Bad Brückenau
Unfall

Aggressives Wildschwein verschwunden - Jogger schweigt

Wie bereits berichtet, hat am vergangenen Freitag im Sinntal nahe des Staatsbades Brückenau ein Wildschwein einen Jogger angegriffen. Gegen 16 Uhr biss das rund 70 Kilogramm schwere Tier den Mann in den rechten Oberschenkel und verschwand anschließend.
Normalerweise sind Wildschweine friedlich und gehen dem Menschen aus dem Wege (Symbolbild). Foto: Jochen Berger
Normalerweise sind Wildschweine friedlich und gehen dem Menschen aus dem Wege (Symbolbild). Foto: Jochen Berger

Der Mann wurde vor Ort medizinisch versorgt und in ein Krankenhaus gebracht. Der 45-Jährige aus dem Altlandkreis Brückenau lag am Montag noch in der Klinik. Auf Anfrage dieser Zeitung gestern ließ er über den stellvertretenden Polizeichef Christian Pörtner ausrichten, dass er über sein Erlebnis nicht mit der Presse sprechen wolle.

Jäger auf der Suche

Während der Jogger schnell medizinisch versorgt worden ist, verschwand das Wildschwein spurlos vom Ort des Geschehens. Noch am Freitag habe das Staatliche Forstamt, dass zuständig ist für diesen Bereich im Sinntal nahe des Staatsbades Brückenau, Jäger beauftragt, das Wildschwein zu suchen, sagte Behördenleiter Wolfram Zeller gegenüber dieser Zeitung. "Wir haben alles Menschenmögliche versucht, das Tier zu erlegen." Die Suche blieb jedoch erfolglos.

Auch bei der zweiten Runde am Samstag, als die Jäger mit einem Schweißhund die Spur verfolgten, blieb das Wildschwein verschwunden. Deshalb sei die Suche inzwischen aufgegeben worden. Das Tier könne bereits überall sein, sagte der Chef des Forstamtes.

Möglicherweise war das Wildschwein bei einer Jagd, die am Vortag stattgefunden hat, verletzt worden, woraus seine Aggressivität resultieren könnte. Aber das, so Zeller, sei nur eine Vermutung. Niemand habe das Wildschwein zu Gesicht bekommen. Die Jagd hat laut Forstamtsleiter in einem Bereich stattgefunden, der circa zwei bis drei Kilometer Luftlinie entfernt von der Stelle ist, an der der Jogger angegriffen wurde. Wildschweine haben jedoch ein sehr großes Streifgebiet, sagte Zeller.                                                                        Ursula Lippold