Bad Kissingen

Fasten-Aktion: Sauer macht verdächtig

Von Grauzonen innerhalb des Fastenversprechens und einem saftigen Verstoß
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Carmen Schmitt  Foto: Ulrike Müller
Carmen Schmitt Foto: Ulrike Müller
Schwupp, und sie lag drin. Prall und saftig. Gereift weit ab der Region - eine halbierte Zitronenscheibe. Ich konnte gar nicht so schnell gucken, da hatte sie die Barkeeperin im Wasserglas versenkt. Es gab reichlich Zeugen, die den Fastenbruch schneller bemerkt hatten als ich. Die meisten hätten wahrscheinlich dichtgehalten, aber: nein. Klingeling im Fastenbrecherbecher!


Regional oder nicht regional - das ist hier die Frage

Szenenwechsel - eine Diskussion auf einem Markt, wo ich mich mit meinem Korb unter dem Arm am liebsten mit Frischem eindecke. Die Frage war: regional oder nicht regional. Was gilt für Produkte, die nicht im Umkreis ihren Ursprung haben, aber von regionalen Vermarktern ihren letzten Schliff bekommen oder vertrieben werden? Öle, Gewürze, Tees... Das eine Lager sagte: "Ganz oder gar nicht", "regional ist nur, was von hier kommt". Die anderen nannten es "einen guten Kompromiss".

Für das Fastenversprechen bleibt es wohl eine Grauzone. Um es nicht noch öfter klingeln zu lassen, gehe ich auf Nummer sicher und verzichte bis nach der Fastenzeit. Dann behandele ich solche Produkte als gute Alternative zu anonymen Artikeln von der Stange, deren Herkunft in den meisten Fällen intransparent bleibt. Für den Risikofaktor Mineralwasser gilt: Beim nächsten Mal bestelle ich doch das zweite Bier - regional natürlich.
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