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Samsung-Erbe erscheint vor Berufungsgericht

Fast zwei Monate nach seiner Verurteilung wegen Korruption ist der Erbe des südkoreanischen Samsung-Imperiums, Lee Jae Yong, zum Auftakt seines Berufungsverfahrens erneut vor Gericht erschienen.
Lee wurde im August in erster Instanz zu fünf Jahren Haft verurteilt.
 

Lees Anwalt habe erneut die Vorwürfe gegen seinen Mandaten zurückgewiesen, berichteten die nationale Nachrichtenagentur Yonhap und TV-Sender. Hintergrund des Verfahrens gegen den 49-jährigen Vizevorsitzenden des Smartphone-Marktführers Samsung Electronics ist eine Korruptionsaffäre um eine Vertraute der früheren Präsidentin Park Geun Hye, die im März aus dem höchsten Staatsamt entfernt worden war.

 

Lee wurde im August in erster Instanz zu fünf Jahren Haft verurteilt. Das Bezirksgericht in Seoul hatte Lee unter anderem der versuchten Präsidenten-Bestechung, der Untreue und des Meineids für schuldig befunden. Gegen das Urteil hatten sowohl die Anwälte Lees wie auch die Staatsanwaltschaft, die zwölf Jahre Haft gefordert hatte, Berufung eingelegt.  

  

Die Ermittler beschuldigten Samsung, hohe Summen an Unternehmen und Stiftungen der umstrittenen Park-Freundin Choi Soon Sil und ihrer Verwandten gezahlt und ihm Gegenzug politische Unterstützung für die Fusion zweier Konzerntöchter erhalten zu haben. Die Fusion vor zwei Jahren sollte demnach vor allem helfen, die Stellung Lees und im größten Mischkonzern des Landes zu stärken. 

Die Richter hatten es vor allem als Bestechungsversuch gewertet, dass Lee 7,2 Milliarden Won (5,4 Millionen Euro) für das Reittraining der Tochter Chois zur Verfügung gestellt hatte. Choi und Ex-Präsidentin Park stehen in separaten Prozessen vor Gericht.