Bundesverkehrsminister Volker Wissing hat zurückhaltend reagiert auf einen Vorschlag der Länder zur Aufteilung möglicher Mehrkosten beim geplanten Deutschlandticket.

Der FDP-Politiker teilte am Dienstagabend der Deutschen Presse-Agentur mit, die finanziellen Fragen seien bereits zwischen dem Bundeskanzler und den Ministerpräsidenten geklärt worden. "Die Bürgerinnen und Bürger warten auf das Deutschlandticket. Wir brauchen einen kundenorientierten ÖPNV, der es den Menschen einfach macht, ihn zu nutzen. Je schneller das Ticket kommt, desto besser."

"Fragen geklärt" - Verkehrsminister verwundert über Zögern der Länder

Die Ministerpräsidentinnen und Ministerpräsidenten hätten eine klare Zusage für das Deutschlandticket gegeben, so Wissing. "Wir erwarten von Seiten der Landesverkehrsminister, dass sie den Auftrag aus der MPK nun konstruktiv umsetzen."

Die Länder streben einen Start des 49-Euro-Tickets im Nah- und Regionalverkehr zum 1. April an, wie aus dem Beschlusspapier der Verkehrsministerkonferenz hervorgeht. Zugleich erwarten die Länder, vom Bund, dass eventuell entstehende Mehrkosten zu gleichen Teilen zwischen Bund und Ländern aufgeteilt und gemeinsam getragen werden.

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