• Toningenieur der Nibelungen-Festspiele in Worms mit Mario-Adorf-Preis ausgezeichnet
  • Mit 10.000 Euro dotierter Preis wird jährlich vergeben
  • Mehr als 22.000 Festspielbesucher*innen gezählt

In der Tonabteilung der Nibelungen-Festspiele in Worms gibt es Grund zur Freude: Toningenieur Marius Feth und sein Team sind mit dem Mario-Adorf-Preis 2022 ausgezeichnet worden. Auch sonst ist das Feedback zu dem Theaterfest von positiven Meinungen geprägt.

Für "ausgeklügeltes Sounddesign": Tonigenieur Marius Feth und Team mit Mario-Adorf-Preis ausgezeichnet

Der Mario-Adorf-Preis wurde nach dem gleichnamigen Schauspieler benannt und wird seit 2018 in jedem Jahr durch die Stadt Worms sowie die Nibelungen-Festspiele verliehen. Mit dem Preis werden Schauspieler*innen, Bühnenbildner*innen, Regisseur*innen oder andere Mitglieder der Nibelungen-Festspiele ausgezeichnet, deren künstlerische Leistung als außergewöhnlich angesehen wird.

In diesem Jahr dürfen sich Toningenieur Marius Feth und dessen Team über den mit 10.000 Euro dotierten Preis freuen. Das Kuratorium der Festspiele würdigte am Sonntag deren "innovatives und ausgeklügeltes Sounddesign".

Nach zwei Wochen Spielzeit zogen zudem die Veranstalter*innen ein positives Fazit zum Theaterfest: "Hildensaga. Ein Königinnendrama", ein Stück von Ferdinand Schmalz und unter der Regie von Roger Vontobel habe den Verantwortlichen "eine herausragende Auslastung von knapp 95 Prozent" und zahlreiche ausverkaufte Aufführungen beschert. Es seien mehr als 22.000 Besucher*innen gezählt worden.

Intendant Nico Hofmann: "Kultur ist wichtiger denn je, gerade im gemeinsamen Erleben"

"Bei aller Düsterheit, die im Moment bei den Zuschauerzahlen in den Theatern zu beklagen ist, hat das Publikum der Nibelungen-Festspiele ein starkes Zeichen gesetzt: Kultur ist wichtiger denn je, gerade im gemeinsamen Erleben", so Intendant Nico Hofmann laut Mitteilung.

Das Ensemble hatte sich dem mittelalterlichen Heldenepos von einer neuen Seite aus angenähert, wobei ihnen eine große Wasserfläche vor dem Kaiserdom in Worms als Bühnenbild diente. Die mystische Geschichte erzählt von Treue und Verrat. Außerdem stellt sich Autor Schmalz unter anderem die Frage, ob eine von Frauen gelenkte Welt eine bessere wäre.

Die Schauspieler*innen befanden sich laut Veranstalter*innen fast die gesamte Aufführung über im Wasser. Das habe den Einsatz der Tontechnik zu einer besonders großen Herausforderung gemacht. Den Mario-Adorf-Preis erhielten neben Feth auch Julian Kochendörfer, Antonio Gavita, Andreas Pirrmann und Moritz Bach. Die nächsten Nibelungen-Festspiele sollen vom 7. bis 23. Juli 2023 über die Bühne gehen.