• Die Seilbahn in Koblenz darf bis zum Jahr 2026 gondeln
  • Gibt es die Seilbahn in Koblenz bald unbefristet?
  • Seilbahn verbindet Stadtteile: Gehört die Seilbahn bald zum ÖPNV?

Fragen über Fragen. Was passiert zukünftig mit der Seilbahn in Koblenz? Die Frage, ob ein unbefristeter Erhalt der Seilbahn in Koblenz mit dem Welterbestatus vereinbar ist, entscheidet das Welterbekomitee der UNESCO vermutlich im Jahr 2023. 

Eines steht fest: Die Seilbahn in Koblenz bleibt bis zum Jahr 2026

In einer Sitzung des Welterbekomitees UNESCO im Jahr 2013 in Phnom Penh habe man sich dazu entschieden, die Seilbahn in Koblenz bis zum Jahr 2026 bestehen zu lassen. Und das trotz eines negativen Expertenberichts.

Im selben Jahr hatten Berater*innen des UNESCO-Welterbekomitees einen Bericht über die Seilbahn geschrieben, indem sie "damals dazu rieten, die Anlage wie ursprünglich geplant 2014 zu demontieren", berichtet die Rhein-Zeitung

Auch dieser Entscheidung geht wieder ein Expertenbericht voraus. Im Mai besuchten Experten des internationalen Rats für Denkmalpflege Icomos sowie der UNESCO am Mittelrhein die Stadt Koblenz. Laut den Informationen der Rhein-Zeitung seien Vetreter*innen des rheinland-pfälzischen Innenministeriums, der Stadt Koblenz und der Generaldirektion Kulturelles Erbe (GDKE) während der Begutachtungen dabei gewesen. 

Oberbürgermeister David Langner: "Die Experten haben sich nicht in die Karten schauen lassen"

Die Fachleute begutachteten die Situation etwa zwei bis drei Stunden lang: „Wir haben uns auf der Festung Ehrenbreitstein getroffen und ihre Entwicklung dargestellt“, berichtet Oberbürgermeister David Langner von dem Treffen der Rhein-Zeitung.

Die Truppe sei an das Rheinufer gefahren, um das Areal rund um die Talstation und die Kastorkirche zu besichtigen. Damals und heute spielten diese Orte eine entscheidende Rolle.

Doch die Entscheidung, ob die Seilbahn unbefristet in Koblenz gondelt, steht noch aus. „Die Experten haben sich nicht in die Karten schauen lassen“, erklärt Langner der Rhein-Zeitung. Doch der neue Icomos-Bericht könne schon Ende des Jahres vorliegen.

Das Innenministerium konkretisiere, dass die Begutachtung mit einer Beschlussempfehlung dem Welterbekomitee zu seiner nächsten Sitzung vorgelegt werde. Nach Angaben der Rhein-Zeitung werden diese sechs Wochen vor der Sitzung, der Bundesrepublik vorgelegt. 

Mögliche Einbindung der Seilbahn in den ÖPNV

Die Seilbahn verbindet seit ihrer Inbetriebnahme die Stadtteile der beiden Rheinseiten barrierefrei und nachhaltig. Bei dem Besuch ging es auch um eine mögliche Einbindung der Seilbahn als umweltfreundliches Verkehrsmittel in den ÖPNV und eine Anbindung der entstehenden Wohnsiedlung auf der Fritsch-Kaserne, berichtet die Rhein-Zeitung.

Denn bereits jetzt wird die Seilbahn von vielen Bürger*innen als Verkehrsmittel genutzt. Zusätzlich betonte man die offensichtlich gestiegenen Besucherzahlen, gerade durch die Anbindung durch die Seilbahn. Jetzt gehe es darum, dem Welterbekomitee UNESCO eine "welterbeverträgliche Lösung für eine Verlängerung der Betriebserlaubnis vorzulegen", schreibt die Rhein-Zeitung