IWF: Flüchtlinge sorgen für Wirtschaftswachstum

Der Internationale Währungsfond (IWF) schreibt der aktuellen Flüchtlingssituation in Europa einen möglichen positiven Effekt zu: Würde die Integration der Flüchtlinge gelingen, so würde auch die Wirtschaft wachsen.
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Bei richtiger Integration könnten die Flüchtlinge in Deutschland und anderen Staaten zu einem Wachsen der Wirtschaft beitragen.
Nach einer Ende Januar veröffentlichten Studie, könnte der Zustrom von Flüchtlingen vor allem in Deutschland, Österreich und Schweden zu einem stärkeren Wirtschaftswachstum führen. Ein Plus von 0,5 bis 1,1 Prozent sei demnach in den drei Hauptzielländern möglich, so der IWF. Der Europäischen Union sagt der IWF in den nächsten vier Jahren ein Wirtschaftswachstum von 0,25 Prozent voraus.

Forderungen an die Wirtschaft
Eine erfolgreiche Integration der Flüchtlinge in den jeweiligen Arbeitsmarkt sei Voraussetzung dafür, dass dieses Wachstum auf mittel- und langfristige Sicht nicht verpufft. Deshalb liegt der IWF in seiner Studie den Europäern nahe, Ausnahmen von Stabilitäts- und Mindestlohnregelungen zu schaffen und in Integrationsmaßnahmen zu investieren. Eine größere Flexibilität im Arbeitsmarkt würde bei der Integration helfen, so die Autoren der Studie. Auch Lohnzuschüsse für private Arbeitgeber seien eine legitime Maßnahme und hätten schon häufig die Bereitschaft erhöht, Migranten einzustellen. Außerdem sollten Sprachkurse und Jobtrainingsmaßnahmen für Flüchtlinge angeboten werden.

Würde durch solche Maßnahmen die Integration vereinfacht und erfolgreich verlaufen, würden die Kosten der Flüchtlingssituation mehr als aufgewogen. Andernfalls gebe es der europäische Stabilitätsakt auch her, von vereinbarten Stabilitätszielen abweichen zu können. Um der Flüchtlingssituation zu begegnen, werde Deutschland in diesem Jahr 0,35 Prozent seiner Wirtschaftsleistung aufbringen. Schweden, Dänemark und Finnland liegen in dieser Hinsicht noch vor Deutschland. Am Ende der Skala liege Großbritannien.
 
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