Abgesehen von der geltenden Maskenpflicht wurden Nutzer*innen des öffentlichen Personennahverkehrs bislang von, durch die Corona-Pandemie bedingte, Beschränkungen verschont. Mit Auslaufen der epidemischen Lage am morgigen Mittwoch, ändert sich das jedoch. Ab dann sollen nur noch geimpfte, genesene und getestete Personen mitfahren dürfen. Das gilt im deutschlandweit im gesamten Nahverkehr - also auch in Rheinland-Pfalz.

Viele Menschen fragen sich nun, wie 3G in Bussen und Bahnen umgesetzt beziehungsweise kontrolliert werden soll. Außerdem befürchten einige Nutzer*innen, dass es durch die zusätzlichen Kontrollen zu verlängerten Wartezeiten beim Fahrkartenkauf oder gar Verspätungen im Fahrplan kommen könnte. Inrlp.de hat sich bei den Betreiber*innen öffentlicher Verkehrsmittel umgehört.

Stichprobenartige Kontrollen in den Bussen der Koblenzer Verkehrsbetriebe

"Die 3G-Prüfung im Bus wird stichprobenartig durch unsere Fahrausweisprüfer erfolgen", schildert Susanne Hemmer, Referentin für Kommunikation und Marketing, das Vorgehen der kovebEine Prüfung durch das Fahrpersonal an den vorderen Türen der Busse solle es nicht geben.

Demnach würde nicht jede*r Passagier*in  bereits beim Einsteigen in den Bus kontrolliert werden. Überhaupt seien flächendeckende Kontrollen nicht möglich. "Das ist personell nicht leistbar", begründet Hemmer dies.

Auf zusätzliche Verspätungen, längere Wartezeiten oder sonstigen Einschränkungen, sollen sich die Fahrgäste der koveb im Normalfall nicht einstellen müssen, denn die Kontrollen würden während des laufenden Betriebs stattfinden.

Stichprobenartige Kontrollen auch bei der Deutschen Bahn

Inzwischen hat sich auch die Deutsche Bahn zu ihrem Vorgehen bei den Kontrollen der, ab heute, 24. November, gültigen 3G-Regel in öffentlichen Verkehrsmitteln geäußert. So setzte auch die DB, laut einer Pressemitteilung, auf stichprobenartige Kontrollen. Diese würden durch firmeninternes Sicherheits- und Kontrollpersonal durchgeführt werden. Außerdem könne die Bahn, wenn Beförderungsausschlüsse ausgesprochen werden müssten, auch die Bundespolizei bei Problemen um Unterstützung bitten.

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Allein in den ersten Tagen nach Inkrafttreten der neuen Regeln plane die mehrere hundert Kontrollen. Berthold Huber, Vorstand im Personenverkehr bei der DB, äußert sich in Bezug auf die neuen Regeln wie folgt: "Zusammen mit allen Verkehrsunternehmen des Landes werden wir unseren Beitrag zur Bekämpfung der vierten Welle leisten." Zudem lobt ihr die Arbeit, die das Bahnpersonal bisher in der Pandemie geleistet hat. Diese würde die Angestellten besonders herausfordern, weshalb neben den stichprobenartigen Kontrollen "vor allem auch auf die Mitwirkung der Fahrgäste beim Umsetzen der neuen gesetzlichen Regeln" gesetzt werden müsste.

Beschluss der Bundesregierung: 3G Regel aufgrund hoher Inzidenzen notwendig

Die beschriebenen, neuen Regeln für den öffentlichen Personennahverkehr begründet die Bundesregierung im zugehörigen Beschluss damit, dass  es vor allem bei so hohen Inzidenzen, wie den aktuellen, schwierig sei Kontaktpersonen von Infizierten nachvollziehen zu können. Deshalb sei es nun nötig, die 3G-Regel auch in öffentlichen Verkehrsmitteln geltend zu machen.

Als Nachweis für nicht geimpfte oder genesene Personen reicht ein Bescheid über einen negativen Corona-Schnelltest. Bei Fahrtantritt darf die Abnahme dieses Tests nicht länger als 24 Stunden zurückliegen. Ein PCR-Test ist demnach notwendig.

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