• Abgetrennter menschlicher Kopf vor Bonner Landgericht abgelegt
  • Leichenfund am Rhein: Rest des Körpers an Ufer entdeckt
  • 38-jähriger Tatverdächtiger von Polizei festgenommen
  • Rechtsmedizinische Untersuchung liefert neue Infos zur Todesursache

Eine schreckliche Entdeckung haben Zeugen in Bonn machen müssen: Am Dienstagabend (28. Juni 2022) wurde im Bereich des Landgerichts der abgetrennte Kopf eines Menschen gefunden, etwas später auch der restliche Körper etwa einen Kilometer entfernt. Der verhaftete Verdächtige rückte in einer Vernehmung mit Täterwissen heraus.

Update vom 29.06.2022, 21 Uhr: Menschlicher Kopf liegt vor Landgericht - neue Erkenntnisse

Ein vor dem Bonner Landgericht entdeckter abgetrennter Kopf gehört zu einem Mann, der eines natürlichen Todes gestorben ist. Das habe die rechtsmedizinische Untersuchung an dem Leichnam des 44-Jährigen ergeben, teilte die Bonner Polizei am Mittwoch mit. Der restliche Körper des Toten war ebenfalls am Dienstag gut einen Kilometer entfernt in der Nähe des Rheinufers am Rand eines Parks entdeckt worden.

Wegen Verdachts der Störung der Totenruhe sitzt ein 38 Jahre alter Mann in Untersuchungshaft. Zunächst hatte die Polizei wegen eines mutmaßlichen Tötungsdelikts ermittelt. Beide Männer sollen aus der Obdachlosenszene kommen.

Nach der Obduktion erklärte die Polizei, die Abtrennung des Kopfes vom restlichem Körper sei nicht die Todesursache gewesen. Der 44-Jährige sei zu diesem Zeitpunkt bereits eines natürlichen Todes infolge einer schweren Erkrankung gestorben.

Der Tatverdächtige war in unmittelbarer Nähe des Landgerichts festgenommen worden. Nach Polizeiangaben hat er bislang nicht zu den Vorwürfen ausgesagt. Er hatte den Hinweis auf den Fundort des restlichen Körpers gegeben. Der 38-Jährige ist der Polizei vor allem im Zusammenhang mit Betäubungsmittelkriminalität bekannt. Ein mögliches Tatwerkzeug wurde zunächst noch nicht gefunden.

Update vom 29.06.2022, 10 Uhr: Kopf und Körper werden am Vormittag untersucht

Vor dem ehrwürdigen Eingang des Landgerichts in Bonn wird am Dienstagabend ein menschlicher Kopf entdeckt. Ein Tatverdächtiger beschreibt der Polizei, wo der Rest der Leiche liegt. Am Landgericht geht einen Tag später der Betrieb weiter, wie sonst auch.

Die Polizei hoffe nach der Obduktion am frühen Nachmittag weitere Erkenntnisse zu dem Fall zu haben, sagte ein Polizeisprecher am Mittwoch (29. Juni) in Bonn. Auch die etwa einen Kilometer entfernt oberhalb des Rheinufers entdeckte restliche Leiche werde obduziert. Bei dem Toten handelt es sich vermutlich um einen 44-Jährigen aus dem Obdachlosenmilieu. Ein 38 Jahre alter Tatverdächtiger befindet sich laut Polizei weiter in Gewahrsam.

Das Landgericht Bonn war am Mittwoch wieder regulär geöffnet. Der Geschäftsbetrieb gehe normal vonstatten, sagte eine Gerichtssprecherin. Als der Kopf am frühen Dienstagabend entdeckt wurde, war das in der Innenstadt gelegene Gericht für die Öffentlichkeit bereits geschlossen. Auch die Türen des säulengeschmückten Hauptportals waren zu. Im Eingangsbereich hatte die Spurensicherung eine dunkle Plane aufgehängt. Am Mittwoch war davon nichts mehr zu sehen.

Der 38-jährige Tatverdächtige, den die Polizei am Dienstag in unmittelbarer Nähe des Landgerichts festgenommen hatte, habe bisher zu den Hintergründen geschwiegen, sagte der Sprecher. Er habe den Ermittlern aber den Fundort der Leiche in der Nähe des Rheinufers korrekt beschrieben. Der Mann werde am Mittwoch voraussichtlich dem Haftrichter vorgeführt. Polizei und Staatsanwaltschaft ermittelten wegen eines mutmaßlichen Tötungsdeliktes.

Ein mögliches Tatwerkzeug wurde bis zum Morgen noch nicht gefunden. Mehrere Passanten hatten die Polizei alarmiert, weil im Eingangsbereich des Gerichts ein Körperteil liege. Die Identität des Opfers steht nach Polizeiangaben vom Mittwoch noch nicht hundertprozentig fest. Am Fundplatz der Leiche am Rand eines Parks oberhalb des Rheinufers waren noch Absperrbänder zu sehen. Dort sollen sich häufiger Obdachlose aufhalten.

Ursprüngliche Meldung vom 28.06.2022: Menschlicher Kopf vor Bonner Landgericht entdeckt

Man habe einen Tatverdächtigen, der sich in unmittelbarer Nähe des Fundorts am Gerichts befunden habe, festgenommen. Nach ersten Erkenntnissen ist er 38 Jahre alt und der Polizei vor allem im Zusammenhang mit Betäubungsmittelkriminalität bekannt. Seine genaue Identität werde aber noch überprüft.

Sowohl der Tatverdächtige als auch das noch nicht identifizierte Opfer seien ersten Ermittlungen zufolge der Obdachlosenszene zuzuordnen. Beide Fundorte würden nun weiter in Augenschein genommen. Die Mordkommission sucht noch Zeugen. Zuvor hatten Bild und General-Anzeiger über den Leichenfund berichtet.

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