Nächster Halt: "Mainz-Schott!" - Das soll ab Ende 2029 in der Landeshauptstadt aus den Lautsprechern in Zügen der Deutschen Bahn zu hören sein. Der neue Bahnhof soll den Mainzer Hauptbahnhof im S-Bahn- und Regionalverkehr entlasten. Am Mittwoch (28. September 2022) ist dazu die Planungsvereinbarung unterzeichnet worden. 

 "Gleichzeitig profitieren die Fahrgäste von einer besseren Vernetzung von S-Bahn und Regionalverkehr", verspricht die Bahn. Zudem soll eine neue Unterführung entstehen, sodass der Umstieg erleichtert wird. Wie die Deutsche Bahn mitteilt, soll der neue Halt mit vier Bahnsteigen im Bereich Hattenbergstraße/Rheingauwall gebaut werden.

Neuer Bahnhof "Mainz-Schott" soll 36 Millionen Euro kosten

"Das gesamte Projekt hat ein geschätztes Investitionsvolumen von rund 36 Millionen Euro", berichtet die Bahn. Finanziert werde das millionenschwere Vorhaben durch das Gemeindeverkehrsfinanzierungsgesetz des Bundes (GVFG). Die Planungskosten von 865.000 Euro trage indes das Land Rheinland-Pfalz.

Wenn die Planungen abgeschlossen sind, könne 2028 mit dem Bau gestartet werden. Nach Angaben der Bahn sollen ab Dezember 2029 folgende Linien am neuen Haltepunkt stoppen: 

  • S 8 Hanau –Wiesbaden
  • RB 75 Aschaffenburg – Wiesbaden
  • RB 26 Köln – Mainz
  • RB 33 Neubrücke – Mainz
  • RB 21/RE 13 Alzey – Mainz

"Insbesondere Reisende auf der Relation Bad Kreuznach/Bingen – Wiesbaden erreichen dabei dank des neuen Haltepunktes ihre Anschlusszüge besser, da sie nicht mehr bis Mainz Hauptbahnhof fahren müssen", verspricht die Bahn. In unmittelbarer Nähe befindet sich aktuell der Halt "Mainz-Nord". Wie eine Bahnsprecherin auf Anfrage von inRLP.de mitteilt, sei derzeit geplant "bisherigen Stationen Mainz-Nord und Waggonfabrik aufzulösen", da der neue Standort deutlich mehr Kapazität habe. 

"Weg zu einer attraktiven, klimaneutralen Verkehrswende"

"Nun entsteht ein Verknüpfungspunkt für die gesamte Region Rheinhessen-Rhein-Main", freut sich Katrin Eder, Ministerin für Klimaschutz, Umwelt, Energie und Mobilität, Rheinland-Pfalz. Sie sieht in dem neuen Bahnhof einen zentralen Meilenstein "auf dem Weg zu einer attraktiven, klimaneutralen Verkehrswende in unserem Bundesland".

Ähnlich sieht das auch Fritz Brechtel, Verbandsvorsteher, Zweckverband SPNV Rheinland-Pfalz Süd. Er erkennt aber auch "vollkommen neue Perspektiven im Hinblick auf die Erreichbarkeit ihres Arbeitsplatzes" für die Mitarbeitenden der namensgebenden Schott AG.