• Änderungen im Dezember 2022 für Verbraucher*innen
  • Energiepreispauschale für Rentner*innen, Deutsche Post, freiwillige Steuererklärung, Warn-SMS und mehr
  • Diese Daten solltet ihr im Kopf haben

Auch im Dezember 2022 gibt es einige Veränderungen für Verbraucher*innen. Welche das sind, erfährst du in diesem kompakten Überblick.

Änderungen im Dezember 2022: Energiepreispauschale für Rentner*innen und Post

Ab 1. Dezember soll die Energiepreispauschale an Rentner*innen von der Deutschen Rentenversicherung (DRV) ausgezahlt werden. Bis 15. Dezember soll die Auszahlung dann abgeschlossen sein. Die 300 Euro werden nicht mit der laufenden Rente überwiesen, sondern gesondert. Rentner*innen müssen dafür nicht selbst aktiv werden - die Einmalzahlung erfolgt automatisch durch die Rentenzahlstellen. Die Deutsche Rentenversicherung warnt in diesem Zusammenhang auch vor Betrüger*innen

Auch bei der Deutschen Post gibt es zwei Änderungen: Ab 1. Dezember 2022 stampft die Deutsche Post einen langjährigen Service ein. Nach 12 Jahren gibt die Deutsche Post die "E-Post" auf. Stattdessen arbeitet das Unternehmen mit den E-Mail-Anbietern "GMX" und "WEB.de" zusammen und bringt eine neue Dienstleistung heraus. 

In wenigen Wochen ist schon Weihnachten: Wer seine Briefe und Päckchen rechtzeitig bei seinen Liebsten wissen will, sollte einen Blick auf die Einlieferungsschlusszeiten werfen. Die DHL hat die wichtigsten Fristen bereits veröffentlicht:

  • Päckchen: Für Päckchen und Pakete im Inland hat DHL Dienstag, den 20. Dezember, als Frist festgelegt. Sendungen in die Nachbarländer (außer Frankreich) müssen bis zum 15. Dezember abgegeben werden. Für Frankreich und Italien gilt der 14. Dezember und für Sendungen in sonstige europäische Länder der 12. Dezember als Stichtag. Für Päckchen, die außerhalb Europas verschickt werden, ist der 29. November 2022 als Frist gesetzt. Für den Express-Versand gibt DHL den 21. Dezember als empfohlenen letzten Termin an.
  • Briefe und Postkarten: Wer rechtzeitig vor Weihnachten Briefe oder Postkarten verschicken möchte, dem bleibt bei einem Versand innerhalb Deutschlands bis zum 22. Dezember vor Briefkastenleerung Zeit. Innerhalb von Europa gibt die Deutsche Post den 14. Dezember als Frist an, für einen Versand außerhalb Europas gilt der 7. Dezember als Stichtag.

Freiwillige Steuererklärung, Warn-SMS, Dezember-Soforthilfe

Die freiwillige Steuererklärung 2018 kann von Arbeitnehmer*innen noch bis zum 31. Dezember 2022 in den Briefkasten des Finanzamts oder elektronisch per Elster eingereicht werden. Bei nur einem Tag Verspätung wird die Erklärung schon nicht mehr bearbeitet. Statistisch gesehen gibt es bei Abgabe einer Steuererklärung eine durchschnittliche Steuererstattung von rund 1.000 Euro. Für freiwillige Steuererklärungen gilt eine Vierjahres-Frist. Stiftung Warentest hat 15 digitale Anbieter für die Steuererklärung unter die Lupe genommen.

Am 8. Dezember dürfen Handybesitzer*innen nicht erschrecken: Deutschlandweit wird das Cell-Broadcast-System getestet. Handybesitzer*innen erhalten dann eine SMS oder einen Anruf über das Warnsystem, auch, wenn das Handy auf stumm geschaltet ist oder der "Nicht-Stören-Modus" aktiviert ist. Anlass für die Einführung waren die heftigen Unwetter in Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz im Juli 2021, bei denen es über hundert Tote gab.

Gasverbraucher erhalten außerdem eine Dezember-Soforthilfe. Mitte November hat der Bundesrat die Dezember-Soforthilfe für Kunden von Gas- und Fernwärme gebilligt. Konkret sieht sie vor, dass die Abschlagszahlung für den kommenden Monat erlassen wird. Adressaten sind private Haushalte und kleinere Unternehmen, die weniger als 1,5 Millionen Kilowattstunden pro Jahr verbrauchen. Dabei bemisst sich die Entlastung bei Erdgas folgendermaßen: Grundlage ist ein Zwölftel des Jahresverbrauchs multipliziert mit dem Arbeitspreis pro Kilowattstunde im Dezember ergänzt um ein Zwölftel des Grundpreises. Für Fernwärmekunden entspricht die einmalige Entlastung für den Monat Dezember dem Betrag der Abschlagszahlung für September 2022 plus 20 Prozent.

Änderungen im Dezember 2022: Winterfahrplan der DB und Saisonkurzarbeitergeld

Ab 11. Dezember gilt der neue Winterfahrplan der Deutschen Bahn. Der Konzern kündigt mehr Fahrten, Linienveränderungen und den Einsatz neuer ICE-Züge an. Unter anderem werde eine neue Schnellfahrstrecke zwischen Wendlingen und Ulm eröffnet. Dadurch sollen laut Deutscher Bahn nicht nur Verbindungen zwischen Köln über Stuttgart nach München und Stuttgart über Ulm nach München rund 15 Minuten schneller werden. Auch die Anzahl der Fahrten werde um 20 erhöht. Hier kommt hier zum Winterfahrplan der DB.

Vom 1. Dezember 2022 bis 31. März 2023 gilt in Deutschland die Schlechtwetterzeit. Arbeitsmangel und saisonale Arbeitsausfälle sind dann vorprogrammiert. Damit Arbeitnehmer trotzdem im Betrieb gehalten werden können, wird das sogenannte Saison-Kurzarbeitergeld – kurz Saison-Kug – gezahlt. Anspruch darauf haben Betriebe im Bauhauptgewerbe, des Dachdeckerhandwerks, des Garten-, Landschafts- und Sportplatzbaus sowie des Gerüstbauerhandwerks.

Das Saison-Kug beträgt üblicherweise für Arbeitnehmer mit mindestens einem Kind 67 Prozent und für die übrigen 60 Prozent des ausgefallenen Nettolohnes. Es wird ab der ersten Ausfallstunde geleistet, sofern nicht noch angesparte Arbeitszeitguthaben aufzulösen sind. Außerdem können Betriebe weitere finanzielle Hilfen erhalten: das Zuschuss-Wintergeld, ein Mehraufwands-Wintergeld und Erstattungen der Beiträge zur Sozialversicherung. Arbeitgeber müssen die Leistungen innerhalb einer Ausschlussfrist von drei Monaten bei der Agentur für Arbeit beantragen.

Kosmetikbetriebe brauchen Zertifikat und Neujahrsfeuerwerk kann 2023 stattfinden

Kosmetikbetriebe, die Laserbehandlungen anbieten, müssen zum 31. Dezember ihre Qualifikation nachweisen. Die Regelung soll sicherstellen, dass nur geschultes Personal die Behandlung durchführt.

Nach zwei Jahren ohne Raketen- und Böllerverkauf wird Silvester in diesem Jahr voraussichtlich wieder lauter und bunter. Ein Verkaufsverbot und ein An- und Versammlungsverbot am Jahreswechsel sind nicht absehbar. 2020 und 2021 waren diese verhängt worden, um die Krankenhäuser in der Corona-Pandemie vor Überlastung zu schützen. Allerdings können die Kommunen Böllerverbotszonen einrichten.

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