Wie schon im letzten Jahr dominiert auch im Jahr 2021 die Corona-Pandemie die Wahl zum "Wort des Jahres". 

Die Jury der Gesellschaft für deutsche Sprache entschied sich diesmal jedoch für einen etwas positiver konnotierten Begriff.

Platz eins, zwei und drei: Diese Wörter haben es nach oben geschafft

Es ist amtlich: Das Wort "Wellenbrecher" ist das "Wort des Jahres" 2021. Das hat die Gesellschaft für deutsche Sprache (GfdS) am Freitag (3. Dezember) in Wiesbaden mitgeteilt. Das Wort stamme aus dem Küstenschutz und werde mittlerweile für Maßnahmen benutzt, die zum Schutz der Bevölkerung in der Corona-Pandemie angewendet werden, erklärte GfdS-Geschäftsführerin Andrea-Eva Ewels. Auf dem zweiten Platz landete "SolidAHRität". Das Wort beziehe sich auf die Hilfsaktionen im Ahrtal nach der Flutkatastrophe.

Auf dem dritten Platz ist das Wort "Pflexit". In Anlehnung an das Wort "Brexit" für den Austritt Großbritanniens aus der EU handelt es sich dabei um eine Wortkreuzung aus den Worten "Pflege" und "Exit". Mit dem aktuellen Pflegenotstand hat diese Wortschöpfung einen ernsten Hintergrund: Immer öfter verlassen Pflegekräfte, meist wegen harter Arbeitsbedingungen und schlechter Bezahlung, ihren Beruf. 

Insgesamt zehn Wörter umfasst die Liste der Gesellschaft für deutsche Sprache. Sieben davon befassten sich mit der Pandemie, sagte Ewels. Mit der Aktion werden regelmäßig Begriffe gekürt, die das politische, wirtschaftliche und gesellschaftliche Leben in Deutschland nach Ansicht der Jury sprachlich in besonderer Weise bestimmt haben. Mehr als 2000 Vorschläge gingen in diesem Jahr dazu ein. Im vergangenen Jahr wurde das Wort "Corona-Pandemie" zum "Wort des Jahres" gekürt.

Sophia Mittelbach / dpa