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Arbeitnehmer: «Dramatische Zuspitzung» bei Thyssenkrupp

Angesichts der Pläne für eine mögliche Stahlfusion mit dem indischen Konkurrenten Tata haben Arbeitnehmervertreter bei Thyssenkrupp eine «dramatische Zuspitzung» der Lage beklagt.
Ein Stahlarbeiter prüft an einem Hochofen bei ThyssenKrupp in Duisburg die Stahlqualität nach dem Abstich.
 

«Die Fusion mit Tata soll über unsere Köpfe hinweg entschieden werden, obwohl wir seit über einem Jahr vor den erheblichen Risiken und Konsequenzen für unsere Arbeitsplätze warnen», heißt es in einem Flugblatt, das am Freitag von der IG Metall und dem Betriebsrat im Unternehmen verteilt wurde.

Zusätzlich drohe auch eine vollständige Filetierung des Konzerns mit «noch dramatischeren Konsequenzen» für die Arbeitsplätze, hieß es. Betriebsrat und Gewerkschaft haben am kommenden Freitag (22.9.) zu einer Demonstration in Bochum aufgerufen, zu der nach Angaben eines IG-Metall-Sprechers mindestens 5000 Teilnehmer erwartet werden.

Am darauf folgenden Wochenende stehen die Fusionspläne auf der Tagesordnung einer Sitzung des Aufsichtsrats. Der Betriebsrat hat bereits eine Ablehnung der Pläne durch die Arbeitnehmervertreter im Kontrollgremium angekündigt. Das Vorhaben könnte dann bei einer kompletten Zustimmung der Kapitalseite nur mit dem Votum des Aufsichtsratsvorsitzenden durchgeboxt werden.