• Im Mainzer Dom spielen jetzt zwei von drei neuen Orgeln
  • Die neue Orgel ist an dem Montag (22. August 2022 um 11.00 Uhr) geweiht worden
  • Ein*e Organist*in kann zukünftig an allen drei Orgeln gleichzeitig spielt

Nach acht Jahren Stille erfüllt satter Orgelklang aus dem romanischen Ostchor den Mainzer Dom: Im ältesten Teil der Kirche wurde in den vergangenen Wochen die zweite von insgesamt drei neuen Orgeln eingebaut, die an diesem Montag (22. August 2022 um 11.00 Uhr) der Öffentlichkeit in allen Details vorgestellt wird.

Mainz: Neue Orgel im Dom geweiht

Im Anschluss an die sakrale Weihe bei einer Pontifikalvesper am Sonntagnachmittag erklären die Orgelbauer zusammen mit Domdekan Henning Priesel und Domorganist Daniel Beckmann die Besonderheiten des Instruments. Die neue Orgel ist die größte der dreiteiligen Anlage, die nach Fertigstellung mit insgesamt 206 Registern zu den größten Orgeln in Deutschland gehören wird.

Sie erfüllt mit 95 Registern die Aufgabe einer Hauptorgel und ist prädestiniert für die französische Orgelsinfonik, etwa für die klanggewaltigen Werke von Louis Vierne (1870-1937) oder Olivier Messiaen (1908-1992). Die bisherige Ostchororgel des Doms wurde bereits 2014 stillgelegt.

Die erste der drei Orgeln wurde im September vergangenen Jahres an der seitlichen Marienkapelle errichtet. Sie hat vor allem die Aufgabe, den Gemeindegesang zu begleiten und ist darüber hinaus für barocke und frühromantische Werke ausgelegt. Abgeschlossen wird das Projekt im Westchor des Doms, wobei dort ein Teil der 1928 gebauten Orgel des Bonner Instrumentenbauers Klais mit integriert wird.

Die künftige Westchororgel soll die Aufgaben einer Chororgel übernehmen. Jede Orgel hat einen eigenen Spieltisch. Über einen vierten gemeinsamen Spieltisch und eine Steuerungstechnik mit verdeckten Kabelverbindungen wird es aber auch möglich sein, dass ein*e Organist*in alle drei Orgeln gleichzeitig spielt.