Zufrieden liegt Roxy auf den Beinen von Edwin Krieg. Hund und Herr haben ein bisschen geschmust und gespielt, jetzt geht es beiden gut. So soll es auch sein: „Ziel des Besuchshundedienstes ist es, das positive Wohlbefinden zwischen Mensch und Tier zu nutzen und Menschen, die eine Behinderung, Erkrankung oder psychische Schwäche haben, zu fördern und zu stärken“, sagt Michael Müller, Geschäftsführer des Regionalverbandes Obermain im Arbeiter-Samariter-Bund (ASB). Der Besuch von Petra Gick und Linda Rebhan mit ihren Vierbeinern bei Edwin Krieg war ein Vorgeschmack auf das neue Projekt des ASB. Richtig losgehen soll es im neuen Jahr: „Wir haben vier Ehrenamtliche mit friedliebenden Hunden an der Hand, die im Januar eine Eignungsprüfung durch den ASB-Bundesverband ablegen“, erklärt Müller. „Nach Abschluss der Prüfungen kann der Besuchshundedienst voraussichtlich im Februar starten“. In der Zwischenzeit werde man das Projekt in den Seniorenheimen und -Clubs sowie in den Behinderteneinrichtungen im Landkreis Lichtenfels und Kulmbach vorstellen. Zielgruppe sind aber nicht nur Bewohner von Heimen, sondern auch Privatpersonen. Der ASB möchte mit seinem neuen Angebot älteren Menschen und Menschen mit Behinderungen „durch den Kontakt zu den Hunden wieder etwas Lebensfreude geben“, sagt Müller. Durch das „Spielen und Arbeiten“ mit dem Hund sollen die besuchten Personen mobilisiert werden, um wieder aktiv an der Gesellschaft teilhaben zu können. „Vielleicht bekommt der ein oder andere sogar Lust, mit dem Hund Gassi zu gehen“, hofft Müller. Auf der anderen Seite sollen Angehörige vom neuen ASB-Dienst profitieren, die durch den Besuch ein paar Stunden Abwechslung von der Betreuung eines Angehörigen bekommen. Durch die gesetzlichen Veränderungen in der häuslichen Krankenpflege hat sich für die betroffenen Patienten viel verändert. Bis vor einiger Zeit kam häufig die Krankenschwester vom ambulanten Dienst zum Blutzucker- und Blutdruckmessen vorbei. „Doch diese und sonstige Leistungen werden nicht mehr finanziert“, sagt Müller. Für viele der ambulanten Patienten waren diese regelmäßigen Besuche häufig der einzige Kontakt zu ihren Mitmenschen, der ihnen nun fehlt. Diese Lücke möchte der Besuchshundedienst schließen. Finanziert wird er durch Mitgliedsbeiträge des ASB sowie Zuwendungen und Spenden. Gerade für den Aufbau und die Reisekosten zur Eignungsprüfung bedarf der Regionalverband jedoch besonderer Unterstützung, die der Spendenverein „Franken helfen Franken“ der Mediengruppe Oberfranken (MGO) leisten möchte. Der Verein hat sich zum Ziel gesetzt, aktiv regionale Projekte und engagierte Mitbürger zu unterstützen. Adressaten sollen kleinere Aktionen und Projekte in der Region sein, die dem Gemeinwohl dienen, aber auch Familien in Not. Bewerbungen für Spenden sind jederzeit möglich und werden in einem Gremium geprüft. Der Verein sammelt ab sofort Spenden, die gezielt vergeben werden. Die MGO, in der Fränkischer Tag, Coburger Tageblatt und Bayerische Rundschau erscheinen, bringt sich auch selbst als Spender ein und hat 10 000 Euro als Grundstock für den Spendenverein zur Verfügung gestellt. Wer sich für eine Mitarbeit beim Besuchshundedienst interessiert oder besucht werden möchte, erhält beim ASB Obermain unter Tel. 09575/ 9824175 weitere Infos. Franken helfen Franken

Zweck Der Verein „Franken helfen Franken“ der Mediengruppe Oberfranken (MGO) unterstützt Einzelpersonen, Gruppen und Organisationen im sozialen, kulturellen und Sportbereich. Spenden werden zu 100 Prozent im mildtätigen Sinne eingesetzt; alle Kosten für Organisation und Verwaltung trägt die MGO.

Spenden sind möglich auf das Konto 302 194 501, Sparkasse Bamberg (BLZ 770 500 00), Stichwort „Franken helfen Franken.“ Die Spenden sind steuerlich abzugsfähig. Bewerbungen um Unterstützung sind zu richten an: Verein „Franken helfen Franken“, zu Händen Alexander Greß, Gutenbergstraße 1, 96050 Bamberg.