Auf winterglatten Straßen ist es in Deutschland zu zahlreichen Rutschpartien und Unfällen gekommen. Seit Donnerstagnachmittag starben mindestens zwei Menschen, viele weitere wurden verletzt. Von der Nacht zum Samstag an zeichnet sich nach Angaben des Deutschen Wetterdienstes (DWD) eine Wetter-Teilung ab: Denn während es in der Nordhälfte zunehmend frostig und trocken ist, wird es im Süden Deutschlands milder, aber auch unbeständiger.

Beim Zusammenstoß von zwei Autos in Mecklenburg-Vorpommern starb ein 19-jähriger Autofahrer. Die Fahrerin des anderen Autos wurde schwer verletzt. Die zwei Unfallbeteiligten waren am Donnerstagnachmittag mit ihren Fahrzeugen auf einer winterglatten Landstraße bei Reinberg in einer Kurve frontal zusammengestoßen. Eine 15-Jährige starb am Donnerstagnachmittag bei einem Unfall im niedersächsischen Kreis Stade. Vermutlich hatte ihr Vater, der den Wagen steuerte, aufgrund von Straßenglätte die Kontrolle über das mit fünf Personen besetzte Fahrzeug verloren, das gegen einen Baum prallte. Der Fahrer, seine zwei Kinder im Alter von 4 und 8 Jahren sowie ein 15-jähriger Junge wurden nach Polizeiangaben mit zum Teil schweren Verletzungen in Kliniken gebracht.

Glatteis sorgt für mindestens zwei Tote: Viele Menschen bei Unfällen verletzt

Auf der Autobahn 4 bei Erfurt prallte ein Lastwagen gegen den Mast einer großen Schilderbrücke. Der 65 Jahre alte Fahrer sei schwer verletzt worden, teilte die Polizei am Freitag mit. Im Osten Bayerns krachte es auf wegen Eisregens glatten Straßen am Donnerstagabend und in der Nacht zum Freitag mehr als hundert Mal. Es gab mehrere Leichtverletzte, bei den meisten Unfällen blieb es aber bei Blechschäden, wie die zuständigen Polizeipräsidien an Heiligabend mitteilten.

Bei Coburg musste die A73 wegen einer Unfallserie am Donnerstagabend für mehrere Stunden voll gesperrt werden. Auch im Landkreis Hof kam es "innerhalb kürzester Zeit" zu zahlreichen Unfällen aufgrund von Glatteis.

 

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