Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) ehrt Hollywood- und Action-Star Arnold Schwarzenegger mit dem Ehrenpreis des Bayerischen Fernsehpreises - doch wofür genau? "Keine Ahnung", sagte der Schauspieler und Ex-Gouverneur von Kalifornien am Dienstag (27. September 2022) kurz vor der Übergabe in München. "Das ist vielleicht eine Auszeichnung für meinen Fitnesskreuzzug, den ich hier in München begonnen habe 1966", mutmaßt Arnie, der mit muskelgestähltem Körper zur Bodybuilding-Ikone wurde. Oder für die Terminator-Filme?

Söder klärt auf, was es mit dem Ehrenpreis beim "Blauer Panther - TV & Streaming Award" für den in die USA ausgewanderten Österreicher auf sich hat. Schwarzenegger bekam ihn nun bereits vor der eigentlichen Preisverleihung der Blauen Panther am 19. Oktober.

Markus Söder würdigt Schwarzenegger und vergleicht sich selbst mit dem Terminator

Man würdige das große Engagement des 75-Jährigen in den sozialen Medien gegen Propaganda und Desinformation zum russischen Angriffskrieg auf die Ukraine. Es geht insbesondere um ein Video, das Schwarzenegger knapp einen Monat nach dem Einmarsch Russlands im Nachbarland veröffentlicht habe. Mit eindringlichen Worten und kyrillischen Untertiteln habe er darin die Russen auf das Unrecht des Krieges aufmerksam gemacht.

Dieser Aufruf habe sich in kürzester Zeit unglaublich verbreitet, lobt Söder und tut seine Verehrung für Schwarzenegger und dessen Testosteron- und actiongeladenen Filme der Terminator-Reihe kund. "Ich weiß, da fallen jetzt einige aus Political Correctness in Ohnmacht, das ist mir aber egal", sagt der 55 Jahre alte CSU-Chef.

Rund ein Jahr vor der Landtagswahl in Bayern sieht Söder sogar eine Parallele zu Schwarzeneggers Paraderolle des Terminators. "Ich habe auch selber immer versucht, das politische Motto 'I'll be back' wahrzunehmen", sagt er in Anlehnung an das Kult-Zitat der Filmreihe, "Ich komme wieder". Der politisch bei den konservativen Republikanern verortete Arnie gibt das Lob zurück. "Ihr habts an guadn Ministerpräsidenten hier, ihr brauchts keinen zweiten." 

Erst vor kurzem hatte Söder sich zu "Wokeness" und einer angeblichen Sprachpolizei geäußert und traf dabei auf Kritik.