Burkardroth
Beleuchtung

Jetzt geht es an das Innenleben

Burkardroths Gemeinderat hat Elektroarbeiten und Heizung für das neue Feuerwehrgerätehaus in Stangenroth vergeben. Aber es ging auch um Lichtverschmutzung in der Gemeinde.
Das neue Feuerwehrgerätehaus in Stangenroth. Foto: Björn Hein
Das neue Feuerwehrgerätehaus in Stangenroth. Foto: Björn Hein
Der Name des Projekts klingt ja ziemlich romantisch:"Sternenpark". Was sich dahinter verbirgt, dagegen weniger: Es geht um den Kampf gegen die Lichtverschmutzung in den Kommunen. Mit diesem Thema hatte sich der Gemeinderat in seiner jüngsten Sitzung zu befassen.
"Das Projekt läuft über die Arbeitsgemeinschaft (ARGE) Rhön, welche einen entsprechenden Antrag bei der "International Dark-Sky-Association" stellen will" so Bürgermeister Waldemar Bug (ödp). Um diesen offiziell einreichen zu können, müssten die entsprechenden Kommunen Stellung beziehen und die Beleuchtungsempfehlungen annehmen.
Bad Brückenau, Wildflecken und Sandberg hätten diese bereits beschlossen, Geroda, Riedenberg und der Markt Burkardroth stünden noch aus.
Sabine Frank, Projektkoordinatorin des "Sternenpark im Biosphärenreservat Rhön" vom Landratsamt Fulda, stellte das Projekt vor und ging dabei darauf ein, welche Vorteile das Einsparen bzw. Optimieren der Beleuchtung mit sich bringt. Neben der Kostenersparnis für den Strom könne man so aktiv zum Naturschutz beitragen.
"Natürlich Lichtlandschaften sollen erhalten, der "Lichtverschmutzung" entgegengearbeitet werden" führte Frank aus. Dies könne auch touristische vermarktet werden.
Gemeinderat Martin Warmuth (FWB) begrüßte diesen Vorstoß. "Lichtverschmutzung ist ein wichtiges Thema, das man aktiv bekämpfen muss. Auch bei der Anschaffung von neuer Straßenbeleuchtung muss hierauf geachtet werden" meinte er.

Kosten sparen

Frank Voll (BB Premich) war der gleichen Meinung: "Das Projekt ist eine gute Sache, auch im Hinblick auf die Energiewende und die Einsparung von Kosten" sagte er. Allerdings müsse man diplomatisch Vorgehen, beispielsweise wenn man das Anstrahlen von Baudenkmälern zumindest temporär unterbrechen wolle. Würde man aber die Ziele der Bevölkerung vermitteln, so hätte man diese sicherlich hinter sich.
Sabine Frank erläuterte außerdem, dass das Projekt alle vier Jahre auf seinen Fortschritt hin überprüft würde. Sie ist aber zuversichtlich, dass die Lichtverschmutzung in Zukunft abnehme, allein schon deshalb, weil so Stromkosten eingespart werden könnten und die neuen Lampen der Straßenbeleuchtung so ausgelegt seien, dass sie das Licht in die Richtung abstrahlen würden, in der es gebraucht wird. Mit einer Gegenstimme votierte der Gemeinderat dafür, sich dem Projekt des Sternenparks anzuschließen.
Über die Vergabe der Elektroarbeiten und des Sanitärbereichs und der Heizung im Rahmen des Neubaus des Feuerwehrgerätehauses in Stangenroth wurde ebenso gesprochen. Die Elektroarbeiten werden vom Elektrofachgeschäft Zehe in Burkardroth durchgeführt, welche einen finanziellen Aufwand von rund 31 600 Euro in Aussicht stellte. Die Sanitär- und Heizungsarbeiten gehen an die Firma Heizungsbau Grom aus Burkardroth, welche ein Angebot über rund 28 800 Euro gemacht hatte. Beidem stimmte der Gemeinderat einstimmig zu.