Die Tat erschütterte Bayern: Eine Mutter fand im Oktober 2021 ihre 14-jährige Tochter tot in ihrem Kinderzimmer in München - erstochen von deren 17-jährigem Freund.

Nach einem fast zweimonatigen Prozess am Landgericht fiel nun das Urteil: Dem jugendlichen Täter wurde dabei Heimtücke und Mordlust vorgeworfen, die ihn zur Attacke veranlassten.

Update vom 3. August 2022: 14-Jährige im Schlaf getötet - Haftstrafe für den Täter

Nach dem Mord an seiner 14 Jahre alten Freundin ist ein 18-Jähriger in München zu einer Jugendstrafe von acht Jahren und neun Monaten verurteilt worden. Das Landgericht München I behielt sich am Dienstag zudem die Anordnung der Sicherungsverwahrung vor; dies ermöglicht die Verhängung der Sicherungsverwahrung bis zum Ende der Strafvollstreckung. Das Gericht habe diese Möglichkeit genutzt, da die Sachverständigen von einer äußerst hohen Wiederholungsgefahr auch für schwerste Gewalttaten ausgegangen waren, teilte ein Gerichtssprecher mit.

Die Kammer sah die Mordmerkmale der Heimtücke und der niedrigen Beweggründe als gegeben an, habe der zum Tatzeitpunkt 17-Jährige das Tatmesser doch gezielt angeschafft. Außerdem sei die 14-Jährige "am vermeintlich sichersten Ort, den man sich vorstellen könne, getötet worden: schlafend im eigenen Bett in ihrem Elternhaus". Als Motiv erkannte das Gericht echte Mordlust sowie mehrere niedrige Beweggründe.

Der junge Mann hatte im Prozess gestanden, seine Freundin im Schlaf erstochen zu haben. Die Mutter der 14-Jährigen, die als Nebenklägerin am Prozess teilnahm, hatte das Mädchen im Oktober vergangenen Jahres tot im Bett gefunden. Ihr Freund, mit dem sie die Nacht in ihrem Kinderzimmer verbracht hatte, war verschwunden. Der Deutsche wurde rund 24 Stunden nach der Tat widerstandslos festgenommen.

Die Staatsanwaltschaft hatte am Dienstag in ihrem Plädoyer eine Jugendstrafe von acht Jahren und zehn Monaten gefordert. Außerdem hatte die Anklagebehörde die Unterbringung in einem psychiatrischen Krankenhaus sowie die Anordnung einer vorbehaltenen Sicherungsverwahrung beantragt. Die Verteidigerin hingegen hatte nur eine Verurteilung wegen Mordes mit einer Jugendstrafe von achteinhalb Jahren gefordert. Die Verhandlung vor der Jugendkammer fand unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.

Update vom 2. August 2022: Mutter findet Leiche ihrer 14-jährigen Tochter - Prozess läuft

Nach der tödlichen Attacke auf seine 14 Jahre alte Freundin sollen am Dienstag (2. August 2022) vor dem Landgericht München I die Plädoyers im Prozess gegen einen 18-Jährigen gehalten werden. Eventuell fällt auch gleich noch das Urteil gegen den jungen Mann. Er hatte bereits vor Gericht gestanden, als 17-Jähriger seine Freundin im Schlaf erstochen zu haben. Die Verhandlung vor der Jugendkammer findet unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt.

Die Mutter der 14-Jährigen, die als Nebenklägerin am Prozess teilnimmt, hatte das Mädchen im Oktober vergangenen Jahres tot im Bett gefunden. Ihr Freund, mit dem sie die Nacht in ihrem Kinderzimmer verbracht hatte, war verschwunden.

Der Deutsche wurde rund 24 Stunden nach der Tat widerstandslos festgenommen, nachdem ihn zwei Freundinnen an einem S-Bahnhof entdeckt hatten. Früheren Angaben der Staatsanwaltschaft zufolge gab es Hinweise auf psychische Auffälligkeiten bei dem Angeklagten, die aber nicht weiter ausgeführt wurden.

Erstmeldung: Freund soll 14-Jährige erstochen haben

Die Mutter der 14-Jährigen hatte das Mädchen im Oktober vergangenen Jahres tot im Bett gefunden. Ihr Freund, mit dem sie die Nacht in ihrem Kinderzimmer verbracht hatte, war verschwunden. Die Polizei teilte mit, das Mädchen sei mit einem einzigen Stich in die Brust getötet worden.

Rund 24 Stunden nach der Tat wurde der tatverdächtige Jugendliche widerstandslos am Münchner S-Bahnhofs Pasing festgenommen. Die Polizei hatte eine Großfahndung nach dem Deutschen eingeleitet. Letztendlich waren es aber zwei Freundinnen von ihm, die ihn dort entdeckt und die Sicherheitsleute der Bahn informiert hatten, teilten die Ermittler damals mit. Nach Angaben der ermittelnden Staatsanwaltschaft München I aus dem vergangenen Jahr gab es Hinweise auf psychische Auffälligkeiten bei dem 17-Jährigen, die aber nicht weiter ausgeführt wurden.

Ermittlungen zu weiteren Mordfällen: Leiche von Ayleen (14) gefunden: Mutmaßlicher Täter war in Programm für rückfallgefährdete Sexualstraftäter