Auch über den Sommer soll es weiter ein Angebot mit kostenlosen Corona-Schnelltests für Risikogruppen geben - für alle anderen sollen "Bürgertests" aber künftig drei Euro kosten. Das teilte Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach am Freitag (24. Juni 2022) in Berlin nach einer entsprechenden Einigung in der Regierung auf eine neue Testverordnung mit, die ab dem 30. Juni gelten soll.

Er hätte kostenlose Bürgertests für alle gerne weitergeführt, sagte der SPD-Politiker. Angesichts der Kosten von durchschnittlich einer Milliarde Euro pro Monat sei dies für den Bund in der angespannten Haushaltslage nicht mehr zu leisten. Das neue Konzept sehe nun bis Jahresende noch Ausgaben von 2,7 Milliarden Euro vor - bei voller Übernahme wären bis zu fünf Milliarden Euro zu erwarten gewesen.

Ende der kostenlosen Corona-Schnelltests: Ab Juli kosten "Bürgertests" drei Euro

Kostenlose Schnelltests sollen künftig weiter für vulnerable Gruppen möglich sein, darunter auch Kinder bis fünf Jahre, Frauen zu Beginn der Schwangerschaft und Besucher von Kliniken und Pflegeheimen. Wer einen Anspruch auf einen kostenlosen Test hat, muss dafür ein Formblatt ausfüllen, kündigte der Gesundheitsminister an. Menschen, die Sozialhilfe beziehen, sind von den Kosten nicht ausgenommen. Die Kontrolle wäre ein zu hoher bürokratischer Aufwand, so Lauterbach.

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Die Länder hätten die Möglichkeit, die Eigenbeteiligung von drei Euro auch für weitere Gruppen zu übernehmen. Ob die Länder dies auch tatsächlich machen, könne er nicht sagen, sagte Lauterbach. Er rechne damit, dass sich die Zahl der Corona-Tests mit der neuen Regelung reduzieren werde.

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