• Fakten rund um die Bootsversicherung
  • Unterschiede in der Versicherungsleistung
  • Tipps zur Wahl der Versicherung
  • Fazit

Hast du bereits ein Angel- oder anderes Boot daheim, solltest du dieses entsprechend versichern. Andernfalls kann dein Angel-Tag durch einen kleinen oder größeren Unfall schnell in schlechte Laune und Frust umschlagen. Wir verraten dir, worauf du bei der Versicherung achten solltest.

Alles rund um die Bootsversicherung

Es gibt keine offizielle Pflicht, dein Boot zu versichern. Als Bootsführer*in musst du ohne Versicherung aber für jeden kleinen Schaden selbst aufkommen. Dies ist gesetzlich im §823 BGB festgelegt. Je nachdem, was mit deinem Boot geschehen ist, lassen sich die Schäden vorab nur schwer einkalkulieren; die Schadensersatzforderungen können jedoch, wenn ein anderes Boot beschädigt wird, rasant in die Höhe steigen.

Um sich gegen Schäden zu versichern, ist es sinnvoll, eine Bootshaftpflicht abzuschließen. Besitzt du einen Liegeplatz für dein Boot, beispielsweise an einem Hafen oder einer Winterlagerhalle, brauchst du eine Haftpflichtversicherung; da eine private Haftpflichtversicherung jedoch viele der Schäden nicht abdeckt, ist eine Bootshaftpflicht oft die bessere Wahl. Unterschieden wird zwischen Booten mit und Booten ohne Motor. Private Haftpflichtversicherungen decken in der Regel nur Schäden, die bei muskelbetriebenen Booten wie Kanus, Kajaks, Tret- oder Paddelbooten entstehen. Segel- oder Motorboote sind meist nicht mitversichert. In einigen Ländern wie Kroatien oder Italien ist eine Bootshaftpflicht sogar obligatorisch, wenn du hier mit einem Motorboot fahren möchtest.

Bei einer Bootsversicherung gibt es drei Komponenten, die du optional abschließen kannst. Die erste ist die Bootshaftpflichtversicherung, die für die Schäden aufkommt, die durch den*die Fahrer*in des Bootes an anderen verursacht wurden. Ein eigenes Segel- oder Motorboot muss in der Regel über eine solche versichert sein. Um Schäden am eigenen Boot zu versichern, kannst du eine Bootskaskoversicherung abschließen. Diese lohnt sich dann, wenn du ein Boot mit einem sehr hohen Wert hast; vergleichsweise sind die Kaskoversicherungen nämlich sehr kostspielig. Eine dritte Komponente ist die Skipper-Haftpflichtversicherung, die ideal für Wassersportler*innen geeignet ist, die Boote regelmäßig mieten oder leihen. Durch die Versicherung wird der*die Bootsführer*in gegen Schadensansprüche Dritter abgesichert. Bevor du eine Bootsversicherung abschließt, solltest du unbedingt verschiedene Anbieter vergleichen und dir genau anschauen, welche Leistungen inbegriffen sind und welche du tatsächlich benötigst. Andernfalls könntest du auch bei deiner privaten Haftpolice nachfragen, ob durch eine Erweiterung des Tarifes auch dein Motor- oder Segelboot mitversichert werden könnten.

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Die Wahl der Bootsversicherung

Eine führende Versicherungsgesellschaft für Boots- und Yachtversicherungen ist Pantaenius. Der Vorteil der Versicherung: Du kannst die Versicherung ganz auf deine Bedürfnisse zuschneiden. Abgesichert wirst beispielsweise du als Kapitän*in, deine Gäste und auch das Angelzubehör. Für Angelboote, die als Kleinboote eingestuft werden, gibt es beispielsweise eine preisgünstige Versicherung mit einer Summe von 20.000 Euro. Besitzt du ein Motorboot, kannst du auch eine "Motorschutz Plus"-Versicherung abschließen, mit welcher bis zu 10 Jahre alte Motoren versichert werden.

Möchtest du direkt nach einer Kategorie filtern, kannst du dies beispielsweise direkt auf der Website bootsversicherung-online-vergleich.de tun. Du kannst unterscheiden zwischen einer Bootshaftpflicht, einer Bootskasko, einer Insassen-Unfallversicherung, einer Maschinen-Elektronikversicherung, einer Rechtschutzversicherung-Wassersport und einer Yachtversicherung. Es wird ein Angebot für dich berechnet, das sich beispielsweise nach Bootsart (Motorboot oder Segelboot), Motorleistung, Besonderheiten und dem Ort der Registrierung richtet.

Nach Versicherungsart, Leistungen der Police sowie Größe, Wert und Alter des Bootes variiert der Preis, den du für eine Bootsversicherung zahlen musst. Durchschnittlich befindet er sich zwischen 40 und 450 Euro pro Jahr. Der Bußgeldkatalog bietet einen Beitragsrechner für Bootsversicherungen an, anhand dessen du mögliche Versicherungsbeiträge berechnen kannst.

Fazit

Eine Pflicht, die vorschreibt, dass du dein Boot oder deine Yacht versichern musst, gibt es in Deutschland nicht. Da die Kosten für Unfälle oder Schäden im Wasser jedoch schnell sehr hoch ausfallen können, ist es sinnvoll, zunächst den Inhalt der eigenen privaten Haftpflicht zu checken. Häufig sind Schäden von Paddel-, Tret- oder Ruderbooten enthalten. Um Ansprüche von Dritten oder das eigene Motorboot abzusichern, sind Bootsversicherungen empfehlenswert; zudem ist es in manchen Ländern, wie etwa Italien oder Spanien, verpflichtend, eine Bootsversicherung zu haben. Bevor du eine Versicherung abschließt, solltest du verschiedene Anbieter vergleichen und nachschauen, welche Leistungen inbegriffen sind.

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