• Bergsteiger nach folgenschwerem Sturz am Hochkalter tot aufgefunden
  • Bei Ramsau: Suchaktion nach 24-Jährigem war lange erfolglos
  • Bergretter mussten Einsatz wegen zu großer Gefahr häufig unterbrechen
  • Schneeschmelze gab schließlich seine Leiche frei

Tagelang suchten Einsatzkräfte in den Berchtesgadener Alpen nach einem abgestürtzten Bergsteiger. Die Suchaktion nach dem 24-Jährigen aus Niedersachsen am Hochkalter musste schließlich abgebrochen werden. Nun herrscht traurige Gewissheit: Österreichische Einsatzkräfte fanden den Leichnam des jungen Mannes nach einer Schneeschmelze.

Update vom 14.10.2022, 6.15 Uhr: Vermisster Bergsteiger tot aufgefunden

Der in den Berchtesgadener Alpen vermisste 24-jähirge Bergsteiger ist tot. Ein österreichischer Polizeihubschrauber fand den Leichnam des Mannes am Donnerstag (13. September) in einer Absturzrinne am Hochkalter. Dies bestätigte die Polizei in Berchtesgaden gegenüber dem Bayerischen Rundfunk

Der Fundort des toten Niedersachsen liegt demnach nur knapp unterhalb der Stelle, an der die Einsatzkräfte vergeblich nach dem Vermissten gesucht hatten. Nur wenig oberhalb war Ende September der Rucksack des 24-Jährigen gefunden worden. Sein Körper war laut Angaben der örtlichen Behörden bisher unter den Schneemassen verborgen. Erst eine Schneeschmelze machte die Entdeckung der Leiche möglich. 

Mittlerweile wurde der Körper des jungen Bergsteigers ins Tal gebracht. Derzeit wird noch die genaue Todesursache ermittelt. Fremdverschulden ist laut der Polizei in jedem Fall auszuschließen. 

Der 24-Jährige aus Hannover galt seit Mitte September vermisst. Er war in einen Schneesturm geraten, weshalb der Kontakt zu ihm abbrach. Die Suche musste aufgrund des schlechten Wetters mehrfach unterbrochen werden, bis sie schließlich komplett eingestellt wurde. Zeitweise kam sogar ein Eurofighter zum Einsatz.

Update vom 22.09.2022, 15.50 Uhr: Suche nach vermisstem Bergsteiger unterbrochen

Die Hoffnungen schwinden: Die Rettungskräfte stellten am Donnerstagabend die Suche nach einem verunglückten Bergsteiger in den Berchtesgadener Alpen erneut ein. Man habe "alles Menschenmögliche" und technisch Machbare getan, um den vermissten 24-Jährigen lebend zu finden, sagte ein Polizeisprecher am Abend.

In dem Gebiet am Hochkalter bei Ramsau sei die Lage tief winterlich. Die Temperaturen lägen teils unter dem Gefrierpunkt. "Unter den derzeitigen Umständen, insbesondere aufgrund der Schneelage im eingegrenzten Gebiet, sind weitere Suchmaßnahmen momentan nicht zielführend", hieß es weiter. Bergwacht und Polizei behalten die Lage am Berg jedoch genau im Auge, um bei einer Änderung der Witterung hin zu Tauwetter schnell die Suche wieder aufnehmen zu können.

Zuvor hatte es eine neue Spur gegeben: Ein Signal war mit einer speziellen Ortungstechnik an einem Hubschrauber aus einer Felswand im Suchgebiet empfangen worden. Der Hubschrauber war deshalb erneut aufgestiegen, um Bergretter in das Gebiet zu bringen. Die Polizei sprach von einem letzten Strohhalm für diesen Tag.

Der 24-Jährige aus Niedersachsen hatte am Samstag einen Notruf abgesetzt, weil er kurz unterhalb des Gipfels des 2607 Meter hohen Hochkalters bei Ramsau nahe Berchtesgaden im Schneesturm abgerutscht war und sich im steilen und rutschigen Gelände kaum noch halten konnte. Nach mehreren Telefonaten riss der Kontakt ab. Wegen der widrigen Bedingungen musste die Suchaktion zunächst verschoben und zwischenzeitlich auch wieder unterbrochen werden.

Tagelang hatten die Retter einsatzbereit im Tal gewartet. Am Berg habe starker Schneefall und eisiger Wind geherrscht. Deshalb sei eine Suche sowohl terrestrisch als auch aus der Luft unmöglich und für die Einsatzkräfte selbst mit einer hohen Lebensgefahr verbunden gewesen.

Am Mittwoch konnte endlich ein Helikopter mit einer speziellen Ortungssonde aufsteigen. Dadurch wurde zumindest der Rucksack des jungen Mannes gefunden. Auch ein Eurofighter der Bundeswehr war im Einsatz, der die Retter mit Ortungstechnik und hochauflösenden Luftbildern unterstützte. Als der Helikopter ein letztes Mal über das Suchgebiet flog, nahm er ein neues Signal auf, hieß es weiter. Was das Signal auslöste, war zunächst unklar. Die Ortungstechnik reagiert auf Halbleiter und Reflektoren, wie sie zum Beispiel in einigen Outdoor-Jacken eingenäht sind.

Teams aus Bergwachtlern und Polizeibergführern wurden gezielt in der steil abfallenden und tief schneebedeckten Felswand abgesetzt. Mit Lawinensonden und elektronischen Ortungsgeräten suchten sie die steile Rinne und die Felswände ober- und unterhalb der Fundstelle ab. Dabei waren sie an Seilen gesichert und hatten spezielle Eispickel und eine Lawinennotfallausrüstung dabei.

Der 24-Jährige hatte am Samstag einen Notruf abgesetzt, weil er kurz unterhalb des Gipfels des 2607 Meter hohen Hochkalters bei Ramsau nahe Berchtesgaden im Schneesturm abgerutscht war und sich im steilen und rutschigen Gelände kaum noch halten konnte. Seither ist der Kontakt abgerissen.

Wegen der widrigen Bedingungen musste die eingeleitete Suchaktion wieder unterbrochen werden. Tagelang warteten die Retter einsatzbereit im Tal, bis am Mittwoch endlich ein Helikopter mit einer speziellen Ortungssonde aufsteigen konnte. Dadurch wurde zumindest der Rucksack des jungen Mannes gefunden. Auch ein Eurofighter der Bundeswehr war im Einsatz, der die Retter mit Ortungstechnik und hochauflösenden Luftbildern unterstützte.

Da aber auch diese keinen Hinweis auf den Aufenthaltsort des Vermissten ergaben, suchten am Donnerstag nun drei Teams aus Bergwachtlern und Polizeibergführern die steile Rinne und die Felswände ober- und unterhalb der Fundstelle mit Lawinensonden und elektronischen Ortungsgeräten ab. Während der Suche waren sie an Seilen gesichert und hatten wegen der widrigen Bedingungen und dem alpinen Gelände sowohl Eisgeräte - das sind spezielle Pickel - als auch Lawinennotfallausrüstung dabei.

Update vom 22.09.2022, 11.20 Uhr: Vermisster Bergsteiger: Eurofighter im Einsatz

Bei der Suche nach dem verunglückten Bergsteiger am Hochkalter in den Berchtesgadener Alpen ist auch ein Eurofighter der Bundeswehr zum Einsatz gekommen. Der Eurofighter unterstützte am späten Mittwochnachmittag die Retter mit Ortungstechnik und hochauflösenden Luftbildern, teilte das Bayerische Rote Kreuz am Donnerstagmorgen mit.

Ebenfalls am Mittwoch war der Rucksack des vermissten 24-Jährigen gefunden worden. Weil der Bereich nach dem Fund des Rucksacks von Wolken umhüllt war, konnten vorerst keine weiteren Bergretter für eine umfassendere Suche zum Einsatzort geflogen werden. Bergretter sollen das Gelände unterhalb des geborgenen Rucksacks nun am Donnerstag absuchen.

Der junge Mann aus Niedersachsen war am Samstag bei einer hochalpinen Tour unterhalb des 2607 Meter hohen Gipfels abgerutscht. Er setzte einen Notruf ab, weil er sich bei eisiger Kälte und Schneesturm in dem steilen Gelände kaum noch halten konnte. Seither ist jeder Kontakt abgebrochen. Die Suche nach ihm war tagelang wegen Schneesturms und entsprechender Lawinengefahr in dem hochalpinen, steilen Gelände weder zu Fuß noch per Helikopter möglich. Am Donnerstag sollte aber endlich gutes Wetter herrschen.

Update vom 22.09.2022, 9.00 Uhr: Bergretter finden Rucksack des Vermissten - Suche wird heute fortgesetzt

Der Donnerstag soll das Ende der quälenden Ungewissheit bringen: Die Suche nach einem verunglückten Bergsteiger in den Berchtesgadener Alpen wird fortgesetzt. Schon am Vortag hatten die Helfer versucht, den bereits am Samstag am Hochkalter in Bergnot geratenen 24-Jährigen mithilfe eines speziellen Ortungsgeräts zu finden. Nachdem das Sonargerät sie zunächst auf die falsche Spur geführt hatte und unter dem Schnee nur ein abgestürzter Wetterballon zum Vorschein kam, fanden die Retter am Mittwochnachmittag zumindest den Rucksack des jungen Mannes aus Niedersachsen.

Damit lässt sich der bislang unbekannte Aufenthaltsort des 24-Jährigen zumindest eingrenzen. Weil der Bereich aber nach dem Fund des Rucksacks wieder von Wolken umhüllt war, konnten vorerst keine weiteren Bergretter für eine umfassendere Suche zum Einsatzort geflogen werden. Daraufhin schwanden die Hoffnungen, den Bergsteiger lebend zu finden, weiter.

Update vom 21.09.2022, 16 Uhr: So lief die erneute Suche nach dem Bergsteiger

Bei der Suche nach einem verunglückten Bergsteiger am Hochkalter in den Berchtesgadener Alpen haben Rettungskräfte vorerst nur einen Wetterballon im tiefen Schnee gefunden. "Da weiß man wenigstens, dass das System funktioniert", sagte ein Sprecher der Bergwacht am Mittwoch. Die Retter sind deshalb optimistisch, auch den vermissten 24-Jährigen aus Niedersachsen noch zu orten. "Wenn der Notebook oder Handy dabei hat, kann man dann davon ausgehen, dass wir den finden."

Der 24-Jährige war am Samstag abgerutscht. Er setzte einen Notruf ab, weil er sich bei eisiger Kälte und Schneesturm in dem steilen Gelände kaum noch halten konnte. Seither ist jeder Kontakt abgebrochen.

Die Helfer wissen nicht, wo genau sich der junge Mann zum Zeitpunkt seines Unfalls befand. Der Einsatz ist für die ehrenamtlichen Helfer der Bergwacht und die Alpinpolizei deshalb sehr aufwendig. Zudem machten das schlechte Wetter und die herausfordernden Bedingungen mit bis zu drei Meter tiefem Schnee in dem hochalpinen Gelände die Suche in den vergangenen Tagen großteils unmöglich.

Am Mittwoch konnte nun erstmals ein Helikopter mit mehreren Bergrettern und einer sogenannten Recco-Boje den Hochkalter bei Ramsau nahe Berchtesgaden überfliegen. Mittels Sonar können so Halbleiter in elektronischen Geräten geortet werden; der junge Mann hatte wohl neben seinem Handy auch ein Laptop dabei und sollte daher selbst in einer Schneehöhle entdeckt werden, die er sich hoffentlich als Schutz gegen den eiskalten Wind graben konnte.

Einsatzkräfte stoßen am Hochkalter auf Wetterballon

"Es ist aufwendig", sagte der Bergwachtsprecher mit Blick auf das erste geortete Signal. "Da setzt man dann zwei Leute ab, die graben im Schnee, und dann ist es ein Wetterballon. Da kann ja sonst was rumliegen." Wetterballons lassen Meteorologen aufsteigen, um mithilfe von Messgeräten Wetterdaten zu gewinnen. Nach dem Platzen fallen sie auf den Boden zurück.

Die Bedingungen zum Unfallzeitpunkt am Samstag und in den darauf folgenden Tagen waren selbst für die erfahrenen Retter teils lebensgefährlich: Starker Wind bei anhaltendem Schneefall hatte für Lawinengefahr gesorgt, der Hochkalter bricht zudem in steilen Wänden ab. Auch am Mittwoch waren die Bedingungen widrig, weil nochmal Neuschnee gefallen sei, erläuterte ein Bergwachtler. Der Schnee sei inzwischen etwa anderthalb Meter hoch, es gebe keinen gesicherten Untergrund.

In Rinnen liegt der Schnee gar gut drei Meter hoch. Den Einsatz von Fußtrupps schätzen die Verantwortlichen deshalb als noch nicht zielführend und trotz aller Sicherheitsmaßnahmen als zu riskant ein. Auf 2400 bis 2500 Metern Höhe, wo der 24-Jährige vermutet wird, herrschten am Vormittag circa minus 15 Grad. Erst bei einer konkreten Ortung des Verunglückten werde man deshalb Rettungsmannschaften losschicken, um ihn zu bergen und ins Tal zu bringen, hieß es. Allerdings schwinden die Hoffnungen, den 24-Jährigen lebend zu finden, zunehmend.

Update vom 21.09.2022, 9.45 Uhr: Bergwacht setzt Suche nach Bergsteiger fort

Die wegen schlechten Wetters abgebrochene Suche nach einem verunglückten Bergsteiger am Hochkalter soll am Mittwochvormittag (21. September 2022) fortgesetzt werden. Flüge mit dem Helikopter zum Absuchen des Geländes seien recht wahrscheinlich, sagte ein Sprecher der Bergwacht am frühen Morgen. Der 24-Jährige aus Niedersachsen war am Samstag bei einer Bergtour abgerutscht und hatte einen Notruf abgesetzt.

Darin sprach er nach Angaben des Bayerischen Roten Kreuzes, zu dem die Bergwacht gehört, zunächst davon, sich beide Arme gebrochen und am Kopf verletzt zu haben, gab aber in einem späteren Telefonat an, dass er doch nicht ernsthaft verletzt sei. Aber er befinde sich in absturzgefährdetem Gelände und es sei so steil und rutschig, dass er sich kaum halten könne.

Nach dem Notruf begann bei bis zu minus sechs Grad ein Großeinsatz bei Schneefall, Eis, Starkregen, Wind und Nebel. Die Bergretter suchten mit mehreren Hubschraubern und zu Fuß nach dem Anrufer. Anweisungen, auf den Grat aufzusteigen, wo die Retter ihm leichter hätten helfen können, konnte er nicht nachkommen. "Er hat gesagt, das kriegt er nicht mehr hin, weil er so friert", berichtete der Bergwacht-Sprecher. "Die Kälte ist das Hauptproblem. Das ist das A und O, dass man aus dem Wind kommt."

Bergwacht warnt: Neuschnee birgt Lawinengefahr

Am Montagabend hatten die Einsatzkräfte dank günstiger Witterung etwa eine Stunde lang von einem Hubschrauber aus mit Ferngläsern die steil abbrechenden Wände und Rinnen nach dem Vermissten absuchen können. Spezialisten werteten die Bilder vom Suchflug danach die halbe Nacht noch aus, konnten aber auch keine Spur von dem Verunglückten entdecken. Seit Samstag sei jede Menge Neuschnee gefallen, der sich in den Rinnen schätzungsweise auf bis zu drei Metern Höhe sammle, sodass diese schlecht einsehbar seien, erläuterte der Sprecher.

Am Dienstag hatten es anhaltender Schneefall, starker Wind und Lawinengefahr den Rettungsmannschaften unmöglich gemacht, nach dem Mann zu suchen. Für Donnerstag ist die Bergwacht optimistisch, die Suche fortsetzen zu können. Das Wetter solle schön werden und der Berg bis zum Gipfel wolkenfrei, sagte der Sprecher. Die Bergwacht will dann die sogenannte Recco-Boje einsetzen, die Halbleiter in elektronischen Geräten wie dem Handy des 24-Jährigen orten könnte. Das ist nur möglich, wenn sich der Nebel verzogen hat.

Der Einsatz von Fußtrupps ist nach Angaben des Sprechers aber noch nicht zielführend und trotz aller Sicherheitsmaßnahmen aufgrund des vielen Schnees in dem alpinen Gelände riskant. Erst bei einer konkreten Ortung des Verunglückten werde man Rettungsmannschaften losschicken, um ihn zu bergen und ins Tal zu bringen. "Du kannst dich auf dem Untergrund gar nicht sicher bewegen, da liegt Schnee auf Blankeis, da muss jeder Schritt wohlüberlegt und gut gesichert sein", schilderte der Sprecher. "Und dann gehst du in fünf Metern Entfernung vorbei und siehst den gar nicht, weil er eingeschneit ist."

Schlechtes Wetter erschwert Rettungseinsatz enorm

Den letzten Kontakt mit dem Verunglückten hatte die Bergwacht am Samstag. Wie es ihm jetzt geht, dazu macht der Sprecher keine Angaben. "Wir spekulieren nicht über die Überlebenschancen, die Hoffnung stirbt bei solchen Einsätzen immer zuletzt."

Mit Blick auf die Naturgewalten ergänzte er bedrückt: "Derselbe Einsatz wäre bei schönem Wetter in einer Stunde vorbei." Diese vermeintliche Sicherheit entpuppe sich aber bei schlechtem Wetter als trügerisch. "Dann ist das ein Einsatz wie vor 100 Jahren." Und der Notleidende am Berg ist alleine seinem Schicksal ausgesetzt.

Erstmeldung vom 20.09.2022, 8 Uhr: Verzweifelte Suche bei Ramsau - Bergsteiger geht in Schneesturm verloren

Zwei Tage nach dem ersten Notruf wird ein in den Berchtesgadener Alpen verunglückter Bergsteiger weiter vermisst. Wegen des schlechten Wetters hätten Bergretter auch bis zum Montagnachmittag (19. September 2022) nicht erneut auf die Suche nach dem 24-Jährigen gehen können, sagte ein Sprecher des Bayerischen Roten Kreuzes (BRK).

Die Retter hätten nicht zu Fuß auf die Suche gehen könne, weil eine erhöhte Lawinengefahr bestehe, die Sicht sehr schlecht und immer noch unklar sei, wo der Mann sich befinde. Sobald die Witterung es zulasse, wolle man erneut mit einem Hubschrauber und einem Ortungssystem versuchen, den 24-Jährigen über den Standort seines Handys ausfindig zu machen. Das würde auch ohne vollen Akku des Mobiltelefons funktionieren, sagte der BRK-Sprecher.

In bayerischen Bergen verunglückt: Rettungskräfte suchen nach Vermisstem

Der Mann aus Niedersachsen war am Samstag bei Schneefall am Hochkalter in Ramsau bei Berchtesgaden zu einer hochalpinen Tour aufgebrochen. In einem ersten Notruf habe der Mann angegeben, er habe sich bei dem Sturz in etwa 2500 Metern Höhe beide Arme gebrochen und am Kopf verletzt, teilte das BRK mit. Vier Bergretter wurden mit einem Hubschrauber in das Ofental geflogen, weitere Einsatzkräfte wegen des immer schlechter werdenden Wetters mit Autos hochgefahren.

Die Einsatzkräfte telefonierten am Samstag noch mehrmals mit dem 24-Jährigen. Zunächst sagte er, er sei doch nicht so schwer verletzt wie befürchtet. Den Angaben zufolge wusste er aber nicht, wo genau er sich befindet. Zudem fror er im Schneesturm. Zu dem Zeitpunkt war bereits ein halber Meter Schnee gefallen.

Bei einem letzten Telefonat am späten Samstagabend sagte der 24-Jährige, er sei nicht in der Lage, bis zum Grat aufzusteigen - so hätten die Retter vermutlich bessere Chancen, ihn zu finden. 33 Bergretter sowie eine Wärmebilddrohne und drei Hubschrauber waren am Samstag im Einsatz. Auch am Sonntag war die Suche, erschwert durch das Wetter, erfolglos geblieben.

Am Mittwoch rechnen die Einsatzkräfte mit besserem Wetter, sodass die Suche mit Hubschrauber und Drohnen fortgesetzt werden könnte. Am Donnerstag soll es voraussichtlich sonnig werden. Dann könnte auch eine sogenannte Recco-Boje eingesetzt werden, mit der auch Halbleiter aus elektronischen Geräten wie Handy oder Laptop geortet werden könnten, selbst wenn deren Akku leer sei. Darauf setze man derzeit die größten Hoffnungen, sagte der Sprecher.

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