Der Schauspieler, Moderator und gebürtige Bamberger Thomas Gottschalk zog über die Internet-Generation und die Influencer her, die sie hervorbringt. In einem Interview mit der Süddeutschen Zeitung machte er seinem Ärger über die Nachwuchs-Stars  Luft: er könne sie nicht ernst nehmen und sie täten ihm leid.

Er erklärte die Handy-Generation für "so weichgekocht und so ängstlich auf Erfolg bedacht. Die steht so unter Druck. Das tut mir leid." Er sei der Meinung, dass es den jungen Leuten an Authentizität fehle. Zu Beginn seiner Laufbahn als aufstrebender Künstler, habe man sich zwar noch hocharbeiten müssen, konnte allerdings authentisch bleiben. Das führe er darauf zurück, dass die Influencer der jungen Generation "an alle ihre fünf Millionen Follower denken und bloß nix falsch machen wollen", wenn sie den Mund aufmachen.

"Ich glaube nicht an sie": Thomas Gottschalk mit klarer Botschaft

Auch das Alter der aufstrebenden Internet-Stars - "diese ganzen Leute mit fünf Millionen Followern zwischen neun und elf Jahren" - geriet in den Fokus seiner Kritik. Zu seiner Zeit habe er "die harte Schule der Unterhaltung" durchlaufen müssen und beispielsweise eine Werbekampagne für eine Nähmaschine abgedreht, um in das Licht der Öffentlichkeit zu rücken. "Diese harte Schule verbindet, und das fehlt den Reality-Dödeln heute", merkte er abschätzig an.

"Ich muss aufpassen, dass ich nicht meine komplette Zeit damit verplempere, irgendwelche Reality-Stars oder Youtube-Influencer zu beschimpfen, weil ich nicht an sie glaube", fügte Gottschalk hinzu.