Bad Kissingen
Kreistag

Unterwegs auf den Baustellen

Der Wirtschafts- und Umweltausschuss machte in seiner ersten Sitzung eine Tour durch den Landkreis. Unter anderem erläuterten Experten die Schäden an der Hammelburger Brücke.
Mitglieder des Wirtschafts- und Umweltausschusses begutachten die Schäden an der Brücke über die Bahnschiene in Hammelburg. Foto: Ralf Ruppert
Mitglieder des Wirtschafts- und Umweltausschusses begutachten die Schäden an der Brücke über die Bahnschiene in Hammelburg. Foto: Ralf Ruppert
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An einen hohlen, weil schadhaften Beton-Brückenpfeiler klopfen, Risse in der Fahrbahn begutachten oder den Unterschied zwischen Dünnschicht-Verfahren und Oberbau-Verstärkung kennenlernen: All das konnten die Mitglieder des Wirtschafts- und Umweltausschusses gleich in der ersten Sitzung der neuen Amtsperiode. Rund drei Stunden lang ging es zu ehemaligen und aktuellen Baustellen, Schwerpunkt war der Westen des Landkreises.

Kein Platz für den Lärmschutz

"Von den Gemeinden kommt immer wieder die Forderung, an Ortseingängen für Geschwindigkeitsreduzierungen zu sorgen", erläuterte Jürgen Dobler, Chef der Tiefbau-Abteilung, am Beispiel von Hetzlos. Endgültige Lösung gebe es dort aber noch nicht. Auf der neu ausgebauten Kreisstraße zwischen Frankenbrunn und Hetzlos werde demnächst die Markierung aufgebracht, dann würden die Tempo-70-Schilder abgebaut.
Dobler ging zudem auf die Ortsumgehung Eltingshausen ein: "Das Ingenieurbüro bereitet derzeit das Planfeststellungsverfahren vor, die Unterlagen sollen in zwei, drei Wochen bei der Regierung sein." Für Ärger dürfte laut Dobler sorgen, dass an der Straße vermutlich kein Lärmschutz gebaut wird: Der Landkreis würde zwar Wälle aufschütten, die Grundstückseigentümer verkaufen jedoch nicht. Und für eine Enteignung fehle die rechtliche Grundlage, weil der Verkehr nach Rechtslage nicht zu laut ist.
Eigentümer, die sich querstellen, gebe es überall: "Wir haben immer wieder Probleme, die notwendigen Grundstücke zu bekommen", sagte Dobler. Etwa im Bereich Weißenbach, Detter und Rupboden oder auch an der Kreisstraße zwischen Wartmannsroth und Diebach. Schwierig seien auch die Verhandlungen mit dem Naturschutz: "Oft kommt nicht viel dabei raus, aber wir haben ein ganzes Jahr verloren." Auch deshalb gibt es für heuer bislang keine förderfähigen Projekte. Das ist laut Landrat Thomas Bold besonders ärgerlich, weil der Fördersatz von 40 auf 60 Prozent erhöht wurde.
Konkret beschlossen hat der Wirtschaftsausschuss nach der Rundfahrt lediglich, die Planung für den Kreisel an der Aschacher Kreuzung für gut 58 000 Euro in Auftrag zu geben, falls die Gemeinde Bad Bocklet mitzieht. Zudem soll der letzte Abschnitt der KG 34 südlich von Singenrain für 84 100 Euro und ein 350 Meter langer Abschnitt der KG 37 zwischen Elfershausen und dem Steinbruch für 84 500 Euro erneuert werden.
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