Schwache Industrie belastet die Wirtschaft

Trotz einer rückläufigen Entwicklung der Industrieproduktion gehe es der deutschen Wirtschaft derzeit gut, so das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung in einer aktuellen Mitteilung.
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Die deutsche Wirtschaft pendelt sich derzeit auf einem stabilen Niveau ein, so Experten. Die Industrie hinke aber noch etwas hinterher.
Die deutsche Wirtschaft hat 2015 etwas an Schwung verloren. Das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung in Berlin (DIW) gibt nun in bekannt, dass sich das Wachstum aktuell auf niedrigem Niveau stabilisiert. Dem neuesten Konjunkturbarometer des DIW zufolge wird ein Wachstum des Bruttoinlandsprodukts für das erste Quartal um 0,3 Prozent erwartet. Dies war das gleiche Wachstum, das im Schlussquartal des vergangenen Jahres erreicht wurde. „Die Dienstleistungsbereiche laufen weiter kräftig, die Industrie bereitet aber zunehmend Sorgen“, wird DIW- Konjunkturchef Ferdinand Fichtner zitiert.

Industrieproduktion noch rückläufig
Seit Mitte 2015 wird eine rückläufige Entwicklung der Industrieproduktion beobachtet. Zu dieser Entwicklung äußert sich Simon Junker, Experte für die Konjunktur in Deutschland so: „Ihre aktuelle Lage schätzen die Industrieunternehmen zwar noch als vergleichsweise günstig ein, allerdings dürfte dies auch am vorübergehenden Effekt der niedrigen Energiekosten liegen.“ Auch andere Faktoren, wie wie die Exporte und die Exporterwartungen deuten laut DIW darauf hin, dass sich die Industrie noch nicht erholt hat. Im letzten Quartal des Jahres 2015 hätte sich die Auftragslage aber positiv entwickelt, weshalb das DIW nur mit einer Konjunkturdelle rechnet.

Der deutschen Binnenwirtschaft dagegen gehe es gut. Das liege daran, dass sowohl der Beschäftigungsaufbau anhält und gleichzeitig die Zahl der Arbeitslosen merklich zurückgehe. Auch die derzeit niedrigen Energiepreise würden sich positiv auswirken und vor allem den privaten Verbrauch ankurbeln.
 
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