• Tote Frau (38) in Trier entdeckt
  • Europaweite Suche nach Täter eingeleitet
  • Der Mann (34) steht unter dringendem Tatverdacht des Totschlags

Am Montag (28. März 2022) ist in einem Hotelzimmer in Trier eine weibliche Leiche entdeckt worden. Die 38-jährige Frau ist laut den Ermittlern Opfer eines Gewaltverbrechens geworden. Die Tote war in einem Hotel in der Deutschherrenstraße, nur wenige hundert Meter von der Trierer Innenstadt entfernt, gefunden worden.

Tote Frau (38) in Hotelzimmer entdeckt: Europaweite Fahndung nach dem Täter

Von dem 34-jährigen Tatverdächtigen fehlt weiter jede Spur. Wie die Staatsanwaltschaft Trier am Donnerstag (31. März 2022) mitteilte, wurde gegen den Ukrainer ein europäischer Haftbefehl wegen des dringenden Tatverdachts des Totschlags erlassen. Nach dem Mann werde europaweit gefahndet.

Die Frau sei zusammen mit mehreren Familienangehörigen vor dem Krieg nach Deutschland geflüchtet. Nach den bisherigen Erkenntnissen sei sie am vergangenen Samstag (26. März 2022) ohne Begleitung mit der Bahn von Merzig ins rheinland-pfälzische Trier gefahren. Dort habe sie den ihr bekannten 34-Jährigen getroffen, der zuletzt in Polen gelebt haben soll, hieß es. Warum es zu dem Treffen kam, war noch unklar.

In den Nachmittagsstunden hätten die beiden ein Zimmer in einem Hotel in der Trierer Innenstadt bezogen. Dort sei es zu der Tat gekommen. Danach habe der Tatverdächtige das Hotel verlassen und persönliche Gegenstände der Frau mitgenommen. Nach den bisherigen Erkenntnissen habe er gegen 20.30 Uhr am Hauptbahnhof den Regionalexpress von Trier nach Koblenz genutzt. Hier verliere sich seine Spur, so die Polizeibeamten.

Familienangehörige hatten die Frau als vermisst gemeldet

Am Montag (28. März 2022) war das Opfer bei Reinigungsarbeiten des Hotelpersonals gefunden worden. Die Familienangehörigen, die sich im Saarland aufhielten, hatten die Frau am Sonntag (27. März 2022) bei der örtlichen Polizei als vermisst gemeldet. Die Ermittlungen zu Tathergang und -motiv dauern an. Hierzu können derzeit noch keine Auskünfte erteilt werden, um den Ermittlungserfolg nicht zu gefährden, hieß es aus Ermittlungskreisen.

Bereits zuvor hatte der Staatsanwalt erklärt, dass nach den bisherigen Erkenntnissen von einer Beziehungstat auszugehen sei.