Update vom 15.11.2022, 11.45 Uhr: Suche nach dem Motiv geht weiter - Streitigkeiten ums Geld?

Die Bluttat von Weilheim, die insgesamt vier Tote forderte, wirft weiter Fragen auf. Nun hat die Bild-Zeitung unter Berufung auf das Umfeld der Toten erste Spekulationen zu einem möglichen Motiv veröffentlicht. Dabei könnte es auch ums Geld gegangen sein.

Demnach war die Lebensgefährtin des Täters nach einem Schlaganfall seit mehreren Jahren an den Rollstuhl gefesselt. Angaben der Bild zufolge habe die Pflege der Frau immer wieder zu Streit zwischen dem Täter, einem ortsansässigen Malermeister, und der Zwillingsschwester seiner Freundin geführt. Gegenstand der Streitigkeiten soll unter anderem finanzielle Aufwendungen für die pflegebedürftige Frau gewesen sein. 

Aufschluss über das Motiv der Tat könnte ein Abschiedsbrief geben, dessen Existenz die Polizei mittlerweile bestätigt hat. Dieser ist jedoch weiterhin unter Verschluss. 

Ein weiteres Rätsel der Gewalttat ist, woher der Malermeister die Waffe hatte, mit der er den Ehemann der Zwillingsschwester und schließlich sich selbst erschoss. Bei der Frage sei man noch am Anfang, hieß es dazu von der Polizei.

Update vom 14.11.2022, 18 Uhr: Tote in Weilheim starben durch Schüsse und stumpfe Gewalt - Obduktionsergebnisse

Die vier Opfer des Gewaltverbrechens im oberbayerischen Weilheim sind durch Schüsse und stumpfe Gewalt gestorben. Das habe das vorläufige Ergebnis der Obduktion der Leichen ergeben, teilte die Polizei am Montag (14. November 2022) mit. Demnach starben die beiden Männer - unter ihnen der 59 Jahre alte mutmaßliche Täter - an Schussverletzungen, ihre beiden Lebensgefährtinnen an stumpfer Gewalt gegen den Kopf. Nach bisherigen Erkenntnissen tötete der 59-Jährige erst die beiden Zwillingsschwestern und dann den 60-Jährigen. Anschließend soll der Verdächtige Suizid begangen haben.

Bei den Ermittlungen sei auch eine Abschiedsnachricht des mutmaßlichen Täters gefunden worden, teilte die Polizei am Montag mit. Zu dem Inhalt sowie den Hintergründen der Tat machte ein Polizeisprecher auf Nachfrage keine Angaben - unter Verweis auf die Persönlichkeitsrechte der Hinterbliebenen. "Es ist kommuniziert, dass es sich um eine Beziehungstat handelt", sagte der Sprecher. Mit dieser Information müsse man sich begnügen.

Die vier Opfer des Gewaltverbrechens waren am Freitag wenige Kilometer voneinander entfernt gefunden worden. Eine Frau hatte den 60-Jährigen noch lebend im Garten eines Mehrfamilienhauses gefunden und den Notruf gewählt. Der Mann starb aber noch vor Ort an seinen Verletzungen. Mehr als zwei Stunden später fand ein Zeuge den mutmaßlichen Täter tot auf einer Parkbank. In dessen Haus entdeckten die Ermittler dann die zwei getöteten 57 Jahre alten Frauen.

Update vom 14.11.2022, 6 Uhr: Polizei gibt Tat-Details bekannt - Obduktion steht an 

Drei Tage nach dem gewaltsamen Tod von vier Verwandten in Weilheim in Oberbayern sollen die Leichen an diesem Montag obduziert werden. Aufgabe der Rechtsmedizin ist es etwa, die Todesursache festzustellen. Unklar ist bislang, wodurch die zwei Frauen starben. Die Polizei sprach von massiven Verletzungen, wie genau diese zustande kamen, muss nun geklärt werden.

Die Körper der Männer weisen den Ermittlern zufolge Schussverletzungen auf - fraglich ist, ob diese auch tödlich waren. Polizeisprecher Alexander Huber rechnet damit, dass frühestens am Dienstag Ergebnisse dieser Untersuchung veröffentlicht werden.

Bei den Toten handelt es sich nach dpa-Informationen um Zwillingsschwestern und deren Männer. Nach bisherigen Erkenntnissen der Polizei tötete ein 59-Jähriger am Freitag erst die Frauen (beide 57) und dann den 60-Jährigen. Anschließend soll sich der Verdächtige das Leben genommen haben. Das Tatmotiv ist noch unbekannt. Laut Polizei handelt es sich um eine Beziehungstat.

Die Ermittler werden Huber zufolge auch versuchen, durch Zeugenbefragungen herauszufinden, was den 59-Jährigen zu der Tat getrieben haben könnte. Neben seiner Leiche lag eine Waffe. "Nun wird untersucht, ob es die Tatwaffe ist", erklärte der Polizeisprecher. "Das liegt natürlich nah." Zudem müsse noch ermittelt werden, ob der Mann überhaupt eine Waffe führen durfte.

Update vom 13.11.2022, 10.30 Uhr: Waffe gefunden - Polizei hält sich mit Infos bedeckt

Neben der Leiche des mutmaßlichen Dreifachmörders von Weilheim haben Ermittler eine Waffe gefunden. "Nun wird untersucht, ob es die Tatwaffe ist", sagte Polizeisprecher Alexander Huber am Sonntag (13. November 2022). "Das liegt natürlich nah." Huber bestätigte Informationen der "Bild am Sonntag", wonach es sich bei der Waffe um eine Handfeuerwaffe handelt. Ob es eine Pistole ist oder ein Revolver, wollte er nicht sagen. Zudem müsse noch ermittelt werden, ob der Mann eine Waffe führen durfte.

Der 59 Jahre alte Verdächtige soll am Freitag drei Verwandte in der Kreisstadt Weilheim in Oberbayern getötet und sich anschließend das Leben genommen haben. Das Motiv für die Tat ist bisher ungeklärt. "Die Ermittlungen sind nicht abgeschlossen, bloß weil der mutmaßliche Täter tot ist", sagte Huber. "Man wird die Hintergründe beleuchten." Zeugenbefragungen liefen weiter, gesicherte Spuren würden untersucht. Ob es einen Abschiedsbrief gibt, wollte der Sprecher nicht verraten.

Am Montag sollen die Leichen der vier Toten obduziert werden. Huber rechnet damit, dass frühestens am Dienstag Ergebnisse dieser Untersuchung veröffentlicht werden.

Bei den Toten handelt es sich nach dpa-Informationen um Zwillingsschwestern und deren Männer. Nach bisherigen Erkenntnissen der Polizei tötete der Verdächtige erst die Frauen (57) und dann den 60-jährigen Mann. Von den Ermittlern war aus Gründen des Persönlichkeitsschutzes zum genauen Verhältnis der Toten zueinander nichts zu erfahren.

Update vom 12.11.2022, 15.25 Uhr: Vier Tote sind Zwillingsschwestern und ihre Männer 

Nach dem gewaltsamen Tod von zwei Ehepaaren in Oberbayern sollen die Leichen am Montag obduziert werden. Mit Ergebnissen sei nicht vor Montagnachmittag zu rechnen, was davon veröffentlicht werde, sei noch unklar, sagte Polizeisprecher Alexander Huber am Samstag (12. November 2022).

Bei den vier Toten von Weilheim handelt es sich nach dpa-Informationen um Zwillingsschwestern und deren Männer. Nach bisherigen Erkenntnissen der Polizei tötete ein 59-Jähriger am Freitag erst die 57 Jahre alten Frauen und dann einen 60-Jährigen. Anschließend soll sich der Verdächtige das Leben genommen haben.

Die Ermittler wollten aus Gründen des Persönlichkeitsschutzes nicht bekannt geben, wie das genaue Verhältnis der Toten zueinander war. Sie teilten lediglich mit, sie seien miteinander verwandt. Das Motiv des Täters war am Samstag zunächst nicht bekannt.

Update vom 12.11.2022, 11.03 Uhr: Zwei Personen weisen Schussverletzungen auf - Polizei hält sich bedeckt

Die Leichen der bei einer Gewalttat in Oberbayern getöteten Männer weisen Schussverletzungen auf. "Die Frauen hatten keine Schussverletzungen", sagte Polizeisprecher Alexander Huber am Samstag. Auch über mögliche Stichverletzungen sei ihm nichts bekannt.

Wie genau die beiden 57-Jährigen starben, soll nun eine Obduktion klären. Diese werde womöglich noch am Samstag erfolgen. Die vier Toten waren am Freitag in Weilheim entdeckt worden.

Die Frauen und die Männer im Alter von 59 und 60 Jahren sollen miteinander verwandt gewesen sein - inwiefern genau, also ob eventuell verschwägert, wollen die Ermittler nicht sagen. Nach bisherigen Erkenntnissen handelt es sich um eine Beziehungstat. Demnach hat der 59-Jährige am Freitagnachmittag erst die Frauen und dann den 60-Jährigen getötet. Anschließend soll sich der Verdächtige das Leben genommen haben. Das Motiv war zunächst unbekannt.

Erstmeldung vom 12.11.2022: Passanten und Beamte finden leblose Personen

Zunächst fanden die Beamten den 60-Jährigen leblos im Garten eines Mehrfamilienhauses im Ortszentrum von Weilheim. Eine Zeugin hatte den Mann dort entdeckt und Polizei und Rettungsdienst verständigt - der entsprechende Notruf ging um 16.50 Uhr ein. Die sofort eingeleiteten Reanimationsmaßnahmen blieben nach Angaben der Polizei erfolglos, der Mann sei noch vor Ort an seinen schweren Verletzungen gestorben.

Die Polizei Weilheim leitete daraufhin sofort eine Großfahndung ein, unterstützt von zahlreichen Einsatzkräfte umliegender Dienststellen. Die Fahndung blieb allerdings für mehrere Stunden ohne Erfolg.

Gegen 19.15 Uhr entdecke ein Passant dann eine leblose Person auf einer Parkbank, und zwar in einem ganz anderen Eck von Weilheim - dabei handelte es sich um den 59-Jährigen, der beim Eintreffen der Einsatzkräfte bereits tot war. In dessen Anwesen, ebenfalls in Weilheim, fand die Polizei schließlich die beiden leblosen Frauen, laut Mitteilung mit "massiven Verletzungen". Ein Notarzt habe nur noch den Tod der beiden 57-Jährigen feststellen können. Aufgrund der ersten Erkenntnisse aus den kriminalpolizeilichen Untersuchungen sei davon auszugehen, dass der 59-Jährige zunächst die beiden Frauen und den 60-jährigen Mann tödlich verletzte und sich anschließend selbst tödliche Verletzungen zufügte, hieß es in der Mitteilung der Polizei. Die Ermittlungen führen die Kriminalpolizei Weilheim und die Staatsanwaltschaft München II.

Weilheim hat rund 23.000 Einwohner. Die Stadt liegt rund 50 Kilometer südwestlich von München im Landkreis Weilheim-Schongau.

Hinweis der Redaktion: Wir berichten für gewöhnlich nicht über Selbstmorde. Eine Ausnahme bilden Fälle von großem öffentlichen Interesse. Bei der Telefonseelsorge erreichst du unter der kostenlosen Hotline 0800-1110111 oder 0800-1110222 Hilfe in schwierigen, möglicherweise ausweglos erscheinenden Situationen. Innerhalb von Bayern kannst du dich alternativ unter der 0800-6553000 beim Netzwerk Krisendienste Bayern melden. Dort bekommst du rund um die Uhr qualifizierte Hilfe in psychischen Krisen und Notfällen. Unter www.frnd.de ("Freunde fürs Leben") findest du zudem weitere Informationen und Hilfsangebote.