• Wetter in Franken: So wird die Woche nach der großen Hitze
  • "Es kühlt kräftig ab": Wetterochs kündigt Kaltfront an
  • Spätere Warmfront bringt schwüle Luft
  • "Da ist viel Energie in der Atmosphäre": Diplom-Meteorologe zum Wetter in Deutschland

Welch eine Hitze am vergangenen Wochenende in Franken. Die heiße Luftmasse begleitet uns laut Wetterexperte Stefan Ochs noch bis zum Montagmittag (20. Juni 2022). Dann verändert sich die Wetterlage.

Franken-Wetter: Kaltfront sorgt für nächtliche einstellige Temperaturen

Ab dem Nachmittag überquert uns von Norden her eine Kaltfront mit ihren Wolkenfeldern. Die Chancen auf nennenswerten Regen sind dabei nur gering. Der Nordwestwind frischt in Böen stürmisch auf und die Temperaturen stürzen bis 18 Uhr auf 20 Grad, so seine Vorhersage.

In der klaren Nacht zum Dienstag flaut der Wind ab und es kühlt kräftig ab auf sieben Grad ab. Bei geöffneten Fenstern ist die Wärme so schnell aus der Wohnung vertrieben. Am Dienstag wird diese Kaltfront rückläufig und überquert uns von Süden her als Warmfront. Es ist heiter bis wolkig, so Ochs. Tagsüber bleibt es noch trocken. Am Abend sind einzelne Regenschauer möglich. Maximal werden 28 bis 29 Grad erreicht.

Von Mittwoch bis Freitag ist es schwül mit Taupunkten nahe 18 Grad. Ob und in welchem Ausmaß sich dann auch Gewitter bilden werden, kann Ochs nicht klar vorhersagen. Die Tageshöchsttemperaturen liegen bei rund 30 Grad. In den Nächten kühlt es dann wieder nur zögerlich ab. Die Tiefstwerte erreichen 17 Grad. Die Auskühl-Chance von Montag auf Dienstag wiederholt sich also nicht. Wie sich das Wetter ab Samstag entwickelt, ist zudem noch offen.

Tornados im Freistaat möglich - Waldbrandgefahr in Nordbayern 

Diplom-Meteorologe Dominik Jung, Geschäftsführer beim Wetterdienst Q.met, hat gegenüber dem Wetterportal wetter.net über die Wetterlage in Deutschland gesprochen: "Die Wetterlage wird gefährlich. Besonders im Südwesten rund Rheinland-Pfalz, das Saarland, Baden-Württemberg, Hessen und Bayern kann es in dieser Woche immer wieder Gewitter und Unwetter geben. Neben Platzregen sind die Bedingungen zur Bildung vorn Tornados gegeben. Da ist viel Energie in der Atmosphäre. Das wird eine spannende, aber auch gefährliche Wetterwoche."

Ergiebige und flächendeckende Regenfälle sind wegen der Trockenheit in Wald und Flur laut Stefan Ochs dringend nötig. Ab Mittwoch besteht zumindest die Chance auf Gewittercluster in Franken, die dann auch größere Gebiete überregnen könnten, so seine Einschätzung. Es sei allerdings eher Glückssache. Für Nordbayern gilt nach Angaben des DWD eine hohe Waldbrandgefahr.

Von Donnerstag bis Sonntag, 16. bis 19. Juni, hatte die Regierung von Oberfranken wegen des trockenen Wetters vorsorgliche Luftbeobachtungen über Oberfrankens Wäldern angeordnet und appellierte an die Vorsicht aller Waldbesucher*innen.