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Wolfsrudel

Entlaufene Wölfe aus Bayerischem Wald: Dritter Wolf tot

Der Ausflug in die Freiheit endet für immer mehr Wölfe mit dem Tod. Zunächst irrten sechs Tiere in der Region umher. Jetzt sind es nur noch drei.
Sechs Wölfe waren am Freitag aus dem Bayerischen Wald entkommen. Foto: Pixabay.com
 
von DPA
Ein weiterer der sechs entlaufenen Wölfe im Bayerischen Wald ist erschossen worden. Ein Suchtrupp spürte das Tier am Dienstag nahe Frauenau im Landkreis Regen auf und erlegte es. Es handele sich zweifelsfrei um eines der Tiere aus dem Gehege, sagte der stellvertretende Leiter des Nationalparks Bayerischer Wald, Jörg Müller. Damit sind noch drei der Wölfe in Freiheit.

Es sei leider nicht gelungen, das Tier einzufangen, teilte der Nationalpark mit. Mit einem Narkosegewehr hätte der Wolf nicht betäubt werden können, denn er sei zu weit entfernt gewesen. Der Suchtrupp habe daher keine Alternative gehabt, als das Tier abzuschießen, sagte Müller.

Sechs Wölfe waren in der Nacht zum Freitag aus einem Freigehege des Nationalparks bei Lindberg (Landkreis Regen) gelangt. Unbekannte hatten nach Angaben der Polizei ein Vorhängeschloss an einem Tor entfernt. Ein Wolf wurde am Sonntag erschossen, ein anderer war wenige Stunden nach seinem Entwischen von einem Zug erfasst worden.

Wo sich die verbliebenen drei Wölfe zuletzt aufhielten, wollte Müller nicht sagen. Man wolle keine Schaulustigen, die die Suche möglicherweise behinderten. Der Verwaltung lägen ungefähre Aufenthaltsorte vor. Müller wies aber darauf hin, dass ein Wolf pro Nacht etwa 50 Kilometer weit laufen könne. Das erschwere die Suche.

Ein Tier war zuletzt im tschechischen Nationalpark ?umava vermutet worden, der Nationalpark Bayerischer Wald liegt nur wenige Kilometer entfernt. Mitarbeiter der Nationalparks ?umava und Berchtesgaden sind in die Suche involviert. Die Zahl der Lebendfallen wurde erhöht.

Nach Angaben Müller sind rund 30 Menschen im Einsatz, um die Wölfe aufzuspüren. Das sei für die Größe des Suchgebiets ausreichend. Idealerweise bestünden die Suchtrupps aus zwei Menschen, die mit einem Blasrohr mit Narkose-Pfeilen, einem Narkose-Gewehr oder mit einer scharfen Waffe ausgestattet seien. Ziel bleibe es, die Tiere lebend einzufangen. Aber notfalls sei auch der Abschuss möglich.

Die Nationalparkverwaltung warnte erneut vor den Wölfen: Den Tieren solle mit Respekt begegnet werden. Man sollte nicht weglaufen, sondern sich langsam zurückziehen. Menschen sollten dem Wolf nicht nachlaufen, kein Futter anbieten oder Fotos machen.

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