Die 31. Auflage des Heavy-Metal-Festivals im schleswig-holsteinischen Wacken ist in der Nacht zum Sonntag zu Ende gegangen. Beim Wacken Open Air (W:O:A) hätten 83 400 Fans gefeiert, teilten die Veranstalter mit. Am Sonntag lief der Rückreiseverkehr auf Hochtouren.

In Wacken spielten diesmal Metal-Größen wie Judas Priest, Slipknot oder Powerwolf. Auf neun Bühnen traten mehr als 200 Bands auf. «Das Wacken Open Air ist zurück – endlich! Wir haben das Festival genauso vermisst wie die Fans», erklärten die Veranstalter Holger Hübner und Thomas Jensen. Am Samstag trat die Kölner Mundart-Band Höhner in Wacken auf. «Es ist absolut der Wahnsinn, was hier heute passiert ist», sagte Sänger Patrick Lück der Deutschen Presse-Agentur.

Die Polizei sprach von einem friedlichen Verlauf des Festivals. Es habe Straftaten im unteren zweistelligen Bereich gegeben, sagte eine Sprecherin. «Das ist für 80 000 Menschen sehr ruhig.» Die Anzahl der polizeilich behandelten Delikte sei um 60 Prozent zurückgegangen.

Rekordverdächtiges ereignete sich am Samstagmorgen in der Luft. Der Hamburger Musiker Johannes «Johnny» Ritter spielte 327 Meter über dem Gelände im Korb eines Heißluftballons ein Luftgitarren-Solo - das laut Organisatoren bisher höchste der Welt. Ein Rekordrichter des Rekord-Instituts für Deutschland (RID) habe dies offiziell bestätigt. Das RID vermarktet sich als das deutschsprachige Pendant zum Guinnessbuch der Rekorde.

Für das Festival im kommenden Jahr (2. bis 5. August 2023) sind bereits Iron Maiden angekündigt. Die Fans quittierten dies am Samstagabend mit großem Beifall. Die britische Band will dann schon zum vierten Mal in Wacken auf der Bühne stehen. Mit dabei sind unter anderem auch die Trash-Metal-Band Megadeth aus den USA, die irisch-amerikanische Folk-Punk-Gruppe Dropkick Murphys und Jinjer aus der Ukraine.