Frankfurt/Main

Zinsangst drückt Bitcoin unter 40.000 US-Dollar

Die Digitalwährung fällt auf den tiefsten Stand seit vergangenem August. Grund: Die US-Notenbank könnte demnächst mit Zinsanhebungen auf die hohe Inflation reagieren.
Bitcoin
Bitcoin ist die älteste und nach Marktwert größte Kryptoanlage. (Symbolbild) Foto: Nicolas Armer/dpa

Die Aussicht auf eine deutlich straffere Geldpolitik in den USA lastet zunehmend auf Digitalwährungen wie Bitcoin.

Am Freitag fiel der Kurs der ältesten und nach Marktwert größten Kryptoanlage auf den tiefsten Stand seit vergangenem August. Zwischenzeitlich wurden auf der Handelsplattform Bitstamp 38.259 US-Dollar markiert. Am Vortag hatte der Kurs noch deutlich über 43.000 Dollar gelegen.

Auch andere Digitalwerte gaben zum Teil kräftig nach. Die nach Marktwert zweitgrößte Kryptowährung Ether fiel um etwa acht Prozent und notierte deutlich unter der Marke von 3000 Dollar. Der Wert aller rund 17.000 Kryptowährungen beträgt gegenwärtig etwa 1,8 Billionen Dollar. Das ist gut eine Billion weniger als noch vor zwei Monaten. Im November wurde ein Rekordwert von rund 2,9 Billionen Dollar markiert.

US-Geldpolitik belastet riskante Anlagen

Eine erhebliche Belastung für riskante Anlagen wie Digitalwerte stellt derzeit die US-Geldpolitik dar. Es wird erwartet, dass die amerikanische Notenbank Fed bald mit Zinsanhebungen auf die hohe Inflation reagieren wird. Die Fed selbst signalisiert bisher drei Anhebungen für dieses Jahr, an den Finanzmärkten wird mit vier Straffungsschritten gerechnet.

Steigende Zinsen sind in der Regel Gift für risikoreiche Anlageklassen, zu denen Bitcoin und andere Kryptowährungen aufgrund ihrer teils extremen Kursschwankungen zählen.

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