Bad Kissingen
Sport-Gala

Nacht des Sports in der Bayernhalle Bad Kissingen

Der TSV Bad Kissingen bot den begeisterten Gästen zur Sportlerehrung der Stadt ein sehenswertes Jubiläumsprogramm. Zum Artikel gibt es eine Bildergalerie voller Sportlichkeit.
Foto: Matthias Hoch
Foto: Matthias Hoch
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Die Mischung macht's. Das Konzept, die Sportlerehrung der Stadt Bad Kissingen einzubetten in eine Gala mit sportlichen, ja akrobatischen Höhepunkten, ist auch in der 25. Auflage voll aufgegangen. "Wir sind immer dann erfolgreich, wenn wir zusammenarbeiten", meinte Oberbürgermeister Kay Blankenburg. Die Organisation der "Nacht des Sports" hatte wieder der TSV Bad Kissingen übernommen. Und dieses Programm kam bei den rund 550 Gästen richtig gut an.

Temporeiche Show

Roland Pleier, der seit einigen Jahren die Veranstaltung moderiert, wünschte sich einen Abend ohne technische Probleme, die es im letzten Jahr zu Beginn gegeben hatte. Sein Wunsch sollte in Erfüllung gehen. Die Turnerinnen des TSV Bad Kissingen bildeten den Auftakt zu einem temporeichen Programm. Die Show hatten sie selbst einstudiert. Gegenüber unserer Zeitung sprach Roland Pleier von einem "schönen Fortschritt". Hatten die Turnerinnen vor einigen Jahren einfach ein paar Sprünge gezeigt, so bieten sie jetzt ein kleines Showprogramm. Aikido, ein rein defensiv ausgerichteter Kampfsport, der sich stark von allen anderen Kampfkünsten unterscheidet, brachten vier Mitglieder der Abteilung den Gästen eindrucksvoll näher.

Dass der Name "Die Fliegenden Homberger" für die Truppe aus dem tiefen Westen der Republik seine Berechtigung hat, stellten die jungen Leute eindrucksvoll unter Beweis. Ebenso begeistert waren die Zuschauer von der Rhythmischen Sportgymnastik, vorgeführt von zwei Turnerinnen vom Nationalmannschaftszentrum Fellbach-Schmiden bei Stuttgart.

"Ich habe sie erstmals in Münnerstadt gesehen", sagt Hannelore Schön, Vorsitzende des TSV Bad Kissingen. Seit sie die Organisation der "Nacht des Sport" übernommen hat, will sie noch mehr Abwechslung ins Programm bringen. "Ich versuche, jedes Jahr etwas Neues zu machen", sagt sie. Dafür ist Hannelore Schön viel unterwegs. Aber es muss nicht immer alles neu sein. Die Rhönrad-Show aus Schönau war beispielsweise zum dritten Mal dabei.

Viel Zeit opfern Hannelore Schön und ihre Mitstreiter für die Vorbereitung der "Nacht des Sports." "Monate", sagt sie auf die Frage, wie lange sie sich damit beschäftigen. "Nach der Nacht des Sports ist vor der Nacht des Sports", fügte sie hinzu.

Oberbürgermeister Kay Blankenburg hatte sich für den anstehenden Ehrungsmarathon Verstärkung mitgebracht: Rosenkönigin Anna-Lena Koch. Im ersten Teil stellte Moderator Roland Pleier zwei Sportfunktionäre sowie 51 Sportlerinnen und Sportler vor, die in den verschiedensten Disziplinen Erfolge errungen hatten. Zu ihnen zählte Jessica Schottdorf vom TSV Bad Kissingen.

Sie hat im 100-Meter-Hürdenlauf die Nordbayerische Meisterschaft und die Bayerische Meisterschaft gewonnen, ist außerdem Vierte bei den Süddeutschen Meisterschaft geworden. "Ich bin zum vierten Mal bei der Nacht des Sports dabei", sagte sie. Gerne war sie wieder der Einladung gefolgt. Mit dabei auch ihre Mutter Daniela Schottdorf, die natürlich mächtig stolz auf ihre Tochter ist. "Wer wäre da nicht stolz." Das gebotene Programm finden beide sehr gut, wie auch schon in den letzten Jahren.

Showsterne, eine Rhönradshow und Jongleure aus Veitshöchheim bildeten den zweiten Block an Schauvorführungen, bevor der OB die 26 Mannschaften ehren durfte. Mit Auftritten unter anderem der Breakdance Too Extreme und der Fliegenden Homberger, setzten die Akteure weitere Glanzpunkte einer ganz besonderen Nacht.

Tisch ein wenig voller

Roland Pleier hätte sich wie immer gerne noch 100 Gäste mehr gewünscht und stand damit nicht alleine da. Aufgefallen war ihm allerdings, dass am Tisch der Kommunalpolitiker wesentlich mehr Gäste als sonst saßen. Das könnte möglicherweise an der anstehenden Kommunalwahl liegen, meinte der Moderator.