Hammelburg
Bundeswehr

In Hammelburg Abschied von 108 Jahren Berufserfahrung

Soldaten traten beim Quartalsappell des Hammelburger Ausbildungszentrums unter sengender Sonne an. Drei Soldaten werden pensioniert.
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Brigadegeneral Gert-Johannes Hagemann (rechts) verabschiedete in Hammelburg Oberstabsfeldwebel Robert Günther, Oberstleutnant Joachim Car und Oberstabsfeldwebel Uwe Altmann (von links) in den Ruhestand. Foto: Wolfgang Dünnebier
Brigadegeneral Gert-Johannes Hagemann (rechts) verabschiedete in Hammelburg Oberstabsfeldwebel Robert Günther, Oberstleutnant Joachim Car und Oberstabsfeldwebel Uwe Altmann (von links) in den Ruhestand. Foto: Wolfgang Dünnebier
Unter dem Eindruck der Hitze stand der Quartalsappell des Ausbildungszentrums Infanterie. Bei vormittäglichen 31 Grad verzichtete Brigadegeneral Gert-Johannes Hagemann vor angetretenen Soldaten und Zivilisten auf große Rück- und Ausblicke. Als Erfolg wertete er das zurückliegende Symposium Infanterie und die Beteiligung an der 1300-Jahrfeier der Stadt Hammelburg. Das neue Quartal steht auch unter dem Eindruck des Eintreffens von 600 Offizieranwärter, die sich nach Studium der infanteristische Ausbildung stellen.


Verstärkt Tischtennis widmen

Als Verlust an Wissen und Können wertete Hagemann die Pensionierung von drei Soldaten, die es zusammen auf 108 Jahre Berufserfahrung bringen, wie er vorrechnete. Oberstleutnant Joachim Car gehörte dem Ausbildungszentrum 20 Jahre an. "Es ging ihm immer um die Sache und die Menschen", sagte Hagemann.

Berechtigte Anliegen habe er auch bei Vorgesetzten vehement durchgesetzt. Car begann seine Laufbahn 1977 in Warburg und kam dann über Hammelburg, Mellrichstadt, Delitsch und Schneeberg nach Hammelburg, wo er sich zuletzt schwierigen Personalfragen im Zusammenhang mit der neuen Bundeswehrstruktur widmete. Er war vorher unter anderem auch in der Weiterentwicklung für Panzerfäuste samt der Ausbildung dafür sowie Leiter des Fachmedienzentrums. Künftig will er sich verstärkt um seine Aufgaben als Internationaler Tischtennisschiedsrichter, bayerischer Schiedsrichterobmann und unterfränkischer Bezirksvorsitzender des Bayerischen Tischtennisverbands kümmern. Dazu ist er auch Fußballschiedrichter.


Hochqualifizierter Spezialist

Oberstabsfeldwebel Uwe Altmann begann seine Bundeswehrlaufbahn 1981 in der Ausbildungswerkstatt für Kraftfahrzeugmechaniker. Über Külsheim, Hardheim, Hammelburg und Wildflecken kam er als Hörsaalleiter für gepanzerte Pioniermaschinen nach Aachen. Nach zweijähriger Lehrtätigkeit kam er als Gutachter nach Erfurt. Zuletzt diente er seit 2013 der Prüfgruppe des Technischen Zuges. Der hochqualifizierte Spezialist habe in vielfältigem Einsatz an acht Standorten dafür gesorgt, dass die Räder rollten, lobte der General.


Goldenes Ehrenkreuz

Oberstabsfeldwebel Robert Günther begann Anfang der 80er Jahre bei der Instandsetzungskompanie 350 in Hammelburg. 1993 wechselte er als Schirrmacher nach Volkach und 1995 erstmals zur Infanterieschule. 2004 bis 2006 brachte er sein "exzellentes Fachwissen" (Hagemann) in Aachen ein. Dann führte er den Instandsetzungszug des Fernmeldebataillons in Veitshöchheim, bevor er die Führung des Technischen Zuges an der Infanterieschule übernahm. Hagemann bescheinigte Günther beispielgebende Berufsauffassung und besonders Geschick, selbstständig und ideenreich zu arbeiten.

Außerdem gehörte Günter dem Personalrat an. Der Scheidende will weiter Trainer beim SV Pfaffenhausen bleiben. Für besondere Verdienste überreichte Hagemann das Ehrenkreuz der Bundeswehr in Gold an Hauptmann Clemens Bammel. Außerdem gab es Preise für die besten Offizieranwärter nach 26-wöchiger Ausbildung zu Führern und Ausbildern. Oberst a.D. Rodde überreichte als Geschäftsführer des Bundes der Infanterie einen Infanteriedegen von 1816 an den Lehrgangsbesten. Wolfgang Dünnebier



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