Im September 2021 stehen viele Änderungen an. Das prominenteste Ereignis ist die Bundestagswahl und damit auch die Wahl eines neuen Kanzlers oder einer neuen Kanzlerin. Doch auch das Waffenrecht wird verändert, Energiesparlampen werden aus dem verkauf genommen und das Elterngeld wird reformiert.

Nach Angaben der Deutschen Presseagentur bekommt zudem der Dax Zuwachs und die Tagesthemen ein neues Gesicht. Alle Änderungen im September im Überblick: 

Der Wahl-O-Mat startet 

Du bist dir noch unsicher, welche Partei du bei der Bundestagswahl am 26. September wählen sollst? Ab dem 02. September kann dir der Wahl-O-Mat dabei helfen. Mit dieser App können Wahlberechtigte ihre politischen Haltungen anhand von verschiedenen Thesen überprüfen. Für die Abgeordnetenhauswahl in Berlin und zur Landtagswahl in Mecklenburg-Vorpommern wird ebenfalls je eine Version veröffentlicht - diese ist schon ab Donnerstag (26.08.) verfügbar. 

DAX wird erweitert 

Über 30 Jahre nach dem Start des meistbeachteten deutschen Börsenbarometers steht im September eine wichtige Änderung an: Die Zahl der Mitglieder wird von 30 auf 40 erweitert. Wer in die Topliga aufsteigt, will die Deutsche Börse am 3. September bekannt geben. Als sicher gilt, dass es Airbus schafft. 

Elterngeld wird reformiert 

Gute Nachrichten für Eltern: Die Reform des Elterngeldes tritt zum 1. September in Kraft. Das Gesetz sieht vor, dass Mütter und Väter von Frühgeborenen künftig länger Elterngeld bekommen. Zusätzlich werden die Möglichkeiten für Teilzeitarbeit während des Elterngeldbezugs ausgeweitet. 

Neues Gesicht bei den ARD-Tagesthemen 

Zuschauer der ARD-Tagesthemen erleben Anfang September die Premiere von Aline Abboud. Sie wird dritte Moderatorin neben Caren Misoga und Ingo Zamperoni. Die 33-Jährige kommt vom ZDF und folgt bei den "Tagesthemen" auf Pinar Atalay, die zu RTL gewechselt hat. 

Kein "Moneypool" mehr bei PayPal 

Mit der "Moneypool"-Funktion konnten Nutzer*innen beispielsweise Geld im Bekanntenkreis einsammeln, ohne sich persönlich treffen zu müssen. Jetzt wird die Dienstleistung eingestellt, denn Paypal will sich "auf stärker spezialisierte Services zum Sammeln von Geld" konzentrieren. Ab dem 30. September können keine neuen Pools mehr erstellt werden. 

Nur noch persönliche Arbeitslos-Meldung möglich

Künftig müssen sich Arbeitssuchende wieder persönlich bei der Agentur für Arbeit melden. Aufgrund der Coronavirus-Pandemie war es bislang möglich, diese Meldung sowohl telefonisch als auch online möglich. Mit dem ersten September ist dieses Angebot jedoch wieder hinfällig. Betroffene müssen persönlich bei der Agentur für Arbeit vorstellig werden, wenn sie sich arbeitslos melden möchten. Um sich aber arbeitssuchend zu melden, können Arbeitnehmer*innen weiterhin auf das Telefon, Internet oder den Postweg zurückgreifen. 

Corona-Arbeitsschutzverordnung endet am 10. September

Aktuell gilt noch die Corona-Arbeitsschutzverordnung. Die sorgt unter anderem dafür, dass der Arbeitgeber für Corona-Tests oder Mund-Nasen-Bedeckungen Sorge trägt. Diese Arbeitsschutzverordnung endet jedoch zum 10. September. Bislang ist noch nicht absehbar, ob diese Maßnahme verlängert werden soll, oder ob die Arbeitsschutzverordnung ausläuft. 

Smart-eID: Der Personalausweis auf dem Smartphone

Der Personalausweis soll ab September auch auf dem Handy oder Tablet gespeichert werden können. Für Anträge wären somit nur noch das Handy und eine PIN-Nummer notwendig. Wer die PIN vergisst, kann online eine Ersatz-Pin beantragen. Damit würden Besuche beim Amt reduziert werden. 

Seit der Einführung des E-Ausweises im Jahr 2010 wurde das Angebot eher sporadisch genutzt, weil die Handhabe bislang zu kompliziert gewesen sei. Die Smart-eID soll das ändern. Ganz ersetzt werden soll der bislang gültige Personalausweis jedoch nicht. Er wird weiterhin als Ausweisdokument, unter anderem bei Polizeikontrollen, vorausgesetzt. 

Waffenrecht wird verschärft 

Schon im September 2020 wurden umfangreiche Änderungen am Waffenrecht beschlossen, es galt jedoch eine Übergangsfrist. Mit Beginn des Septembers 2021 müssen alle beschlossenen Änderungen in Kraft getreten sein. Würden bisherige Waffenbesitzer*Innen durch die Neuregelungen illegal Waffen besitzen, können sie diese noch bis zum September straffrei bei Polizei abgeben. Zudem ist auch eine Ausnahmeregelung beim Bundeskriminalamt (BKA) für den Besitz der Waffen, Magazine oder Waffenteile möglich. Mit der Regelung sollen terroristische Anschläge im Vorfeld verhindert werden. 

Energiesparlampen und Leuchtstoffröhren dürfen nicht mehr verkauft werden

Wegen einer EU-Verordnung dürfen ab September einige Energiesparlampen und Leuchtstoffröhren nicht mehr in den Handel gebracht werden. Was allerdings bisher schon von den Händlern erworben wurde, darf noch verkauft werden.

Konkret sind Energiesparlampen und lineare Halogenlampen mit dem Sockel R7s betroffen. Wer solche Lampen bereits gekauft hat, muss sich aber keine Sorgen machen. Unterbunden wird lediglich der zukünftige Verkauf, nicht etwa die Nutzung. 

Leuchtmittel bekommen neue Kennzeichnung

Leuchtmittel erhalten ab September außerdem die neuen Energiekennzeichnungen. Angaben wie "A++" gehören zukünftig also endgültig der Vergangenheit an. Stattdessen werden sie von einer Kategorisierung, die sich von A bis G erstreckt, ersetzt. 

Urlaub in Kanada wieder möglich 

Reisende können sich freuen: Ab dem 7. September ist die Einreise für deutsche Urlauber*innen nach Kanada wieder erlaubt. Das Land des roten Ahorns öffnet im Spätsommer seine Grenzen für vollständig Geimpfte. 

Ein Test nach der Einreise oder gar Quarantäne sind nicht notwendig. Auch ungeimpfte Kinder unter zwölf Jahren dürfen in Begleitung ihrer Eltern ohne Quarantäne ins Land. Vor dem Abflug müssen sich Kanada-Urlauber*innen bei der kanadischen Regierung auf "ArriveCan" registrieren oder sich in der gleichnamigen App anmelden. Die Registrierung ist kostenlos.