Franken
Bilanz der Schlösserverwaltung

Bayerns meist besuchte Schlösser und Burgen: Drei fränkische Ausflugsziele unter den Top 10

Fränkische Schlösser, Burgen und Residenzen sind auch 2018 attraktive Ziele für Touristen und Einheimische gewesen. Mit der Nürnberger Kaiserburg, der Residenz in Würzburg und dem Markgräflichen Opernhaus in Bayreuth landeten drei fränkische Attraktionen unter den Top 10 der meist besuchten Wahrzeichen im Freistaat.
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Gehörte mit über 340.000 Besuchern im Jahr 2018 zu beliebtesten Sehenswürdigkeiten in Franken: die Residenz in Würzburg. Foto: infrankenpix/kgs1602
Gehörte mit über 340.000 Besuchern im Jahr 2018 zu beliebtesten Sehenswürdigkeiten in Franken: die Residenz in Würzburg. Foto: infrankenpix/kgs1602
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5.358.961 Besucher kamen im vergangenen Jahr in die Sehenswürdigkeiten der Schlösserverwaltung. Die bedeutet eine Steigerung um 5,1 Prozent gegenüber 2017. Dies geht aus einer Pressemitteilung zur Besucherbilanz 2018 hervor, die die Schlösserverwaltung als Deutschlands größter staatlicher Museumsträger veröffentlicht hat.

Top 10 der Schlösser und Burgen in Bayern: Neuschwanstein erneut am beliebtesten - Fränkische Wahrzeichen auf den Plätzen 5, 7 und 10

Demnach war Schloss Neuschwanstein mit rund 1,5 Millionen Besuchern auch 2018 wieder bayernweiter Besuchermagnet; was einem leichten Plus von rund 6000 Besuchern entspricht. Zahlreiche Besucher kamen auch in die anderen Schlösser des Märchenkönigs Ludwig II. Schloss Linderhof (437.122) und Neues Schloss Herrenchiemsee (371.791).

Große Besuchermagnete waren ferner die Residenz München (460.344), die Residenz Würzburg (342.492), Schloss Nymphenburg (335.111), die Kaiserburg Nürnberg (190.256), die Walhalla in Donaustauf (148.478), die Befreiungshalle in Kelheim (130.535) oder das erst im April 2018 wiedereröffnete MarkgräflicheOpernhaus Bayreuth (105.711).

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Aus fränkischer Sicht interessant an der Besucherstatistik 2018 der Schlösserverwaltung: Während das Interesse an Zielen in Bamberg abnahm, verzeichneten vor allem Nürnberg und Bayreuth Zuwächse. Das Unesco-Welterbe Markgräfliches Opernhaus Bayreuth wurde nach etwa sechsjähriger Restaurierung im April 2018 wiedereröffnet und wurde seitdem von mehr als 100.000 Menschen besucht. Positiv ist auch die Entwicklung des Burgerlebnismuseums im mittelfränkischen Cadolzburg (Landkreis Fürth), das seit 24. Juni 2017 geöffnete Museum verzeichnete 2018 steigende Besucherzahlen.

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Besucherbilanz 2018 für alle fränkischen Ausflugsziele unter dem Dach der Bayerischen Schlösserverwaltung (mit Zahlen aus 2017 zum Vergleich):

  • Ansbach: Residenz - 19.645 Besucher (2017: 18.578)
  • Aschaffenburg: Schloss Schönbusch - 3505 (2496)
  • Aschaffenburg: Schloss Johannisburg - 32.011 (43.689)
  • Aschaffenburg: Pompejanum - 23.418 (23.161)
  • Bamberg: Neue Residenz - 29.656 (35.016)
  • Bamberg: Schloss Seehof - 43.053 (46.443)
  • Bayreuth: Markgräfliches Opernhaus - 105.711 (2018 wiedereröffnet)
  • Bayreuth: Neues Schloss - 22.945 (19.582)
  • Bayreuth: Altes Schloss Eremitage - 15.103 (13.414)
  • Bayreuth: Schloss Fantaisie Eckersdorf/Donndorf - 5754 (4515)
  • Cadolzburg: Cadolzburg - 56.829 (51.481)
  • Coburg: Schloss Ehrenburg - 32.997 (28.355)
  • Kulmbach: Plassenburg (staatliche Museen) - 14.686 (18.503)
  • Kulmbach: Plassenburg (Sammlungen der Schlösserverwaltung) - 11.144 (15.653)
  • Lauenstein: Burg Lauenstein - 9900 (11.122)
  • Nürnberg: Kaiserburg (Palas und Museum) - 190.256 (177.328)
  • Nürnberg: Tiefer Brunnen und Sinvwellturm - 185.401 (180.463)
  • Rödental: Schloss Rosenau - 12.083 (18.655)
  • Sanspareil: Burg Zwernitz und Morgenländischer Bau - 11.482 (10.139)
  • Veitshöchheim: Schloss Veitshöchheim - 9514 (9451)
  • Würzburg: Festung Marienberg - 22.616 (20.525)
  • Würzburg: Fürstenbaumuseum - 26.681 (28.682)
  • Würzburg: Maschikuliturm - 2723 (3060)
  • Würzburg: Residenz - 342.492 (344.215)

Ein Plus auch bei den Einnahmen

Durch den großen Besucherzuspruch stiegen auch die Einnahmen aus Eintrittsentgelten der Schlösserverwaltung um rund 1,5 Millionen Euro auf rund 28,8 Millionen Euro an (+5,5%). Insgesamt sind die Einnahmen der Schlösserverwaltung um rund 1,8 Millionen Euro auf rund 65,0 Millionen Euro (+2,8%) angestiegen. Die Kostendeckungsquote aus dem operativen Geschäft ist von rund 85% auf rund 86% angestiegen.

Über die "Neue Residenz": Sonderausstellung in Bamberg wird im Sommer eröffnet

Für das Jahr 2019 plant die Bayerische Schlösserverwaltung eine Sonderausstellung "Majestäten, Königskinder, Verfassungsväter. Die Neue Residenz im langen 19. Jahrhundert" in sieben Räumen der Neuen Residenz Bamberg (28. Juni bis 22. September 2019). In einer abwechslungsreich gestalteten Ausstellung, die mit der Säkularisierung Anfang des 19. Jahrhunderts beginnt, wird auf die Verabschiedung der Bamberger Verfassung am 12. August 1919 hingeführt.

Ein Schwerpunkt der Ausstellung liegt insbesondere auch auf Bamberg als Sitz der Regierung und des Bayerischen Landtags während der Zeit der Räteregierung in München. Für Kinder und Jugendliche wird es ein gesondertes Begleitprogramm geben, das diese geschichtlichen Ereignisse altersgerecht veranschaulichen wird.

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Weitere Ankündigungen für das Jahr 2019

In der Walhalla wird in diesem Jahr die Büste von Käthe Kollwitz aufgestellt. Außerdem wurde vor 150 Jahren, am 5. September 1869, der Grundstein für den Bau von Schloss Neuschwanstein gelegt. Am 26. August 1819 wurde Prinz Albert von Sachsen-Coburg und Gotha in Schloss Rosenau geboren. Anlässlich seines 200. Geburtstags veranstaltet die Schlösserverwaltung mit Unterstützung der Stadt Rödental einen Veranstaltungstag am Sonntag, 25. August 2019, in der Schlossanlage Rosenau mit einem bunten Programmangebot für Groß und Klein.

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