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Outdoor-Aktivität

Ausflugs-Tipp mit Spaßfaktor: Lama-Trekking im Kreis Haßberge

Eine Wanderung mit Lamas - klingt das nicht verlockend? Wir haben das Lama-Trekking im Kreis Haßberge getestet.
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Auch als Junggesellinnenabschied oder Firmenfeier beliebt: das Lama-Trekking in den Haßbergen.  Foto: Franziska Rieger
Auch als Junggesellinnenabschied oder Firmenfeier beliebt: das Lama-Trekking in den Haßbergen. Foto: Franziska Rieger

Lamas liegen total im Trend. Wer ein echtes Lama hautnah erleben möchte, kann beim Lama-Trekking "Haßberglama" in Goßmannsdorf bei Hofheim (Landkreis Haßberge) vorbeischauen. Die Wanderung mit den Tieren gilt als beliebterAusflug: Die Trekkingtour kann ganzjährig nach individueller Absprache und auch mit Kindern stattfinden.

Die Lamas (und übrigens auch Kamele) von Stefan Lettner sind sogar schon bei Junggesellinnenabschieden, Fotoshootings und Firmenevents mitgewandert. Wir haben uns als Mädels-Gruppe zusammengetan, um das Lama-Trekking zu testen. Als wir ankommen, stehen unsere Wanderpartner Otti, Ferdinand, Horst und Hannes schon bereit für eine Tour.

Was man beachten muss: Spuckt das Lama?

Zunächst gibt uns Stefan eine Einführung rund um das Lasttier aus Südamerika. Was uns allen im Kopf rumschwirrt: Die Sorge, angespuckt zu werden. Doch schnell kann er uns beruhigen: "Lamas spucken nur untereinander." Ein Mensch wird also nie absichtlich zur Zielscheibe, allerdings kann es passieren, dass man erwischt wird, wenn man direkt zwischen zwei Lamas steht.

Die Leine darf beim Gassigehen nicht um die Hand gewickelt werden, denn Lamas sind Fluchttiere. Erschreckt eines, soll man es sofort loslassen. Sobald es sich beruhigt hat, wird es wieder eingefangen. Zudem sollen wir beim Wandern unser Lama immer mit einem Auge im Blick haben. Wieso? Weil wir neben den Wegstrecken Bäume und Wiesen sehen, die Lamas aber vielmehr ein leckeres "All you can eat"-Buffet.

Das Lama an der Leine führen: Ein Drama-Lama!

Jetzt geht es endlich los: Jede von uns darf sich ein Lama aussuchen. Ich wähle Otti, das kleinste Lama mit Gepäck auf dem Rücken - wie niedlich, das muss doch ein Engelchen sein! Falsch gedacht.

Wer führt hier eigentlich wen? Das will mein Otti, der - wie sich herausstellte - einer der ranghöchsten der Herde ist, gleich zu Beginn herausfinden und zieht mich mit voller Kraft hin zu den Sträuchern. "Die Leine ganz kurz halten und den Kopf nach vorne weg hochziehen!", ruft Stefan. Gar nicht mal so leicht, zumal ich noch Berührungsängste habe und das Tier nicht verletzen will. Mit dem ganzen Körpergewicht lehne ich mich gegen Otti - keine Chance.

Mit etwas Übung bekomme ich den Griff raus. Entscheidend ist es, die Leine ganz nah am Hals zu packen und sie entschlossen mit einem Ruck wegzuziehen. Je eher man die Absichten des Lamas durchschaut, umso einfach kann man sein Manöver abwehren. Ein Blick zum Strauch - ein kurzer Zug in die andere Richtung. Dem Tier macht das übrigens nichts, versichert Stefan, vielmehr schützt man es davor, giftige Blätter oder verfaultes Obst zu fressen. Wenn Kinder die Tour laufen, dann sollte bestenfalls ein Erwachsener dabei sein, um das Tier in solchen Situationen zu führen.

Wandern in der Kolonne

Einmal auf Kurs gebracht, stellt sich die Kolonne auf - nebeneinander herlaufen, das geht nicht. Wer wo läuft, das machen die Lamas unter sich aus. Der Ranghöchste ist hinten, die anderen rangabsteigend davor. So kommt es auch, dass Otti nach ein paar Metern stehen bleibt und darauf beharrt, dass seine Lamafreunde an ihm vorbeigehen. "Da kannst jetzt nix machen, der bewegt sich keinen Zentimeter", erklärt Stefan. Und tatsächlich: Erst als Otti der letzte in der Reihe ist, läuft er weiter.

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Die Lamas sind es gewohnt, bei Wind und Wetter raus zu gehen. Solang es nicht matschig ist, kann die Tour zu jeder Jahreszeit stattfinden. Für uns geht es bei angenehmen Wetter an einem See vorbei und dann in den Wald. Mittendrin: Das Lama-Klo. Ja richtig gelesen. An einer bestimmten Stelle im Wald wissen die Tiere, was hier zu tun ist. Und wir, gar nicht darauf gefasst, was gleich passieren würde, können uns kaum halten vor Lachen.

Als wir schließlich weitergehen wollen, passiert es: Ein Geräusch, dass sich anhört wie ein feuchter Nieser schießt durch den stillen Wald: "Oh nein, Hannes wurde angespuckt!", platzt es aus Anja heraus und wir alle sehen zu ihrem Begleiter, der sich beleidigt von Horst wegdreht. Spätestens jetzt brennen unsere Lachmuskeln.

Nach dem kurzen Streit geht es ganz friedlich weiter. Seite an Seite stapfen wir durch das Laub, bis hoch zum versprochenen "Haßbergblick", wo wir Pause machen und die Lamas endlich fressen dürfen. "Dürfen wir die eigentlich auch streicheln?", fragt Steffi. "Na klar, aber nicht am Kopf, lieber am Hals", sagt der Lamaführer. Vorsichtig testen wir, ob uns unsere Wanderpartner auch so sehr mögen, wie wir sie - und siehe da: Ganz brav lassen sie sich tätscheln - und uns regelrecht dahinschmelzen.

Fazit: Entspannend, lustig, anders

Wir würden jederzeit erneut an einer Lama-Wanderung in Goßmannsdorf teilnehmen. Der Spaßfaktor ist enorm und die Trendtiere sind zuckersüß. Mit den Lamas an der Seite macht es direkt gleich mehr Spaß, sich draußen an der frischen Luft zu bewegen. Tier- und Wanderfreunde werden garantiert gefallen am Lama-Trekking haben.



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