• Ausflüge mit der Bahn: Diese Ziele in Bayern empfehlen wir - jetzt das 9-Euro-Ticket nutzen
    • Der Kochelsee in Oberbayern
    • Die Fuggerstadt Augsburg
    • Forchheim, das Tor zur Fränkischen Schweiz
    • Bayerisch Eisenstein an der tschechischen Grenze

Da gibt es die berühmten Touristenziele in Bayern, die du mit dem 9-Euro-Ticket besuchen kannst: Schloss Neuschwanstein, die Landeshauptstadt München, Nürnberg mit der Kaiserburg, das Echo am Königssee, Bayreuth mit seinem Festspielhaus. Doch wir zeigen dir diesmal weniger bekannte Ziele: Entdecke Neues abseits der ausgetretenen Pfade. Lass dich inspirieren.

Kunstgenuss und Wasserspaß am Kochelsee

Der Kochelsee liegt am Alpenrand, etwa 70 Kilometer von München entfernt. Du erreichst ihn vom Münchner Hauptbahnhof stündlich mit der Werdenfelsbahn. Nach gut einer Stunde Fahrtdauer steigst du am Bahnhof Kochel aus. Der See ist wunderbar gelegen und bietet Bergpanorama, Badefreuden und Kunst.

Die wunderschöne Landschaft am Kochelsee inspirierte den berühmten Maler Franz Marc, der hier Ruhe vom Münchner Großstadtleben suchte. Auch andere Künstler*innen aus der Gruppe "Der Blaue Reiter" wie Wassily Kandinsky, Gabriele Münter oder August Macke verbrachten viel Zeit hier. Die Gegend zwischen Murnau und Kochel wird daher oft auch als "blaues Land" bezeichnet.

Du kannst direkt ab Bahnhof Kochel am See einen etwa vier Kilometer langen „Franz Marc Kunstspaziergang“ beginnen. Mit der Smartphone-App der Touristeninformation Kochel hast du einen Audioguide dabei. Die App funktioniert offline und ist kostenfrei im App- und Play-Store verfügbar. Der Weg führt dich zunächst zur Kohlleite, einem Aussichtspunkt. Du spazierst weiter durch den Ortskern, das historische Fischerviertel und kommst am Grab Franz Marcs vorbei. Schließlich gelangst du über den Seeweg zu Fuß ans Ufer des Kochelsees.

Franz Marc und Freizeitbad

Ein Besuch im Franz Marc Museum bietet sich an. Dorthin sind es vom Bahnhof 15 Minuten Fußweg. Oder du nimmst den Bus 9608 Richtung Garmisch-Partenkirchen. Die Adresse des Museums: Franz Marc Park 8-10.  Geöffnet ist im Sommer von Dienstag bis Sonntag und an Feiertagen von 10 bis 18 Uhr. Der Eintritt für Erwachsene beträgt 9,50 Euro, für Kinder/Jugendliche von 7 bis 16 Jahren 3,50. Du kannst auch Kombitickets für das Museum und eine Schiffsrundfahrt auf dem Kochelsee bekommen.

Die besten Unterkünfte in Kochel am See - Info & Buchung

Wer keine Lust auf Kunst hat, macht nur die Schifffahrt, leiht sich ein Tretboot- oder Ruderboot oder macht einen Spaziergang am See. Auch Schwimmen oder Wassersport sind am Kochelsee möglich. Ein besonderes Badevergnügen mit Ausblick auf die bayerischen Alpen genießt du im Freizeitbad „Kristall trimini“ am Seeweg 2, direkt am Seeufer. Es hat einen Innen- und Außenbereich und bietet Kinderbecken, Rutsche, Sprungturm und einen Zugang zum See mit Strand.

Das Freizeitbad ist Montag bis Freitag zwischen 10 und 21 Uhr geöffnet, am Samstag und Sonntag sogar schon ab 9 bis 21 Uhr. Eine Tageskarte kostet für Erwachsene 22 Euro, für Kinder zwischen 6 und 15 Jahren 11 Euro. Kinder unter 6 Jahren können für 1,50 Euro baden. Vom Bahnhof gehst du 20 bis 30 Minuten bis zum Bad. Auch die Buslinien 9613 oder 9611 bringen dich in wenigen Minuten zur Haltestelle "Loisachbrücke Trimini". 

Augsburg: Auf nach Schwaben zu den Fuggern

Augsburg ist, nach München und Nürnberg, die drittgrößte Stadt Bayerns. Von München bist du mit dem Regionalzug in etwa einer Dreiviertelstunde am Augsburger Hauptbahnhof, von Nürnberger Hauptbahnhof in etwa zwei Stunden, von Kempten aus in gut einer Stunde. Die Altstadt ist überschaubar und du kannst viel zu Fuß entdecken. Es gibt aber auch ein gut ausgebautes Netz von Straßenbahnen und Bussen.

Die besten Unterkünfte in Augsburg - Info & Buchung

Die Stadt war einst Sitz der reichen und mächtigen Kaufmannsfamilie der Fugger. Davon kannst du heute noch zahlreiche Spuren entdecken. Eine der bekanntesten Augsburger Sehenswürdigkeiten ist die Fuggerei.  Sie ist die älteste noch existierende Sozialsiedlung der Welt, 1521 von Jakob Fugger gestiftet. In den Häusern und Wohnungen leben noch heute bedürftige Augsburger*innen katholischen Glaubens für eine Jahreskaltmiete von 0,88 € und täglich drei Gebeten. Die Museen in der Fuggerei und eine historische Wohnung kannst du von April bis September täglich von 9 bis 20 Uhr besichtigen. Tickets gibt es direkt am Eingang, die Familienkarte kostet 12 Euro. Ein Stadtspaziergang von etwa 20 Minuten bringt dich vom Hauptbahnhof zur Fuggerei.  Unterwegs kommst du am sehenswerten Rennaissance-Rathaus mit dem goldenen Saal vorbei. Nur wenige hundert Meter davon entfernt befindet sich das Geburtshaus des Dichters Bertolt Brecht im Lechviertel: Brechthaus, Auf dem Rain 7, Öffnungszeiten: Dienstag bis Sonntag 10 bis 17 Uhr. Das Lechviertel, ein altes Handwerkerviertel, mit verwinkelten Gassen, kleinen Ladengeschäften und vielen Kanälen heißt auch „Klein-Venedig“ und lädt zum Bummeln ein.

Hier noch zwei Tipps, speziell für Familien: Im denkmalgeschützten Heilig-Geist-Spital, Spitalgasse 15, befindet sich die berühmte Augsburger Puppenkiste. Willst du hier eine Marionettentheater-Aufführung erleben, solltest du die Karten allerdings langfristig buchen. Die Vorstellungen sind sehr beliebt. Im Augsburger Puppentheatermuseum kannst du Mittwoch bis Sonntag von 12 bis 18 Uhr bekannte Figuren treffen: das Urmel, Jim Knopf und Lukas den Lokomotivführer, den kleinen König Kalle Wirsch und viele andere. Einen eigenen Tagesausflug wert ist auch der abwechslungsreich gestaltete Augsburger Zoo am Brehmplatz 1. Du erreichst ihn mit dem Bus Nr. 32, der alle 15 Minuten vom Hauptbahnhof bis zur Endhaltestelle „Zoo/Botanischer Garten“ fährt. Der Tierpark ist täglich ab 9 Uhr geöffnet. Im Juni, Juli und August schließt er um 18.30 Uhr. Erwachsene zahlen 13 Euro, Kinder von 3 bis 15 Jahren 7 Euro. Familien- und Gruppenkarten gibt es auch.

Eine Tour nach Forchheim und in die Fränkische Schweiz

Mach doch mal einen Ausflug nach Forchheim (Oberfranken), eine der ältesten Städte Frankens. Die Stadt liegt auf der Bahnstrecke Nürnberg-Bamberg. Der Bahnhof Forchheim ist mit dem Regionalzug von Bamberg aus in 20 Minuten, von Nürnberg aus in etwa 30 bis 40 Minuten erreichbar. Spaziere durch die historische Altstadt mit ihren typisch fränkischen Fachwerkhäusern und dem Fachwerk-Rathaus.

Die besten Unterkünfte in der Fränkischen Schweiz - Info & Buchung

Auch hier gibt es ein "Klein-Venedig": Zwischen Spitalkirche und der Brücke in der Vogelstraße liegen die Gebäude direkt am Fluss Wiesent. Die Balkone sind hier auf Pfähle gebaut, die auf dem Grund der Wiesent verankert sind. Typisch sind die am Ufer zu findenden Fischkästen, in denen gefangene Fisch aufbewahrt werden. Die fürstbischöfliche Festungsanlage Forchheims wurde 1552 erbaut.

Du kannst sie mit ihren Bastionen und eindrucksvollen Mauern besichtigen, eine Festungsanlagen-Tour wird angeboten. Der umliegende Stadtpark lädt zum Erholen ein.

Auf die Keller

Unbedingt folgen solltest du der Forchheimer Aufforderung "Nauf auf die Keller". Die Stadt hat, wie ihre Nachbarstadt Bamberg, eine lange Bierbrau-Traditon. Mit 23 Bierkellern auf einer Fläche von rund 20.000 Quadratmetern ist der Forchheimer Kellerwald eigentlich ein riesiger Biergarten. Du bekommst hier auch Schäuferla, Fischspezialitäten oder ein Urrädla. Letzteres ist ein süßes Schmalzgebäck und eine Spezialität der Region. Ein kühles Bier und preiswerte fränkische Gerichte runden deinen Forchheim Besuch ab. Und da du mit dem Zug gekommen bist, hindert dich nichts daran, noch ein zweites Bier zu probieren.

Bierkellersaison ist von April bis Oktober und du kannst auch bei einer Führung durch die Felsenkeller dabei sein.

Forchheim ist das Eingangstor zur Fränkischen Schweiz. Stündlich fährt die Regionalbahn von hier nach Ebermannstadt. Hier ist der ideale Ausgangspunkt für große und kleine Wanderungen. Oder fahre mit der Dampfbahn Fränkische Schweiz sonn- und feiertags (gegen Aufpreis) nach Beringersmühle und genieße die Landschaft ganz gemütlich.

Für echte Eisenbahn-Fans: Bayerisch Eisenstein

Mit der Waldbahn kannst du mit dem 9-Euro-Ticket in den Bayerischen Wald fahren. Nimm die Bahnstrecke von Plattling – Deggendorf – Regen – Zwiesel – bis Bayerisch Eisenstein. Bayerisch Eisenstein liegt an der tschechischen Grenze, am Fuß des Berges Großer Arber. Hier im Natur- und Nationalpark Bayerischer Wald findest du viel Natur, Wandergebiete und Erholung. Das beschauliche Bayerisch Eisenstein ist auch für Eisenbahn-Fans ein interessanter Ort. Der 2017 prämierte Grenzbahnhof ("schönster Tourismusbahnhof Deutschlands") offeriert dir eine Bahnhofs-Erlebnisallee mit Museen. Hier findest du das Europäische Fledermauszentrum, ein Skimuseum, eine interaktive Ausstellung zum Großen Arber und: eine riesige Modelleisenbahnanlage. Im 2. Obergeschoss der NaturparkWelten erfährst du in der Ausstellung "Höchste Eisenbahn" die Geschichte des Eisenbahnbaus in den Jahren 1872 bis 1877. Geöffnet ist derzeit Mittwoch bis Sonntag von 9.30 bis 16.30 Uhr. In den bayerischen Ferien und zwischen Juli und Oktober ist täglich geöffnet. Das Restaurant "Vo’Gunders" im Grenzbahnhof serviert dir Essen und Getränke im historischen Wartesaal 1. Klasse aus dem Jahre 1877 (Montag und Dienstag ist Ruhetag).

Die besten Unterkünfte im Bayerischen Wald - Info & Buchung

Im Localbahnmuseum Bayerisch Eisenstein tauchst du ein in die Welt der Zugfans. Hier genießen Dampf- und Diesellokomotiven, historische Wagen, Draisinen und Eisenbahnzubehör aus verschiedenen Zeiten ihren Ruhestand. Das Museum erreichst du zu Fuß in fünf Minuten vom Grenzbahnhof. Es ist in der Bahnhofstraße 44 in einem ehemaligen Lokomotivschuppen zu Hause. Geöffnet ist vom 20. bis zum 30. Juni 2022 jeweils mittwochs bis sonntags 10 Uhr bis 16 Uhr. Im Juli und August 2022 dann täglich bis 17 Uhr. Erwachsene zahlen 7 Euro, Kinder 4 Euro.

Ein weiteres lohnendes Ziel mit der Waldbahn: Viechtach. Die Strecke Gotteszell – Teisnach – Viechtach wird auch "Bayerisch Kanada" genannt und gilt als eine der landschaftlich schönsten Zugstrecken Deutschlands.

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