• Trier: Immer mehr Pkws unterwegs
  • Benziner und Diesel-Fahrzeuge weiterhin am beliebtesten
  • Aber: Auch die Zahl der Fahrzeuge mit alternativen Antrieben steigt

Auf den Straßen von Trier sind immer mehr Pkws unterwegs. So zeigt eine aktuelle Auswertung des Amts für Stadt, Forschung und Entwicklung mit Zahlen des Kraftfahrt-Bundesamts, dass der Kraftfahrzeugbestand in der Stadt kontinuierliche weiterwächst.

64.536 Kraftfahrzeuge angemeldet: Trier*innen wollen nicht auf ihr Auto verzichten

Trotz des gut ausgebauten Stadtbusnetzes und vieler Radfahrer*innen scheinen viele Trierer*innen nicht auf ihr Auto verzichten zu wollen. Das lassen zumindest die aktuellen Zahlen, bezüglich der Pkws in der Stadt, vermuten. Interessant ist dabei auch, dass die Zahl von Hybrid- und Elektrofahrzeugen ebenfalls wächst, im Vergleich zur Gesamtzahl der Fahrzeuge aber noch weit zurückliegt.

Ende 2021 waren 64.536 Kraftfahrzeuge in Trier angemeldet. Das entspricht 586 pro 1000 Einwohner. Bundesweit liegt die Fahrzeugdichte aber noch deutlich höher: Bei durchschnittlich 717 Kraftfahrzeugen je 1.000 Einwohner. Pkws machen dabei in der Regel den größten Anteil aus. Schaut man aber auf die Entwicklung der letzten zehn Jahre, ist festzustellen, dass vor allem der Bereich der Nutzfahrzeuge stark gewachsen ist, nämlich um ein Viertel.

Benziner (34.314 Fahrzeuge) und Diesel-Fahrzeuge (23.037) sind in Trier am weitesten verbreitet, auch wenn sich in den letzten fünf Jahren ein Trend zu Elektro- und Hybrid-Autos zeigte. 2016 fuhren die Trierer*innen nur 39 rein elektrische Fahrzeuge und 211 Hybride, mittlerweile sind es 1075 Elektroautos und 2027 Hybrid-Fahrzeuge. Wie die Stadt berichtet, sei von 2020 auf 2021 mit einem Plus von 776 Hybrid-Autos und 697 Elektrofahrzeugen das größte Wachstum zu verzeichnen.

Oberbürgermeister Wolfram Leibe: Ausbau der Strukturen für E-Mobilität fördern

Oberbürgermeister Wolfram Leibe, der dienstlich oft selbst mit dem E-Auto unterwegs ist, sieht in den Zahlen ein Indiz dafür, dass der Ausbau der Strukturen für E-Mobilität der richtige Weg ist: "Wer elektrisch unterwegs ist und Ökostrom tankt, verursacht keine Abgase und macht deutlich weniger Lärm als mit Verbrennern."

In der Stadtverwaltung wird bei der Anschaffung oder dem Leasing von neuen Fahrzeugen stets zuerst geprüft, ob ein E-Auto die gewünschten Zwecke erfüllen kann – das führt dann zu einer Priorisierung. Der städtische Fuhrpark mit 130 Fahrzeugen kommt auf 33 batterieelektrisch betriebene Pkw und vier Hybridfahrzeuge.

Auch die Stadtwerke stellen seit 2015 nach und nach um. Schon jetzt sei ein Drittel der Fahrzeuge mit alternativem Antrieb unterwegs. Bis 2026 sollen es 70 Prozent der Fahrzeuge bis 3,5 Tonnen und 40 Prozent der größeren Fahrzeuge sein. Parallel wird die Ladeinfrastruktur im Stadtgebiet ausgebaut. Die Stadtwerke betreiben 64 der insgesamt 74 öffentlichen Ladepunkte in Trier. Gespräche für weitere Ladepunkte und erste Schnellladestationen würden bereits laufen.