Am wichtigen Tag für Schnäppchenjäger, dem sogenannten Black Friday, ruft die Gewerkschaft Verdi bei Amazon in Bad Hersfeld (Hessen) zum Streik auf. Der Streik bei dem US-Onlinehandelsriese habe mit der Nachtschicht begonnen und solle 24 Stunden dauern, teilte Verdi in der Nacht zum Freitag mit. Angaben zur Streikbeteiligung wurden zunächst nicht gemacht.

Verdi kämpft für Amazon-Mitarbeiter

Verdi will erreichen, dass die Amazon-Mitarbeiter nach den Tarifbedingungen des Einzel- und Versandhandels bezahlt werden. Amazon lehnt das ab und orientiert sich an der Vergütung in der Logistik-Branche. Das Unternehmen ging davon aus, dass Kundenbestellungen vom Streik nicht betroffen sind. Die "überwiegende Mehrheit" der Beschäftigten arbeite weiterhin wie geplant, teilte ein Sprecher mit.

Verdi: Deshalb soll am Black Friday gestreikt werden

Der aus den USA stammende Shopping-Tag "Black Friday" ("Schwarzer Freitag") gilt als Start in die Saison der Weihnachtseinkäufe. Verdi teilte dazu mit: "Jetzt geht es in den Jahresendspurt, für die Beschäftigten die stressigste Zeit, Überstunden inklusive." Die Beschäftigten müssten besonders an einem solchen Tag in den Mittelpunkt gestellt werden, sagte die Gewerkschafterin Mechthild Middeke. Amazon müsse sich endlich seiner Verantwortung stellen.