Der Deutsche Wetterdienst (DWD) warnte bis Samstagvormittag vor Dauerstarkregen am Alpenrand. Dabei war im Laufe des Samstags "extrem ergiebiger Dauerregen" zwischen 50 und 140 Litern pro Quadratmeter innerhalb von 48 Stunden angekündigt, verstärkt durch Gewitter. Inzwischen ist die Unwetterfront vorbeigezogen. Der DWD hob seine Unwetterwarnungen vor extrem heftigem Starkregen für Bayern auf. Nur noch wenige Orte vor allem im Südosten des Landes seien von starken Niederschlägen betroffen, sagte ein Meteorologe am Samstag in München. Er nannte ein Gebiet zwischen dem Chiemsee, Waging am See und Berchtesgaden. Hier könne es noch bis Sonntag heftig regnen. Hochwasser an kleinen Flüssen seien denkbar, an den größeren Strömen wie Inn oder Donau eher unwahrscheinlich.

Vor allem kleinere Gewässer könnten deswegen innerhalb kurzer Zeit stark ansteigen und über die Ufer treten, schrieben die Fachleute des bayerischen Hochwassernachrichtendiensts auf ihrer Webseite. "Regional können auch größere Regionen von Hochwasser betroffen sein." Aufgrund der "sehr dynamischen Wetterentwicklung" kristallisiere sich noch kein regionaler Schwerpunkt heraus. "Das Risiko, von ergiebigem Starkregen getroffen zu werden, nimmt jedoch Richtung Süden und Osten zu."

Gewitter und Starkregen: Das Wetter in Franken

Am Samstag (20. August) überquert uns von Westen her eine Kaltfront. Es ist überwiegend stark bewölkt bis bedeckt, mit schauerartigen Regenfällen. Dabei sind auch einzelne Gewitter eingelagert. Maximal werden 20 Grad erreicht. Der schwache Wind weht aus West, teilte der "Wetterochs" am Samstag mit.

Von Sonntag bis Donnerstag herrscht dann ruhiges und niederschlagsfreies Hochdruckwetter. Dabei ist es wolkig bis heiter. Die Höchsttemperaturen klettern von 25 Grad am Sonntag auf 30 Grad am Donnerstag. Der sehr schwache Wind weht aus wechselnden Richtungen. Die Nächte zum Sonntag und Montag sollen recht kühl werden, mit Minima nahe 10 Grad. Ansonsten liegen die nächtlichen Tiefsttemperaturen bei 15 Grad.

Der Diplom-Meteorologe Dominik Jung von "wetter.net" zeigt sich besorgt, was die Dürre-Situation angeht. "Das ist wirklich heftig", sagt er, denn "viel angekündigter Regen ist aus den Wettermodellen verschwunden". Während es im Süden und in der Mitte Deutschlands zu Starkregen kommen soll, hat sich "die letzte Hoffnung für die westlichen Bundesländer" nun zerschlagen. Für Nordrhein-Westfalen, dem Saarland, Hessen und Rheinland-Pfalz werden nur noch wenige Liter berechnet.

So geht es in den kommenden Tagen in Deutschland weiter:

  • Samstag (20. August): 23 bis 29 Grad, im Westen anfangs noch Schauer, später sonnig, sonst nach Osten viele Wolken und Regen
  • Sonntag (21. August): 23 bis 29 Grad, Mix aus Sonne und Wolken, meist trocken
  • Montag (22. August): 23 bis 29 Grad, oft schön, mit Sonnenschein und ein paar Wolken 
  • Dienstag (23. August): 25 bis 31 Grad, freundlich und trocken
  • Mittwoch (24. August): 26 bis 33 Grad, oft freundlich, mit Sonnenschein
  • Donnerstag (25. August): 25 bis 34 Grad, meist sonnig und trocken
  • Freitag (26. August): 27 bis 35 Grad, viel Sonnenschein, trocken
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"Wir sind buchstäblich gefangen im Wärme/Hitze- und Dürre-Dauermodus. Ein neues Hoch kommt nächste Woche mit viel Sonnenschein und Trockenheit. Dazu steigen die Höchstwerte schon wieder verbreitet auf 30 Grad und darüber, in der Spitze bis 35 oder 36 Grad. Eine nachhaltige Abkühlung ist nicht in Sicht, ebenso wenig wie reichlich Landregen und das könnte bis Anfang September so bleiben", sagt Wetter-Experte Jung besorgt.

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