffolgenden Jahren wurde zunächst eine kleine Kapelle für die Wallfahrer errichtet. Aufgrund verschiedener Kriegsschäden an der Kapelle und eines immer größer werdenden Pilgeraufkommens wurde schließlich im 18. Jahrhundert  die heutige Basilika gebaut. Es wird gesagt, dass sogar schon Albrecht Dürer und Kaiser Friedrich III. die barocke Kirche für das Gebet aufsuchten. Neben dem prachtvollen Bauwerk laden auch die schönen Wanderwege in direkter Nähe zur Basilika zu einem Ausflug ein.

Auch für den kulinarischen Genuss ist gesorgt: Neben der Wallfahrtskirche finden Sie die Brauerei Trunk, die neben selbstgebrautem Bier auch leckere bayrische Brotzeiten anbietet. Die Gaststätte hat mittwochs bis sonntags von 10 bis 20 Uhr geöffnet und ist unter der Telefonnummer 09571 3499 erreichbar

  • Öffnungszeiten: 1. Mai bis 30. September: 6:30 Uhr bis 19 Uhr; 1. Oktober bis 30. April: 7:30 Uhr bis 17 Uhr
  • Adresse: Vierzehnheiligen 2, 96231 Bad Staffelstein 
  • Telefonnummer: 09571 950 80 

2. Basilika Gößweinstein in Gößweinstein

In der fränkischen Schweiz im Landkreis Forchheim befindet sich der größte Dreifaltigkeitswallfahrtsort Gößweinstein mit der gleichnamigen Basilika. Die barocke Kirche wurde wie die Basilika Vierzehnheiligen im 18. Jahrhundert von Balthasar Neumann entworfen. Doch die Wallfahrergeschichte geht mindestens bis auf das 16. Jahrhundert zurück; ein genauer Beginn kann aber bis heute leider nicht festgemacht werden, da die hierfür entscheidenden Dokumente während des Dreißigjährigen Krieges verloren gegangen sind.  

Innerhalb der Basilika gibt es neun Altäre, doch das wichtigste Kunstwerk von Gößweinstein ist das hölzerne Gnadenbild der Krönung Mariens durch die Dreifaltigkeit. Des Weiteren können die Besucher über einhundert lebensgroße Wachsfiguren und aufwendig gemalte Decken- und Wandfresken bewundern. Für alle Kunst- und Geschichtsbegeisterten, denen das noch nicht genug ist, gibt es nebenan ein etwa 300qm großes Wallfahrtsmuseum, in dem verschiedene Rosenkränze, Ablässe und Reliquien ausgestellt werden. 

Aufgrund der aktuellen Covid-19-Pandemie müssen Besichtigungen der Basilika Gößweinstein vorher telefonisch unter der unten stehenden Telefonnummer angekündigt werden. Weitere Informationen hierzu erhalten Sie auf der Website.  Ausführlichere Informationen zur Basilika sowie Tipps für Restaurants rund um das Gelände der Basilika erhalten sie hier

  • Adresse: Balthasar-Neumann-Straße 2, 91327 Gößweinstein
  • Telefonnummer: 09242 264

3. Wallfahrtskirche Mariä Heimsuchung und Schmerzhafte Muttergottes in Würzburg

Die Wallfahrtskirche Mariä Heimsuchung und Schmerzhafte Muttergottes überzeugt nicht nur durch ihre schöne Lage auf dem Nikolausberg inmitten der Würzburger Weinberge, sondern auch mit dem schönen Blick, den man von dort aus auf die Stadt hat. Das prachtvolle Bauwerk das im Volksmund auch Käppele genannt wird, kann kunsthistorisch sowohl dem Rokoko als auch dem Klassizismus zugeordnet werden und wurde ebenfalls von Balthasar Neumann entworfen. 

Bereits der Weg zur Kirche ist sehr eindrucksvoll, denn man läuft an 14 einzelnen kleinen Stationskapellen entlang. Auf dem Kirchengelände angekommen, können Sie gleich zwei Gotteshäuser besichtigen. Es gibt einerseits die kleinere Gnadenkapelle, die 1653 errichtet wurde. Der Grund für den Bau war, dass ein Junge im Jahr 1640 während des Dreißigjährigen Krieges an dieser Stelle eine Marienstatue aus Holz aufgestellt hat, die die heilige Maria mit ihrem toten Sohn Jesus Christus auf dem Schoß zeigt. Viele, vom Krieg geschundene Bürger kamen fortan auf den Nikolausberg, um bei der hölzernen Figur zu beten.  In den folgenden Jahren wurden dort unerklärliche Lichterscheinungen und Heilungen beobachtet, was die Menschen damals darauf schließen ließ, dass es sich hierbei um einen heiligen Ort handelte. Aufgrund der wachsenden Pilgerzahl entschied man sich im 18. Jahrhundert schließlich dafür, eine große Wallfahrtskirche direkt neben der Gnadenkapelle zu bauen. Sie wurde 1774 fertiggestellt und lockt seither sowohl Gläubige als auch Architekturbegeisterte aus der Region an.

  • Öffnungszeiten: Sommerzeit: 8 Uhr bis 18 Uhr, Winterzeit: 8 Uhr bis 16 Uhr
  • Adresse: Spittelbergweg 21, 97082 Würzburg
  • Telefonnummer: 0931 794 077 60 

4. Sandkirche in Aschaffenburg

Im Herzen der Aschaffenburger Innenstadt am Rande der Fußgängerzone befindet sich die Sandkirche, die umgangssprachlich auch Kapelle zur weißen Lilie genannt wird. Mit ihrer Lage ist sie ein guter Zufluchtsort, um der Hektik des Stadtlebens zu entfliehen. Auf dem heutigen Gelände der Kirche fand  im 14. Jahrhundert ein Schäfer eine Lilie am Boden. Er wollte sie ausgraben und fand dort, wo eigentlich ihre Wurzeln sein sollten, ein Bild der heiligen Maria und dem Leichnam ihres Sohnes. Das Bild wurde anschließend an dieser Stelle in einem Torbogen ausgestellt und wurde von vielen Pilgern besucht. Im 16. Jahrhundert wurde daher zunächst eine kleine Kapelle errichtet, die letztendlich im 18. Jahrhundert durch die heutige große Sandkirche ersetzt wurde

Die Kapelle zur Lilie ist ein imposanter Bau aus rotem Mainsandstein. Sie verbindet ebenso wie die Basilika Vierzehnheiligen Elemente aus dem Barock, genauer gesagt dem Spätbarock, und dem Rokoko. Das Herzstück der Kirche bildet das etwa 80 Centimeter große Gnadenbild aus Holz von Maria und Jesus. Neben diesem Kunstwerk können die Besucher aber auch barocke Deckenfresken bestaunen, die erst 1986 aufgrund eines Wasserschadens restauriert wurden. Derzeit finden zwar keine Gottesdienste statt, aber unter normalen Bedingungen ist die Sandkirche ein wichtiger Ort der Aschaffenburger Glaubensgemeinschaft, denn es gibt ein großes spirituelles Angebot. Dazu zählen beispielsweise tägliche Gottesdienste um 8:15 Uhr, Gruppen-Meditationen und monatliche stattfindende Andachtstage. 

  • Öffnungszeiten: Täglich von 9 Uhr bis 17 Uhr
  • Adresse: Betgasse 1, 63739 Aschaffenburg
  • Telefonnummer: 06021 224 20

5. Wallfahrtskirche Maria vom Sieg in Greßhausen

Im Landkreis Haßberge, genauer gesagt in Greßhausen, befindet sich die Wallfahrtskirche Maria vom Sieg.  Die Legende besagt, dass an ihrem Standort vor rund 400 Jahren eine große Linde stand, unter der sich die Gläubigen aus Greßhausen regelmäßig zu Gottesdiensten trafen. Eines Tages hörten sie während einer Andacht plötzlich Gesang, der von diesem Baum zu kommen schien. Nachdem dieses wundersame Phänomen immer öfter auftrat, entschied sich die Gemeinschaft dazu, die Linde näher zu untersuchen. Dabei fanden sie in einem inneren Hohlraum ein Marienbild, das die Jungfrau mit ihrem toten Sohn Jesus Christus zeigt. Um dem Bild einen standesgemäßen Standort zu verleihen, wurde an genau dieser Stelle im 15. Jahrhundert die heutige Kirche Maria vom Sieg  gebaut, in der das Bild bis heute ausgestellt wird. 

In den folgenden Jahrhunderten entwickelte sich Greßhausen daher zusehends zu einem beliebten Wallfahrtsort. Dies ist sicherlich nicht nur auf das auf wunderliche Weise gefundene Marienbildnis, sondern auch auf das prachtvolle Bauwerk zurückzuführen. Die Kirche ist ein klassizistischer Bau mit Elementen aus der Neuromantik. Im Inneren finden Sie drei prachtvoll geschmückte Altäre mit Figuren von verschiedenen Heiligen wie beispielsweise dem Heiligen Jakobus oder auch dem Evangelisten Johannes. Des Weiteren können die Besucher viele prachtvolle Wand- und Deckengemälde bewundern. Im Anschluss an die Besichtigung können Sie einen schönen Spaziergang von Greßhausen in das nahegelegene Ottendorf machen. Dieser ist besonders aufgrund des schönen Blicks über das Maintal zu empfehlen. Um Ihrem Ausflug einen schönen Abschluss zu geben, könneen Sie in Ottendorf im Hotel-Gasthof Zur Linde  gutbürgerliche Küche genießen. Die Wirtschaft hat montags bis samstags von 17 bis 21 Uhr und sonntags von 11 bis 14 Uhr geöffnet. Donnerstag ist Ruhetag. Telefonisch erreichen sie das Restaurant unter 09727 91010. 

Im Oktober 2020 wurde festgestellt, dass es an der Kirche bauliche Mängel gibt. Derzeit ist noch nicht absehbar bis wann Maria vom Sieg geschlossen bleiben wird. Das zuständige Pfarrheim Obertheres geht aber davon aus, dass die Renovierungsarbeiten mindestens bis Ende des Jahres dauern werden. Gottesdienste werden derzeit im Freien abgehalten.

  • Öffnungszeiten: derzeit geschlossen (Stand: November 2020)
  • Adresse: Kirchgasse 4, 97593 Gädheim-Greßhausen
  • Telefonnummer: 09521 8249

6. Pfarr- und Wallfahrtskirche Hessenthal in Mespelbrunn

Im unterfränkischen Mespelbrunn (Landkreis Aschaffenburg) befindet sich die Pfarr- und Wallfahrtskirche Hessenthal. Das Bauwerk besteht aus drei Teilen: der spätgotischen Kapelle und der Gnadenkapelle, die beide aus dem 15. Jahrhundert stammen, sowie dem Anbau aus dem 20. Jahrhundert. Die Legende besagt, dass sich an diesem Ort zwei Männer über die Existenz von Wundern stritten als sie plötzlich unter einem Haselnussstrauch ein Marienbild fanden. Da ihm eine Wunderwirkung nachgesagt wurde, stellte man das Bild in einer nahegelegenen Kapelle aus, wo es fortan verehrt wurde. Zwar ist das Original über die Jahre verloren gegangen, doch auch die detaillgetreue Nachahmung des Werkes schien eine ähnliche Wirkung zu haben. So wird berichtet, dass ein totes Kind nach einem Gebet zu diesem Marienbild wiederbelebt werden konnte und dass eine taube Frau nach dem Gebet auf wundersame Weise ihr Gehör zurückerlangt hat. 

Besonders während der Zeit der Industrialisierung wurde die Kirche zu einem beliebten Ziel bei Wallfahrern. Dies ist mit hoher Wahrscheinlichkeit nicht nur auf die Legende um die Wunder zurückzuführen, sondern auch auf die prachtvolle Kirche selbst. So wurden nicht nur spätgotische Elemente verbaut, sondern man findet Elemente aus allen Epochen in der von Tageslicht durchfluteten Wallfahrtskirche. Im Anschluss an eine Besichtigung der Kirche können Sie an dem nahegelegenen Fluss Elsava einen ausgedehnten Spaziergang in der Natur genießen.

  • Öffnungszeiten: Täglich von 9 Uhr bis zum Einbruch der Dunkelheit, derzeit bis etwa 16:30 Uhr
  • Adresse: Hauptstraße 42, 93875 Mespelbrunn
  • Telefonnummer: 06092 277

7. Wallfahrtskirche Maria zum rauen Wind in Kälberau

Im Tal des Berges Hahnenkamm am Rande des Spessarts in Unterfranken befindet sich inmitten von malerischen Weinbergen die Stadt Alzenau. In ihrem Stadtteil Kälberau ist die Wallfahrtskirche Maria zum rauen Wind angesiedelt. Das Gotteshaus ist ein besonderer Hingucker, da es sich hierbei um eine Doppelkirche handelt: der eine Teil stammt aus dem 14. Jahrhundert, der andere, ein Neubau, aus den 1950er-Jahren.

Doch nicht nur die Bauzeiten stehen in einem starken Kontrast, auch die Inneneinrichtung könnte gegensätzlicher nicht sein. Während das etwa 600 Jahre alte Bauwerk im gotischen Stil im Innern eher in dunklen Tönen gehalten ist, erstrahlt der Neubau in sehr hellen Farben und ist mit Tageslicht durchflutet. Das Herzstück der Kirche  ist eine vergoldete Marienstatue aus der Gotik, die die heilige Jungfrau Maria mit ihrem Sohn Jesus im Arm zeigt. Die Figur wurde wohl im 14. Jahrhundert unter einem Holunderbusch gefunden und wurde zunächst außerhalb der Kirche aufgestellt. Da es aufgrund der Tallage in der Stadt häufig zu sehr rauen Winden gekommen ist, in dessen Folge häufig die Weinernte kaputt gegangen ist, sollte die Statue als Schutzpatron dienen und den Wind abhalten. 

Die Wallfahrtskirche Maria vom rauen Wind ist eine imposante Kombination aus alt und neu, hell und dunkel und lädt zu einer ausgiebigen Besichtigung mit einem anschließenden Spaziergang durch die Weinberge ein. Aber auch all Diejenigen, die es etwas flacher mögen, können die schöne Natur der Region genießen, denn zwischen Alzenau und Kälberau gibt es einen zwei Kilometer langen Wanderweg, an dessen Ende die Burg Alzenau liegt. Am Rande des Weges können Besucher verrschiedene barocke Monumente bestaunen, die christliche Motive wie beispielsweise Jesus in einem Tempel oder auch die Flucht von selbigem und seiner Mutter Maria nach Ägypten abbilden. 

  • Öffnungszeiten: Sommerzeit: 9 Uhr bis 18 Uhr; Winterzeit: 9 Uhr bis 17 Uhr
  • Adresse: Michelbacher Straße 14, 63755 Alzenau-Kälberau
  • Telefonnummer: 06023 1354

8. Wallfahrtskirche Maria im Weingarten in Volkach 

Im Landkreis Kitzingen, genauer gesagt in dem Ort Volkach, befindet sich die Kirche Maria im Weingarten. Das auf dem Kirchberg gelegene spätgotische Gotteshaus wurde im 15. Jahrhundert erbaut und gehört zu einer der ältesten Pfarreien der Mainschleifen-Region. 

Das Herzstück der Kirche bilden eine Pietà aus Holz, eine Figur, die die junge Maria mit der Leiche ihres verstorbenen Sohnes auf dem Schoß zeigt, und die Madonna im Rosenkranz, eine Holzarbeit von Tilman Riemenschneider, einem der bedeutendsten Holzschnitzer in der Zeit des Übergangs zwischen der Spätgotik und der Renaissance. Die Figur stammt aus dem 16. Jahrhundert und ist etwa 1,80 Meter groß. Ähnlich wie das Käppele in Würzburg ist auch der Weg zur Kirche Maria im Weingarten beeindruckend: Man läuft vom Parkplatz aus zwischen den Weinbergen hinauf zur Kirche. Am Wegesrand können Sie dabei verschiedene christliche Stationsbildnisse aus dem 19. Jahrhundert bewundern.

Aufgrund des erneuten Lockdowns der Bundesregierung ist die Kirche ab November 2020 bis auf Weiteres geschlossen. 

  • Öffnungszeiten: März & November: Freitag, Samstag und Sonntag von 10 bis 17 Uhr; April bis Oktober: täglich von 10 bis 17 Uhr; Dezember bis Februar: geschlossen
  • Adresse: Kirschbergweg 20, 97332 Volkach
  • Telefonnummer: 09381 2476

9. Wallfahrtskirche St. Veit in Veitsbronn

Im mittelfränkischen Landkreis Fürth befindet sich die kleine Gemeinde Veitsbronn. Auf einem Hügel direkt im Zentrum steht die evangelische Wallfahrtskirche St. Veit. Das barocke Gotteshaus aus Sandstein gilt schon seit seinem Bau im 14. Jahrhundert als beliebte Wallfahrtskirche für Protestanten und Katholiken. Im Innern gibt es zwei eindrucksvolle Altäre. Einer davon ist gleichzeitig das Herzstück der Kirche: Hierbei handelt es sich um einen Marienaltar mit einer großen Figur von Maria mit ihrem Sohn. Die Statue ist dabei von vier imposanten Bildern der Heiligen umrahmt. 

Neben diesem prachtvollen Kunstwerk können Sie noch einige weitere Kunstschätze im Innenraum der Wallfahrtskirche bewundern: Dazu zählen beispielsweise malerische Fresken and den Wänden und der Decke. Zu St. Veit gelangt man über eine Treppe mit 107 Stufen direkt vom Zentrum des kleinen Ortes. Neben dieser Treppe entspringt eine Wasserquelle, die ebenso wie das Gotteshaus selbst, dem Heiligen St. Veit geweiht wurde. Dem Wasser wird eine heilende Wirkung bei Mensch und Tier nachgesagt. 

  • Öffnungszeiten: zwischen Ostern und dem Reformationstag: täglich von 9 bis 17 Uhr
  • Adresse: St.-Veit-Weg 2, Veitsbronn
  • Telefonnummer: 0911 977 940 30

Weitere beliebte Wallfahrtskirchen in  der Region, die sich sehr gut für einen Wochenendausflug eignen, sind in Glosberg im Landkreis Kronach, Marienweiher im Landkreis Kulmbach und im Landkreis Bamberg auf dem Senftenberg und in Schlüsselau.