Das in einen tödlichen Unfall auf der Schwäbischen Alb verwickelte Testfahrzeug war nach Angaben der Ermittler nicht autonom unterwegs. Zu diesem Ergebnis kamen Staatsanwaltschaft und Polizei am Mittwoch (17. August 2022) nach einer Untersuchung des Versuchsfahrzeuges von BMW. Bei dem Zusammenstoß am Montag war ein Mensch gestorben, neun weitere wurden schwer verletzt. Die Ermittlungen zur Unfallursache dauerten an.

In dem Testfahrzeug sind moderne Fahrerassistenzsysteme der sogenannten Stufe 2 verbaut. Sie gibt es bereits in vielen Serienfahrzeugen und unterstützen den Fahrer auf Wunsch etwa beim Spur und Abstand halten. Bei Level-2-Fahrzeugen bleibt die Fahrerin oder der Fahrer grundsätzlich immer in der Verantwortung.

Tödlicher Unfall mit Testfahrzeug: Ermittlungen dauern an

Bei den weiteren Ermittlungen müsse nun geklärt werden, ob der Fahrer die Hände am Steuer hatte, wie ein Polizeisprecher sagte. Die ausgelesenen Daten des Testfahrzeugs müssten ausgewertet und der Fahrer vernommen werden. "Das dauert seine Zeit." An der Begutachtung des Wagens seien drei Sachverständige, Spezialisten der Verkehrspolizei Tübingen und des LKA sowie Ingenieure des Herstellers beteiligt gewesen.

Die Polizei hatte in einer ersten Mitteilung am Morgen nach dem Unfall von einem "autonomen E-Testfahrzeug" des Typs BMW iX gesprochen. Diese Angabe hatten die Ermittler nach eigenen Angaben wegen bestimmten Aufklebern auf dem Fahrzeug gemacht. Ein Sprecher von BMW erklärte, diese Aufkleber seien standardisiert zur Kennzeichnung von Testfahrzeugen, die Kameraaufnahmen machen. In dem Wagen seien Assistenzsysteme des Level 2 verbaut. Erst bei hochautomatisierten Fahrzeugen ab Level 3 darf der Fahrer das Steuern unter bestimmten Voraussetzungen vollständig an das Auto übergeben.

Zu dem Unfall kam es auf der Bundesstraße 28. Der 43 Jahre alte Fahrer des Testwagens war laut Polizei mit vier weiteren Menschen an Bord bei Römerstein im Kreis Reutlingen unterwegs. In einer Kurve kam das Auto demnach auf die Gegenfahrbahn und streifte ein Auto. Dieser Wagen prallte dann frontal gegen ein weiteres Auto.

Auch dieses Fahrzeug kam von der Fahrbahn ab - und geriet sofort in Brand. Der Testwagen stieß noch mit einem weiteren Auto zusammen. Der 33 Jahre alte Beifahrer dieses Wagens erlitt tödliche Verletzungen.

Update vom 16.08.2022, 17 Uhr: BMW liefert nach tödlichem Crash Statement

Bei einem schweren Unfall mit einem Toten und neun Schwerverletzten auf der Schwäbischen Alb ist ein Testfahrzeug mit modernen Assistenzsystemen beteiligt gewesen. Ob das Fahrzeug von dem 43 Jahre alten Fahrer gelenkt wurde oder nicht, sei Gegenstand der Ermittlungen und derzeit nicht bekannt, teilte ein Polizeisprecher am Dienstag (16. August 2022) mit. Die Unfallursache ist den Angaben nach unklar. Der Autobauer BMW schaltete sich indes in den Vorfall ein.

Zu dem Unfall kam es am Montag auf der Bundesstraße 28. Der Fahrer des Testwagens war laut Polizei mit vier weiteren Menschen an Bord bei Römerstein im Kreis Reutlingen unterwegs. In einer Kurve kam das Auto demnach auf die Gegenfahrbahn und streifte ein Auto. Dieser Wagen prallte dann frontal gegen weiteres Auto. Auch dieses Fahrzeug kam von der Fahrbahn ab - und geriet sofort in Brand. Der Testwagen stieß noch mit einem weiteren Auto zusammen. Der 33 Jahre alte Beifahrer dieses Wagens erlitt dabei tödliche Verletzungen.

Schwerer Unfall mit Testfahrzeug auf B28 - auch Kind verletzt

In dem Testwagen saßen laut Polizei neben dem Fahrer noch zwei Männer im Alter von 31 und 47 Jahren sowie eine 42-Jährige und ein eineinhalb Jahre altes Kind. Sie wurden ebenso wie die weiteren Unfallbeteiligten schwer verletzt in Kliniken gebracht.

Die Polizei sprach in einer Mitteilung am Morgen nach dem Unfall explizit von einem "autonomen E-Testfahrzeug" des Typs BMW iX. "Unsere Angabe begründet sich auf den Aufklebern auf dem Fahrzeug, dass es sich hierbei um ein autonomes E-Testfahrzeug handelt. Wir stehen in Verbindung zu BMW und ein Sachverständiger ermittelt, ob es sich um ein solches Fahrzeug handelt oder nicht", sagte ein Polizeisprecher am Nachmittag.

Ein Sprecher von BMW teilte in München mit: "Das Fahrzeug verfügt über Fahrerassistenzsysteme der Stufe 2, die heute bereits in Serienfahrzeugen verbaut sind und die Fahrerin und den Fahrer auf Wunsch unterstützen. Bei Level-2-Fahrzeugen bleibt die Fahrerin oder der Fahrer grundsätzlich immer in der Verantwortung." Erst bei hochautomatisierten Fahrzeugen ab Level 3 dürfe der Fahrer das Steuern unter bestimmten Voraussetzungen vollständig an das Fahrzeug delegieren.

BMW teilte weiter mit: "Derzeit sind wir dabei, die genauen Umstände zu untersuchen. Selbstverständlich stehen wir dazu im engen Austausch mit den Behörden. Fest steht bereits: Das beteiligte BMW Fahrzeug war kein autonom fahrendes Fahrzeug." Ein Sprecher der Polizei konnte dies auf Anfrage am frühen Nachmittag nicht kommentieren.

Die Ermittlungen zu dem Unfall hat die Verkehrspolizei Tübingen zusammen mit einem Sachverständigen übernommen. Der Rettungsdienst war unter anderen mit vier Rettungshubschraubern und zehn Rettungswagen vor Ort. Es rückten 80 Feuerwehrleute mit 15 Einsatzfahrzeugen aus. Die Bundesstraße 28 war infolge des Unfalls für mehrere Stunden gesperrt. Die Polizei schätzt den Schaden an den beteiligten Fahrzeugen auf rund 180 000 Euro.

Erstmeldung vom 16.08.2022, 12 Uhr: Autonomes Auto soll tödliche Karambolage ausgelöst haben

Tödlicher Zusammenstoß mit Testauto: Bei einem schweren Unfall mit einem Toten und neun Schwerverletzten auf der B28 ist ein autonomes Testfahrzeug beteiligt gewesen. Ob das Auto von dem 43 Jahre alten Fahrer, der zum Zeitpunkt des Unfalls darin saß, auch gelenkt wurde oder nicht, sei aktuell Gegenstand der Ermittlungen und derzeit nicht bekannt, teilte ein Sprecher der Polizei am Dienstag (16. August 2022) mit. Die Unfallursache ist den Angaben nach weiter unklar.

Der 43-Jährige war am Montagnachmittag (15. August) mit dem autonom fahrenden E-Testfahrzeug bei Römerstein im Landkreis Reutlingen (Baden-Württemberg) unterwegs. In einer Kurve kam das Auto aus bislang unklaren Gründen auf die Gegenfahrbahn und streifte dort ein entgegenkommendes Auto.

Testfahrzeug verursacht auf B28 Unfall mit mehreren Fahrzeugen

Die 70 Jahre alte Fahrerin stieß in der Folge mit ihrem Wagen frontal in das Auto eines 32-Jährigen. Das Auto des Mannes kam von der Fahrbahn ab und begann sofort zu brennen. Im weiteren Verlauf prallte der E-Testwagen zudem frontal in ein weiteres Auto. Der 32 Jahre alte Fahrer des Wagens erlitt durch den heftigen Aufprall tödliche Verletzungen.

In dem Wagen des 43-Jährigen befanden sich laut Polizei noch zwei Männer im Alter von 31 und 47 Jahren, sowie eine 42-Jährige und ein eineinhalb Jahre altes Kind. Sie wurden ebenso wie die anderen Fahrer und zwei jeweils 33 Jahre alte Beifahrer in zwei der anderen beteiligten Fahrzeuge schwer verletzt. Sie wurden in Kliniken gebracht. Die Verkehrspolizei Tübingen hat zusammen mit einem Sachverständigen Ermittlungen aufgenommen.

Der Rettungsdienst war unter anderen mit vier Rettungshubschraubern und zehn Rettungswagen vor Ort. Zudem rückten 80 Feuerwehrleute mit 15 Einsatzfahrzeugen aus. Die Bundesstraße 28 war infolge des Unfalls für mehrere Stunden voll gesperrt. Die Polizei schätzt den Schaden an den beteiligten Fahrzeugen auf rund 180.000 Euro.

Mehr aktuelle Blaulicht-Meldungen: Gegen Metallgitter gedrückt - Landwirt wird von Kuh eingequetscht und tödlich verletzt