Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) muss nicht nur mit Morddrohungen gegen sich selbst leben, sondern ist auch besorgt über die Sicherheit seiner Familie. "Ich selbst werde immer noch bedroht, und auch für meine Kinder bekomme ich erschütternde Morddrohungen", sagte Lauterbach dem "Kölner Stadt-Anzeiger" (Ausgabe vom 15. November 2022).

Der Politiker sieht sich zu drastischen Sicherheitsmaßnahmen gezwungen. "Mein Auto muss ich in einem Vorort parken", berichtet er. "Ohne Personenschutz kann ich abends leider nicht vor die Tür gehen."

Lauterbach fürchtet um seine Familie: Morddrohungen gegen Kinder des Politikers

Lauterbach wohnt in der Kölner Innenstadt. Sein langem ist er Ziel von Hass-Kommentaren, die sich vor allem gegen seine Corona-Politik richten. Nur wenige dieser Fälle hatten bislang rechtliche Konsequenzen. Zuletzt wurde ein Mann aus Bayern wegen eines bedrohlichen Kommentars gegen Lauterbach auf Facebook verurteilt.

Auch unter Politikern ist sein Corona-Kurs in den letzten Wochen immer unbeliebter geworden. Vor allem Bayerns Ministerpräsident Markus Söder stellte sich gegen den SPD-Politiker. Er will nun einigen Maßnahmen ein Ende setzen, die Lauterbach weiterhin für nötig hält, darunterdie Isolationspflicht und Maskenpflicht im öffentlichen Nahverkehr.