Die Gesellschaft für deutsche Sprache  (GfdS) hat am Freitag (6. Mai 2022) verkündet, welche Vornamen 2021 am häufigsten bei Babys vorkamen. Für die Rangliste der beliebteste Erstnamen wurden die Daten aus 700 deutschen Standesämtern ausgewertet. 

Welche Namen lagen im vergangenen Jahr im Trend? Hier die Top Ten der Erstnamen für Mädchen und Jungen, in den Klammern steht die Platzierung des Vorjahres.

Die beliebtesten Namen für Mädchen im Jahr 2021

1. Emilia (1)
2. Hannah/Hanna (2)
3. Sophia/Sofia (4)
4. Emma (3)
5. Mia (5)
6. Mila (7)
7. Lina (6)
8. Ella (8)
9. Klara/Clara (10)
10. Lea/Leah (9)

Die beliebtesten Namen für Jungen im Jahr 2021

1. Noah (1)
2. Mat(h)eo/Matt(h)eo (4)
3. Leon (2)
4. Finn (7)
5. Paul (3)
6. Luca/Luka (14)
7. Elias (6)
8. Emil (11)
9. Felix (8)
10. Louis/Luis (10)

Insgesamt gab es bei den Lieblingserstnamen auf den vorderen Plätzen wenig Bewegung. Die Spitzenreiter der populärsten Vornamen sind dieselben wie bereits im Vorjahr. Der Trend zu weich klingenden Vornamen, die bei den Mädchen meist auf -a enden, ist ungebrochen. "Diese Namen haben eine akustische Ästhetik, sind besonders klangvoll", sagte die GfdS-Geschäftsführerin Andrea Ewels. Besonders viele der Namen seien "kurz, zeitlos, positiv".

Trend bei Babynamen ungebrochen: Kurz und mit positiver Botschaft

Unter den beliebtesten weiblichen Babynamen seien viele Kurzformen von eigentlich längeren Namen - beispielsweise Mia (statt Maria), Lina (statt Angelina) oder Mila (statt Ludmilla). "Hier hat sich die Kurzform zu einem eigenen Namen entwickelt", erklärte Ewels. Auch seien viele altbekannte, auch traditionelle Namen unter den Top 10, wie etwa Hanna oder Clara. "Die beliebten weiblichen Namen sind außerdem alle mit einer positiven Botschaft verbunden", sagte Ewels. Emilia bedeute beispielsweise "die Fleißige", Mia stehe für "Gottesmutter" oder Clara sei "die Strahlende".

Viele der Jungsnamen seien ebenfalls positiv besetzt, wie etwa Felix (der Glückliche), Mattheo (Geschenk Gottes) oder Luka (der Leuchtende). Zwei der männlichen Top 10 hätten eher einen Bezug zu Kampf und Kraft, nämlich Leon (Löwe) und Louis (berühmter Kämpfer). Lautlich sind die Jungennamen etwas unterschiedlicher als die Mädchennamen, dennoch dominieren auch hier kurze, teils sogar einsilbige Namen, wie die GfdS erläuterte.

Die GfdS wertete für ihre Rangliste die Daten aus 700 deutschen Standesämtern aus. Es seien über eine Million Einzelnamen übermittelt worden, darunter 65 000 verschiedene. "Damit sind fast 93 Prozent aller im vergangenen Jahr vergebenen Vornamen erfasst", hieß es.

Neben der GfdS gibt auch der norddeutsche Hobby-Namensforscher Knud Bielefeld jedes Jahr sein Ranking der beliebtesten Vornamen bekannt. Bei ihm lagen 2021 Emilia und Matteo auf den ersten Plätzen. Für die Statistik hatte Bielefeld nach eigenen Angaben Daten aus 433 Städten ausgewertet. Zwei Drittel der Daten kommen demnach von Standesämtern und der Rest aus Babygalerien von Geburtskliniken. Eltern müssen bei der Namensvergabe aber auch bestimmte Regeln beachten: Diese Namen sind zum Beispiel in Deutschland verboten.