Bamberg
Metropolregion

Europa im Wandel

Der Wissenschaftstag der Europäischen Metropolregion Nürnberg findet am Freitag, 28. Juli, in Bamberg statt.
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Europa ist der Traum von Millionen potenzieller Migranten. Brexit, nationalistische Strömungen und zunehmende internationale Spannungen lassen die Fragen aufkommen, wie standhaft das europäische Projekt ist und welche Auswirkungen sich auf die unterschiedlichen Sektoren ergeben. In diese hochpolitische Gemengelage stößt der 11. Wissenschaftstag der Metropolregion Nürnberg mit dem Thema "Europa im Wandel" am Freitag, 28. Juli, in Bamberg. Entscheider und Multiplikatoren aus Wissenschaft, Wirtschaft, Politik, Verwaltung und Bildung sind eingeladen, sich auszutauschen und die wissenschaftliche Perspektive auf europäische Themen zu diskutieren. "Networking" ist dabei in erster Linie angesagt, aber auch die nachhaltige Entwicklung von Ideen, wie es mit einem sich wandelnden Europa weitergehen soll, erklärt Professor Dr. Dr. Godehard Ruppert, Präsident der Bamberger Otto-Friedrich-Universität und Fachlicher Sprecher des Forums Wissenschaft der Europäischen Metropolregion Nürnberg. Dieses Forum tritt als Veranstalter des Wissenschaftstages auf.
Weiter Informationen auch auf wissenschaftstag.metropolregionnuernberg.de


Das "wissenschaftliche Schaufenster" tourt durch die regionalen Hochschulstandorte und gastiert nun zum zweiten Mal in Bamberg. Oberbürgermeister Andreas Starke freut sich, dass die Stadt Bamberg erneut als Gastgeber ausgewählt wurde: "Im Jahr 2010 konnten wir über 850 Teilnehmerinnen und Teilnehmer begrüßen und ich bin mir sicher nach den bisherigen Anmeldezahlen: Das öffentliche Interesse wird in diesem Jahr noch größer sein, denn das Thema Europa ist aktueller denn je." So sei der Wissenschaftstag nicht nur ein gesellschaftliches Ereignis, sondern auch ein hochpolitisches, ist der OB überzeugt.

Nicht nur die Stadt, sondern die gesamte Region Bamberg sei ein "extrem zukunftsfähiger Bildungsstandort", so Starke. Da ist er sich mit Bambergs Landrat Johann Kalb einig. Kalb lobt die fruchtbare Kooperation zwischen Stadt und Landkreis auf Augenhöhe: "Stadt und Landkreis sind gleichwertig", betont der Landrat.
Für Uni-Präsident Professor Dr. Dr. habil. Godehard Ruppert passt das Thema des Wissenschaftstages hervorragend in das Profil der Bamberger Universität und stößt zugleich "in eine politisch brisante Situation". Europa gehe alle an. "Und wir sind aufgrund unseres breiten geistes- und sozialwissenschaftlichen Fächerspektrums prädestiniert, die Frage nach der Zukunft des Hauses Europa zu stellen und Szenarien für seine Zukunft mit zu entwerfen", erklärt Ruppert.

Der Wissenschaftstag ist aber nicht nur eine Leistungsschau der Bamberger Universität: Auch Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen anderer Hochschulen und Akteure aus der Praxis kommen zu Wort. Auftakt des Wissenschaftstages bildet der Vortrag des ehemaligen Vizepräsidenten der Europäischen Kommission und EU-Erweiterungskommissars Günter Verheugen. Der Honorarprofessor der Europa-Universität Viadrina Frankfurt (Oder) spricht über "Grenzenloses Europa - ein Traum und seine Grenzen".

In vier Fachpanels dreht es sich um Fragen wie: Welche Richtung nimmt der Arbeits- und Bildungsmarkt angesichts der Migration? Wie muss eine Gesundheitsversorgung für alle aussehen? Welche Verantwortung erwächst aus dem kulturellen und historischen Erbe Europas? Wie kann Europa im Spannungsfeld von Identität und Diversität bestehen? Wo steht Europa in fünf Jahren? Wie können Kulturdenkmäler in Zeiten der Automatisierung und Digitalisierung geschützt werden? Im Panel 1 geht es um "Integration und Mobilität - Arbeitsmarkt im Wandel"; in Panel 2 um "Europas Erbe - Denkmalpflege im Wandel"; in Panel 3 um "Diversität - Gesellschaftlicher Wandel in Europa" und in Panel 4 um "Europa der Zukunft - Zukunft Europas". Die jeweilige Panelleitung liegt in den Händen von Professoren der Bamberger Universität. Impulsvorträge und Diskussionsrunden bestimmen die Sektionen.

Neben den vier Themenpanels bieten die Informationsstände im Ausstellungsbereich den Besuchern zudem die Möglichkeit, mehr über die wissenschaftlichen Kompetenzen in der Metropolregion Nürnberg zu erfahren. Hochschulen und ausgewählte Forschungseinrichtungen der Region, aber auch die Sponsoren des Wissenschaftstages informieren über wissenschaftliche Kompetenzzentren und unternehmerische Aktivitäten. Auch die Kunst fehlt an diesem Wissenschaftstag nicht: Das Blechbläserquintett der Bamberger Symphoniker und Nora Gomringer, Direktorin des Internationalen Künstlerhauses Villa Concordia in Bamberg und Bachmann-Preisträgerin, sowie die Bamberger Volxmusik-Band Boxgalopp sorgen für heiter-geistreiche Intermezzi. Ein Sommerfest lässt nämlich den Wissenschaftstag ausklingen, bei dem sich in ungezwungener Atmosphäre Kontakte knüpfen oder vertiefen lassen. Ermöglicht wird der 11. Wissenschaftstag durch die Premiumpartner Siemens AG, die Oberfrankenstiftung und die Stiftung Weltkulturerbe Bamberg. Lokale Partner sind die Robert Bosch GmbH, die Sozialstiftung Bamberg und die Stadtwerke Bamberg. Weiterhin beteiligen sich Stadt und Landkreis Bamberg, die Bamberger Kaliko Textile Finishing GmbH und Brose Fahrzeugteile GmbH & Co.
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