• Warum ist der Naturpark Steigerwald so einzigartig? 
  • Wo liegen gute Ausflugsziele
  • Was kann man dort erleben
  • Welche Tier- und Pflanzenarten gibt es in der Region? 
  • Wie kann jeder Besucher zum Erhalt des Waldes beitragen? 

Der Naturpark Steigerwald feiert dieses Jahr seinen 50. Geburtstag. Seit einem halben Jahrhundert können Besucher die Region auf Wanderwegen, in Erlebniszentren oder bei geführten Touren hautnah kennenlernen. Hier erfährst du, was sich im Naturpark alles entdecken lässt - und weshalb sich ein Besuch lohnt. 

Warum ist der Naturpark Steigerwald so einzigartig?

Gegründet 1971 in Ebrach ist der Naturpark Steigerwald einer von heute über 100 Naturparks in Deutschland. Zweck solcher Flächen ist es, ländliche Regionen für Erholung und Naturschutz starkzumachen. Umgesetzt wird dieses Vorhaben sowohl durch die Förderung eines nachhaltigen Tourismus als auch durch die Kooperation mit Bildungseinrichtungen

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Natur und Mensch reichen sich im Steigerwald auf verschiedenste Art und Weise die Hand. Durch ehrenamtliche Projekte, einen Blog, Tourismuszentren und vieles mehr regt der Naturpark seine Besucher dazu an, sich aktiv und kreativ mit dem Wald auseinanderzusetzen. Auf diese Weise schärft sich das Bewusstsein für die facettenreiche Artenvielfalt - und die Freude daran, die Region immer wieder neu zu entdecken. 

Denn der Naturpark leistet einen wichtigen Beitrag zum Erhalt vieler seltener Tiere und Pflanzen, die nur noch an wenigen Stellen Deutschlands anzutreffen sind.  

Wo liegen gute Ausflugsziele?

Besonders in den letzten Jahren ist die touristische Infrastruktur des Naturparks enorm gewachsen. Inzwischen gibt es an vielen Ecken Hotspots, Erlebnisorte und Wanderwege, die zu einem Ausflug in den Steigerwald einladen. 

  • Sehenswert ist beispielsweise der Baumwipfelpfad in der Nähe von Ebrach. Auf einer sicheren Holzplattform kannst du dort über den Gipfeln des Waldes spazieren gehen und einen atemberaubenden Panoramablick genießen. 
  • Ganz in der Nähe befindet sich das Steigerwaldzentrum Handthal. Dort gibt es neben einem  vielfältigen Ausstellungsangebot auch eine Forschungsstelle sowie Veranstaltungen für Jung und Alt.
  • Weitere Natur- und Umwelteinrichtungen wie das Umweltbildungszentrum Oberschleichach oder das Flatterhaus Hellmitzheim, welches sich dem Leben der Fledermäuse widmet, informieren über die Natur im Steigerwald. 
  • Der Naturpark wird von einem Netzwerk aus Wanderwegen durchzogen. Um herauszufinden, welche Strecken und Zielorte für dich infrage kommen, kannst du dir auf steigerwaldtourismus.com eine ganz persönliche Route erstellen. 
  • Ein Highlight ist außerdem der Steigerwald-Panoramaweg. Fast wie eine kleine Version des Jakobswegs führt er auf einer Länge von 160 Kilometern von Bamberg nach Bad Windsheim. Mit neun Etappenzielen leitet er Wanderer durch die vielfältige fränkische Landschaft an den sehenswertesten Orten des Naturparks vorbei. 

Ganz schön viele Ausflugsmöglichkeiten, oder? Auch der Förster des Steigerwaldzentrums, Andreas Leyrer, kann sich nur schwer für einen Lieblingsort entscheiden. "Es gibt so viele tolle Plätze", schwärmt er. Trotzdem verrät er uns drei der für ihn persönlich schönsten Ecken des Steigerwalds: eine Methusalem-Buche, die Aussichtsstelle an der Ruine Stollburg und eine Bank am Franziskusweg

Was kann man im Naturpark Besonderes erleben?

Möchtest du mehr über das touristische Angebot erfahren oder den Wald mit jemandem besichtigen, der sich darin auskennt? Dann hilft dir das Personal des Naturparks sicher weiter! Drei Naturpark-Ranger und sieben Naturparkführer sind das Bindeglied zwischen Mensch und Natur. Sie zeigen dir die Highlights und Geheimecken der Region und wissen, worauf man bei einem Besuch achten sollte. 

Auch auf Veranstaltungen kannst du den Naturpark kennenlernen. Von Gruppenausflügen über Waldbaden bis hin zu Regionalmärkten, Kindergeburtstagen oder Schulführungen ist jedem etwas geboten. Für dich ist bestimmt auch etwas dabei! 

Übrigens: Sogar von Zuhause aus lässt sich der Naturpark Steigerwald entdecken. Neben dem breiten Ausstellungs- und Veranstaltungsspektrum gibt es auf der Homepage auch Angebote für Kinder. Mit Rätseln rund um Flora und Fauna oder einem Malwettbewerb können die sogenannten "jungen Naturparkentdecker" spielerisch die Natur kennenlernen. 

Tiere und Pflanzen

Mit rund 1280 km2 Fläche bietet der Naturpark Steigerwald ein Zuhause für zahlreiche Tier- und Pflanzenarten. Inner- und außerhalb von Naturschutzgebieten oder Naturwaldreservaten können bedrohte Arten ihren Bestand regenerieren - wie beispielsweise die Gelbbauchunke. Auf sie wird im Rahmen eines Schutzprogramms besonders Rücksicht genommen. Auch andere seltene Waldbewohner (zum Beispiel Schwarzstorch, Eisvogel oder fast tausend Schmetterlingsarten) fühlen sich im Steigerwald heimisch. Einige von ihnen, etwa der Hirschkäfer oder der Eremit (die beide zu den größten Käferarten Europas gehören), leben und ernähren sich von bewusst stehen- und liegengelassenem Totholz. 

Anders als der Name vielleicht vermuten lässt, sind solche abgestorbene Bäume voller Leben: In ihnen finden Insekten Unterschlupf und darüber hinaus versorgen sie den Waldboden mit wertvollen Nährstoffen. Auf diese Weise können wiederum andere Baumarten des Steigerwalds wachsen. Zu den häufigsten Laubbäumen zählt die Rotbuche, die auf nur 3 Prozent der bayrischen Landesfläche bestandsbildend verwurzelt ist.  

Damit ist der Naturpark Steigerwald nicht nur für den Menschen, sondern auch für die Tier- und Pflanzenwelt ein wichtiger Erholungsort. 

Wie sollte man sich bei einem Besuch im Wald verhalten?

Damit der Wald auch in Zukunft erhalten bleibt, müssen bei einem Besuch einige Regeln beachtet werden: 

  • Auf ausgewiesenen Wegen bleiben 
  • Keine Pflanzen pflücken 
  • Keine Tiere stören 
  • Hunde an der Leine halten 
  • Müll wieder mitnehmen
  • Einrichtungen des Naturparks (zum Beispiel Sitzbänke oder Infotafeln) nicht beschädigen 

Was nach vielen Vorschriften klingt, lässt sich eigentlich in einem Satz zusammenfassen: Gehe rücksichtsvoll mit der Natur um. Im Gegenzug dafür wird sie dir auch in Zukunft einen Ort zum Entspannen und Entdecken bieten.

Fazit

Auf der großen Fläche des Naturparks Steigerwald kommen sich Wald und Mensch so nah wie fast nirgendwo sonst in Franken. Das vielfältige touristische Angebot nimmt dich bei einem Besuch an die Hand und zeigt dir über Wanderwege, Informationszentren oder kreative Projekte die Artenvielfalt des Steigerwalds. Dadurch kannst du dich im Naturpark nicht nur von deinem Alltag erholen, sondern erlebst aus erster Hand, weshalb es sich lohnt, den Wald zu entdecken und zu schützen. 

 

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