Schneeberg
Ausflug

Der höchste Berg des Fichtelgebirges: Vom Schneeberg aus die Fernsicht genießen

Er ist der höchste Berg des Fichtelgebirges: Der Schneeberg mit seinem Gipfel im Landkreis Wunsiedel. Im Sommer wie im Winter ist er für Wanderer ein beliebtes Ausflugsziel.
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Neben dem ehemaligen Bundeswehrturm  auf dem Schneeberg: Auf dem hölzernen Aussichtsturm "Backöfele" kann bei gutem Wetter die Aussicht über das Fichtelgebirge genossen werden. Foto: Ramona Schirner/infrankenpix.de
Neben dem ehemaligen Bundeswehrturm auf dem Schneeberg: Auf dem hölzernen Aussichtsturm "Backöfele" kann bei gutem Wetter die Aussicht über das Fichtelgebirge genossen werden. Foto: Ramona Schirner/infrankenpix.de

Der Schneeberg ist mit 1051 Metern über dem Meeresspiegel nicht nur der höchste Berg im Fichtelgebirge, sondern sogar in ganz Nordbayern. Dank seiner Höhe hatte der Berg schon immer eine wichtige strategische Rolle in der Geschichte Nordbayerns gespielt und gilt als eines der beliebtesten Ziele der Wanderer im Fichtelgebirge.

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Geschichte um den Schneeberg

Die erste Besteigungsanlage für den Felsgipfel des Schneebergs wurde 1879 vom Vorgängervereins des Fichtelgebirgsvereins errichtet. Nach dem zweiten Weltkrieg wurde der Gipfel des Schneebergs vom amerikanischen Militär genutzt. Es errichteten Gebäude und Antennen zur Kommunikation.

1961 ging das Gelände an die deutsche Bundeswehr und wurde militärisches Sperrgebiet. Erst seit 1996 besteht wieder freier Zugang zum Gipfel des Schneebergs, nachdem der Landkreis Wunsiedel das Gelände gekauft hatte.

Das große und kleine "Backöfele"

Beliebte Anlaufstelle für Wanderungen auf dem Schneeberg ist eine besondere Felsformation auf dem Gipfel, die dank ihrer Form "Backöfele" genannt wird. Sie erinnert an die mittelalterlichen Holzöfen, die es frühen in fast jedem Haushalt gab. Auf dem Felsen steht ein hölzerner Aussichtsturm, von dem aus sich ein beeindruckender Blick auf das Fichtelgebirge bietet. Bei gutem Wetter reicht die Fernsicht bis ins Elster- und Erzgebirge.

Entstanden ist die große Formation des "Backöfele" im Jahr 1498 durch den Markgraf Friedrich zum Schutz des Markgrafentums Kulmbach. Er lies einen Turm auf die Felsen errichten, die heute als Backöfele bezeichnet werden, um anrückende Feinde schnell zu erspähen und um mit den anderen umliegenden Türmen zu kommunizieren. Auf dem Rudolfsattel des Schneebergs findet man eine ähnliche Felsformation, die das kleine "Backöfele" genannt wird. Eine Sage erzählt, dass hier die Zwerge unter Tage gelangen, um in den Bergwerken des Schneebergs ihrer Arbeit nachzugehen.

Es existiert zwar eine Straße zum Gipfel des Schneebergs, diese ist allerdings für den öffentlichen Verkehr gesperrt. Es gibt aber mehrere Wanderwege, die zum Schneeberg führen. Als Ausgangspunkt für eine kurze Tour empfehlen wir den Parkplatz an der Staatsstraße BT13 zwischen Weißenstadt und Bischofsgrün, von dort sind es nur knapp 3 Kilometer zum Gipfel.

Adresse:

95493 Weißenstadter Forst-Süd

 

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